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Ohne weitere Worte (vom 25. Februar)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Ibrahimovic hält sich für den besten Spieler der Welt und hat damit womöglich sogar recht. (Süddeutsche Zeitung)

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Toni Kroos (öffnet) auf seiner Website ein Schaufenster der Biederkeit. (…) Jungs wie Kroos gibt es in jeder Schulklasse, man übersieht sie und wundert sich dann Jahrzehnte später beim Klassentreffen, wie sehr man sie unterschätzt hat. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

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»Drei Ecken = Elfmeter«? Bringt auch nichts. Die Elfmeter hält Manuel Neuer sowieso. (aus einer SZ-Satire über Möglichkeiten, die Übermacht des FC Bayern zu stoppen)

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Der Fall des Angeklagten Hoeneß spaltet die Republik. Grob gesagt verläuft die Grenze zwischen Süd und Nord. Zwischen den vielen Fans des FC Bayern und den vielen leidenschaftlichen Bayern-Hassern. (SZ)

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Hoeneß (…) behauptet, er sei mit Dreyfus befreundet gewesen. Die Witwe des einstigen Adidas-Chefs (…) sagt: »Uli war kein persönlicher Freund von Robert.« (Spiegel)

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Einst hat der HSV (…) einen Trainer gesucht und Jürgen Klopp nicht verpflichtet, weil er in Mainz unpünktlich auf dem Trainingsplatz war und auf dem Weg zum Training zerrissene Jeans trug. – »Kloppo war noch nie zu spät beim Training. Wahrscheinlich kam der Hamburger Scout im Smoking zu unserem Training.« (Mainz-05-Manager Christian Heidel im FAZ-Interview)

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Felix Magath (…) wird Teammanager des FC Fulham. (…) Was will Magath dort? Betrachtet man den Londoner Stadtplan, klärt sich die Sache: Das Stadion des FC Fulham liegt nur zwei Kilometer entfernt von Stadion des FC Chelsea. Dort regiert der einzige Mann im europäischen Fußball, den Magath noch mehr bewundert als sich selbst. Es ist José Mourinho (…), der Magath gleich in mehrfacher Hinsicht ähnelt: in seiner napoleonischen Selbstgefälligkeit, seinen Alleinherrscher-Allüren, seiner höhnischen Undurchdringlichkeit und der kindlichen Freude am Psychoterror. (Theaterkritiker Peter Kümmel in seiner Zeit-Fußballkolumne)

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Unfair (…), Alexander Bommes zu bitten, seine Sportnachrichten nicht jedes Mal so belustigt vorzulesen, als sei das ja alles so was von kurios und doll, was da auf den Pisten passiert! Bommes moderiert (…), als stünden seine Nachrichten eben nicht im Sport, sondern im Vermischten, direkt unter der Meldung von der Entenfamilie aus Gütersloh, die beim Ausparken im Wohnzimmer der Wombels landete. (aus der FAS-Kolumne »Teletext«)

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»Ich fahre nicht gern Auto.« – Was ist so schlimm am Autofahren? – »Das Autofahren selbst ist es nicht. Es ist das Einparken. Also fahre ich nicht. Denn ich kann an nichts anderes denken als daran, wie ich am Ende einparken soll.« (Schauspielerin Keira Knightley im SZ-Wochenende)

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»Wenn ich Schweinebraten mit Klößen will, dann bin ich im ›Goldenen Ochsen‹ immer besser aufgehoben als in Abu Dhabi, oder? (…) Gelsenkirchen veranstaltet ja auch keine Kamelrennen.« (Christoph Maria Herbst als »Stromberg« im WamS-Interview über die Fußball-WM 2022 in Katar)

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»Bei der Neuausrichtung wurde (…) alles auf den Prüfstand gestellt, auch die Spitzensportförderung. Aber wir sind zu der Überzeugung gelangt, an dieser Stelle ohne Abstriche weiter zu unterstützen – auch wenn der Kampf um Medaillen natürlich keine militärische Kernfähigkeit ist.« (Bundeswehr-Vizeadmiral Manfred Nielson im Welt-Interview)

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Ist Platz vier wirklich der übelste von allen? – »Auf jeden Fall. Man hat damit einfach nichts gewonnen, man ist einer der absoluten Verlierer. Das merkt man an der Berichterstattung, man kriegt das finanziell zu spüren, die Sponsoren und das Fördersystem zeigen es einem.« (Silke Spiegelburg, bei großen Titelkämpfen fünf Mal Vierte, im FAZ-Interview)

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Die Welt mag normalerweise über die Künste des südamerikanischen Zweibeiners namens Messi staunen, aber noch größeres Aufsehen hat zuletzt der Sololauf eines Vierbeiners im Stadion von Rosario erregt. In der 28. Minute des Erstligaspiels zwischen Rosario Central und River Plate stürmte der Köter aufs Feld, schlug ein paar Haken, stieß in den Strafraum vor, hockte sich hin und suchte den schnellen Abschluss. (…) Anzunehmen ist, dass es dem Platzreinigungsdienst gewaltig gestunken hat. (FAS)

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Auch der US-Präsident guckt (…) »House of Cards«, wenn er nicht gerade »Homeland« oder »Breaking Bad« guckt oder Angela Merkels Handy-Rechnung kontrolliert. (Spiegel) (gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«  Mail: gw@anstoss-gw.de)

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