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Sonntag, 16. Februar, 7.05 Uhr

Blogbeginn siebenuhrfünf. Kleiner Erfolg im Kampf gegen das zwanghafte sonntägliche Frühstaufstehen. Draußen hellt es schon langsam auf. Wer singt denn da draußen, mitten im Februar? Höre ich einen Vogel, oder piepst es bei mir? So früh im Jahr singt hier doch kein Vogel?

Der Teich. Er singt nicht, er sinkt auch nicht, aber vor allem friert er nicht zu. Fünf mal fünf Meter, in der Mitte 1,50 tief, liegt er im Garten, im Norden, im Winter erreicht ihn kein Sonnenstrahl, so dass er am ersten Frosttag überfriert und dann bis in den April dick gefroren bleibt, so dass (zweimal so dass hintereinander erlaube ich mir nur im Blog) ich auf ihm das hoch gewachsene alte Schilf und die Pflanzen, deren Namen ich nicht kenne, auf und über dem Eis schön wegsensen kann. Geht diesmal nicht, zum ersten Mal seit mindestens Menschengedenken bleibt der Teich eisfrei, von einem kleinen frühen Häutchen abgesehen.

Das war mein Beitrag zum Klimawandel. Meinen Beitrag zum Rücktritt des Ministers habe ich schon vor dem Rücktritt des Ministers geschrieben, siehe letzten Blogeintrag. Zur Perversität des Skandals gehört, dass normales Verhalten zum Skandal hochgepusht wird (“Hör mal, Sigmar, der Dings da, den zum Minister zu machen, ist keine so gute Idee, weil …”), während unnormales Verhalten als normal bezeichnet wird und sogar legal zu sein scheint: Sich Fotos von nackten Kindern zu bestellen und sich daran aufzugeilen. Wenn das so ist, dann macht ihn doch zum Nachfolger des Geschassten. Oder gleich zum Justizminister.

Mein Beitrag zum Sport … den muss ich noch für die Montagsthemen schreiben, auf mein übliches Lamento des Wasschreibbichbloß? verzichte ich. Bis dann.

 

Baumhausbeichte - Novelle