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Sonntag, 17. November, 11.40 Uhr

Schwupps, “Montagsthemen” haben geflutscht und sind schon online, viel länger als geplant, diesmal müssen die Jungs aber damit leben (tun sie hoffentlich). In der “Mailbox” ist auch ein Nachtrag zum Doping-Dialog, den ich im Blog zitiert hatte. Dr. Hauke Fürstenwerths Link bitte beachten! Da ich in der “Mailbox” schon lange meinen Senf nicht mehr hinzugebe (sie soll alleine den Lesern überlassen bleiben), folgt an dieser Stelle die Kopie meiner Antwort. Und das war’s dann auch für heute. Schönen Sonntag noch!

 

Danke für Deine Mail und den Link, ich habe beide Meinungen gelesen,
wobei mir die Kontra-Meinung recht simpel gestrickt erscheint, mit den
üblichen realitätsfernen Floskeln. Die Pro-Meinung klingt vernünftig,
zumal sie, wenn ich beim schnellen Lesen nichts missverstanden habe,
nicht das Recht des Sports bezweifelt, sich eigene Regeln geben zu
dürfen, auch Doping-Regeln (dafür bin ich, sie müssen nur weltweit auf
gleichem Niveau kontrolliert werden). Zum Missverständnis: Ich habe die
Kosten-Nutzen-Kalkulation nicht verneint, sondern meine, es muss
umgedacht werden, in der ganzen Gesellschaft, und zwar weg von der
Kosten-Nutzen-Kalkulation hin zu Ehrlichkeit und Fairness. Das kann man
nicht erzwingen, das muss jeder in sich selbst spüren, zum Beispiel,
dass zum eigenen Ehrgefühl gehört, nicht zu dopen.

Ansonsten: In dem, was Du schreibst, stimme ich Dir ausdrücklich zu,
auch zu Wettbewerbsrecht, Arzneimittelrecht usw., wobei mir noch der
Vertragsbetrug wichtig wäre:  IOC, Sponsoren etc. müssten Verträge mit
den Sportlern schließen mit dem Passus, dass bei Verstoss gegen die
Dopingregeln der Vertrag gebrochen ist und eine extrem hohe Strafsumme
fällig wird (was auch die überflüssige und rechtlich unlogische
Diskussion über ein Anti-Doping-Gesetz erübrigen würde).

Baumhausbeichte - Novelle