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Ohne weitere Worte (vom 3. Dezember)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Noch würde Löw der These heftig widersprechen, dass in dem mehr als wahrscheinlichen WM-K.o. für Khedira (…) der Ursprung einer Vervollkommnung liegen könnte, einer belebenden Neugestaltung der Teamhierarchie und eines spielerischen Fortschritts. (…) Khedira sei nun mal »ein Alphatier alter Prägung«, präsent vor allem durch Körperlichkeit und mit der Zeit zum Strategen »überhöht«, sagt ein Beobachter aus dem Umfeld der Nationalelf. (Spiegel)

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Der mediale Reflex, eine sich mindestens einmal wiederholende Tatsache zur Serie zu erklären. (…) Kann Hannover tatsächlich keine Auswärtsspiele gewinnen? Frankfurt die letzten zehn Minuten nicht ohne Gegentor überstehen? Sind Spieler zwangsläufig müde am Ende einer englischen Woche, oder werden sie es erst dann, wenn sie sich daran erinnern, das Recht dazu zu haben? (Katja Kraus in ihrer Zeit-Kolumne)

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»Je mehr die Medien etwas fordern, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich dem folge.« (Heribert Bruchhagen in der Frankfurter Rundschau)

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»Die Bayern haben irgendwann beschlossen: Wir verlieren gar nicht mehr. Das macht es nicht einfacher.« (BVB-Boss Hans-Joachim Watzke/sid)

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»Der Sport öffnet Türen. Als ich in die syrische Rebellenhochburg Homs gereist bin, wurde ich an einem Checkpoint mit Stacheldraht und Sandsäcken gestoppt. Eine finstere Gestalt kam auf mich zu. Ich habe mein altes Durchgangswort gesagt: Bayern München. ›Nein‹, hat er gesagt. ›Borussia Dortmund.‹ Dann durfte ich weiter.« (Jürgen Todenhöfer in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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»Deutschland am Pranger wegen seines Erfolges« titelten – irreführend – so manche Tageszeitungen. Es klinge, als würden der FC Bayern und Borussia Dortmund in Deutschland schlechteren Fußball spielen müssen, »nur damit kleinere Vereine bessere Chancen auf die oberen Plätze der Tabelle haben«, wetterte der CSU-EU-Abgeordnete Markus Ferber. (Giovanni Maria Del Re in der Kolumne der Süddeutschen Zeitung »Mein Deutschland« zum angedrohten EU-Verfahren wegen deutscher Exportüberschüsse)

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Kinder können nicht mehr so schnell und so weit rennen wie ihre Eltern, als sie klein waren. Das liegt vor allem daran, dass die Kinder zu fett sind. (…) Doch auf die Dauer müssen Kinder schneller werden, um ihren Feinden zu entkommen. Denken wir nur daran, dass immer mehr Wölfe in Deutschland heimisch sind, für die Kinder eine leichte und logischerweise auch fette Beute wären. (»Zippert zappt« in der Welt)

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»Es hat keinen Sinn, sich zu unterschätzen. Aber noch schlimmer ist es, wenn man sich überschätzt.« (Regisseur Helmut Dietl im Zeit-Interview)

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»We have a big breast.« (Thomas Müller in Moskau zu einem russischen Reporter über den Grund der Souveränität seiner Münchner Bayern) (gw)

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(www.anstoss-gw.de (mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«)  Mail: gw@anstoss-gw.de)

Baumhausbeichte - Novelle