Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Ohne weitere Worte (vom 18. Februar)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

*****

Das IOC opfert seine Sicherheitsbedenken adrenalingeschwängerten Disziplinen, die im amerikanischen Sportfernsehen für hohe Einschaltquoten sorgen. (FAZ zum Snowboardcross in Sotschi)

*

»Am Ende reicht es mir, eine schöne Frau zu beeindrucken – und schon ist der Tag ein Erfolg.« (Halfpipe-Olympiasieger Iouri Podladtchikov im Interview der Neuen Zürcher Zeitung)

*

Deutschland hat vier Goldmedaillen im Rodeln gewonnen. Ein bisschen ist Rodeln für uns also, was Eisschnelllauf für die Holländer ist. Was sagt das über uns? (…) – »Wir haben einfach vier Bahnen. (…) Das ist das Entscheidende.« (Felix Loch im Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

*

Die Deutschen sind ein Volk der Dichter und Rodler. (…) Leider gibt es viel zu wenige Wettbewerbe, in denen wir unsere außerordentlichen Rodelkünste unter Beweis stellen können. Warum gibt es kein Viererrodeln? (…) Man könnte auch vom Schlitten aus auf Zielscheiben schießen oder die Sprungschanze runterkacheln und Gold im Flugrodeln holen. (…) Es wird Zeit, dass der Bundesadler durch den Bundesschlitten ersetzt wird. (»Zippert zappt« in der Welt)

*

Ihr Outfit hat für Aufsehen gesorgt. Eine Kollektion im Stil eines Mariachi-Sängers – was bezwecken Sie damit? – »Ich will unter den drei bestgekleideten Teilnehmern landen.« (der für Mexiko startende Prinz Hubertus von Hohenlohe, 55, im FAS-Interview)

*

»Wenn mich die Leute auf der normalen Piste sehen, dann staunen sie, wie gut ich fahre. Aber klar, wenn sie mich nach Bode Miller auf der Strecke sehen, dann denken sie, der kann nicht Ski fahren.« (Hohenlohe/FAS)

*

»Ich mache das ja auch mit einer gewissen Selbstironie, ich nehme mich nicht zu ernst.« (Hohenlohe/FAS)

*

»Kritische Väter im Jugendbereich – das geht in dieselbe Richtung wie bösartige Journalisten im Seniorenbereich.« (Mainz-Trainer Thomas Tuchel über seine Erfahrungen als Juniorentrainer, zitiert vom Sport-Informationsdienst)

*

Er ist einer der Besten der Welt beim Stand von 2:0. Aber man möchte ihn nicht im Team haben, wenn das Ergebnis umgekehrt lautet. (die englische Zeitung Independent über Mesut Özil/zitiert in der FAS)

*

»Der Pep hat ja in seiner Truppe nur Kerle, wenn man von Lahm und Götze absieht.« (Christoph Maria »Stromberg« Herbst im Welt-am-Sonntag-Interview)

*

Wo sehen Sie Ihren Lebensmittelpunkt: in Frankfurt oder in Kaiserslautern? – (…) Enis: »Wenn wir den einen Tag vormittags trainieren und den nächsten erst wieder nachmittags, dann bleibe ich bei ihr. Der Weg von Frankfurt ist ja nicht so weit.« – Lira: »Die trainieren ja nicht so oft wie wir.« (aus einem Doppel-Interview der Frankfurter Rundschau mit dem Fußballprofi-Ehepaar Fatmire »Lira« Bajramaj und Enis Alushi)

*

Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien erwarten die deutschen Fans den Titel. (…) – »So lange wir einen Avon-Berater als Trainer haben, erwarte ich keinen Titel.« (»Stromberg«/WamS)

*

Alice Schwarzer (sollte) die Chance bekommen, sich zu rechtfertigen, und zwar zu den folgenden Themen: »Das Patriarchat zwingt Frauen zum Betrügen« oder »Was machen die Männer mit den Steuern der Frauen?«. Und: »Warum muss man auch noch Steuern abgeben, wenn man schon dauernd seinen Senf dazugegeben hat?« (»Zipperts TV-Welt« in Hörzu)

*

Trotz aller Bodenständigkeit sind Sie jetzt berühmt. – »Das stimmt, aber ich freue mich, wenn mich Leute ansprechen. Nur letztens, da kam eine vornehme alte Dame zu mir und sagte: ›Herr Kretschmer, ich finde Sie so toll. Ich würde Sie so gerne mal im Nacken lecken. Das mache ich bei meinem Mann auch immer!‹« (Modedesigner Guido Maria Kretschmer im Stern-Interview) (gw)

*

(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle