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Ohne weitere Worte (vom 10. Dezember)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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»Ich würde gerne mal beim BVB hospitieren. Wie Herr Klopp die Mannschaft führt, wie er sie begeistert und selbst mitgeht – das fasziniert mich. Eine Woche dort mal hineinschnuppern. Das wäre was.« (Brasiliens Nationaltrainer Felipe Scolari, zitiert in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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»Es gab südamerikanische Mannschaften, da hat man von der Tribüne sofort gesehen: Die Mischung passt nicht. Bei der aktuellen brasilianischen Elf glaube ich: Sie passt. In diesem Team gibt es Einsteins – aber auch Spieler, die die Reagenzgläser putzen.« (DFB-Chefscout Urs Siegenthaler im SZ-Interview)

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Hobbys: Mit Freunden unterwegs sein, Billard spielen und ins Cafe gehen. »Wobei es auch viele andere Gesprächsthemen gibt als Fußball – Frauen zum Beispiel.« (Kicker über Marvin Duksch /Borussia Dortmund)

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»Ich kann es manchmal nicht mehr hören. Wenn ich alles, was anders ist als zu Hause, ablehne, dann ist das auch eine Form von Fremdenfeindlichkeit. Katar ist nicht Deutschland oder Frankreich.« (Helmut Spahn, Ex-DFB-Sicherheitschef und aktuell »Direktor des katarischen Zentrums für Internationale Sportsicherheit«, im Welt-Interview)

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»Das Geschäft der Sender beruht darauf, Dinge zu sensationalisieren – anstatt einem mitzuteilen, was tatsächlich passiert ist. (…) Deshalb versuche ich, so viele Dinge wie möglich selbst zu erleben. (…) Jetzt kann ich jedes Basketballspiel meines Sohnes Max sehen. Live. In engen, stickigen Hallen. Da ist die Hölle los. Das ist schöner, als bei den Los Angeles Lakers in der ersten Reihe zu sitzen.« (Klaus Heidegger, Ex-Skistar und Ex-Chef der Kosmetikfirma Kiehl’s, im Interview der Süddeutschen Zeitung)

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»Die Errungenschaften der Computertechnologie sind ein Segen – für alles, was nichts mit Kunst zu tun hat und nichts mit Sport. (…) Man darf das, was man sich da so herunterladen kann, nicht verwechseln mit einem echten Fußballspiel oder einem echten Opernabend.« (Placido Domingo im Zeit-Interview)

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»In Berlin habe ich auch mit dem Trinken aufgehört.« – Ein großer Moment? – »Ich bin ein letztes Mal in den Biergarten gegangen. Zehn, zwölf leckere deutsche Biere – dann war Schluss.« – Wie bleiben Sie heute sauber? – »Ich versuche, jeden Morgen zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen.« (Schauspieler John Goodman im SZ-Magazin-Interview)

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Seit dreißig Jahren hat sich am Geschäftsgebaren dieses historischen Springteufels nichts Grundlegendes geändert – nur dass er seither (…) mit seinem Fußballklub AC Mailand öfter die Champions League gewonnen hat als Bayern München und Borussia Dortmund zusammen. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über Silvio Berlusconi)

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»Mit dem Hummer kann mich nichts und niemand auf dem Weg nach Sotschi aufhalten.« (Claudia Pechstein auf Facebook über ihren bzw. ihres Mannes und Managers Geländewagen mit dem Schriftzug »Mission Sochi 2014«)

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»Außerdem bin ich kurzsichtig (…), ohne Brille hat man dann so einen Blick wie ein treuer Hund, und das ist nicht das, was ich mir als Image vorstelle.« (Karl Lagerfeld im WamS-Interview, warum er seine Brille in der Öffentlichkeit nicht abnimmt)

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Würden Sie manchmal lieber für Frieden und Freiheit kämpfen, statt zu moderieren? – »Nein. Möchten Sie lieber für Frieden und Freiheit kämpfen, statt Artikel zu schreiben?« (Sylvie Meis, ehem. van der Vaart, im Stern-Interview) (gw) * (www.anstoss-gw.de (mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«)  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle