Archiv für November 2013

Mittwoch, 27. November, 9.35 Uhr

Den Jahresabschluss von „Wer bin ich?“ habe ich soeben fertig geschrieben und auf die Seite gestellt – auf  das Layout der ersten Sportseite für Donnerstag, nicht auf die „gw-Beiträge Anstoß“. Das hole ich erst heute Abend nach, vielleicht erst morgen. Online-Leser sollen keinen Recherche-Zeitvorteil haben, denn wer nicht zufällig ein Aha-Erlebnis hat, wird viel nachforschen müssen. Drei Punkte können gesammelt werden, was die beiden Gesamtwertungen (Jahres- und „ewige“) noch einmal verändern dürfte.

Wir Freunde des Klopp-BVB hatten gestern endlich wieder Freude an unserer Mannschaft. Phasenweise, im zweiten Abschnitt, BVB vom Besten. Beide Tore: ein Traum. Der Elfmeter: klare Sache. Laut Regel, die meines Wissens auch kurzes Festhalten als Foul (und im Strafraum also als Elfmeter) wertet, müsste es in jedem Spiel fünf bis acht Elfmeter geben, bis sie es alle kapiert haben und die Hände bei sich behalten. Noch ist das Festhalten Gewohnheitsrecht, der Italiener übertrieb es aber, er hielt so lange fest, dass es für drei Elfmeter gereicht hätte. Und für eine Anzeige wegen sexueller Belästigung.

Hinten räumt Sokratis prima ab – dazu mein besserwisserischer Rückblick: Bei der Verpflichtung des Griechen, die keine dicken Schlagzeilen machte, frohlockte ich: Das ist genau der Typ, den die labile BVB-Abwehr braucht.

Lewandowski ist genau der Typ, den Bayern nicht braucht. Bin gespannt, wie viele Tore er dort schießt. Falls Guardiola sein System nicht auf ihn umstellt (und das wird er wohl nicht, der scheint noch sturer als smart zu sein), geht Lewandowski  vom BVB weg den Weg der Sahins und Kagawas (in Polens Nationalelf hat er sich noch nicht als Über-Spieler gezeigt). Bei Götze weiß man es immer noch nicht, was aus ihm wird und wieviel er ohne BVB wirklich wert ist. Vom Talent her müsste er aber „hors categorie“ sein und in jedem Klub und jedem Stil Erfolg haben.

Och, da wollte ich heute früh nur auf „Wer bin ich?“ aufmerksam und Vorfreude machen, doch den Rest könnte ich auch auf den Themenzettel für die Samstags-Kolumne stellen. Setzen? Legen? Da haben’s die Engländer leichter: put, put, put.

 

Veröffentlicht von gw am 27. November 2013 .
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Sonntag, 24. November, 9.00 Uhr

Prima, das hat wieder geflutscht. Die Katzengeschichte aus dem Frühmorgenblog hat mich auf die Spur gebracht, dann ging alles ganz einfach. Dass die „Montagsthemen“ schon online stehen, hat den üblichen Grund: Damit meine Stammleser eventuell Fehler finden und mich vor „Schließlingen“ in der Zeitungskolumne bewahren. Vielleicht auch mit sachlicher und geschmacklicher Kritik, würde ich alles berücksichtigen und gegebenenfalls ändern. Später. Viel später. Jetzt erst mal ab ins bergige Bergische Land. Ohne Katzen, mit Hunden. Samce procedure. Bis dann

Veröffentlicht von gw am 24. November 2013 .
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Sonntag, 24. November, 6.40 Uhr

Paradigmenwechsel. Das Wort steht auf dem Themenzettel neben Buffi und Gerhild Knirsch, Schleich & Schlamp, dem kleinen Streber von der ersten Bank, dem geheimnisvollen Schließling, dem „Scheinbaren“ Fluch der Frankfurter Eintracht, Götzes Nichtjubel, Erpel Ronaldo, die ominösen letzten Minuten und das alte BVB-Leiden. Genug Stoff also für die „Montagsthemen“.

In der Nacht blieb es ruhig, urbi et orbi. Dringlichste Meldung: Offenbar Atom-Einigung mit dem Iran. Im Sport: NBA-Star Rose wieder schwer verletzt, diesmal das Knie.

Verletzungen. Hatten wir am Samstag, im „Sport-Stammtisch“. Soll ich mal von meiner Katze ( einer von zwei) erzählen? Ja, ich halte Katzen. Eigentlich als Nutztiere. Hier in der Nachbarschaft hat jeder eine Katze. Ist ein Muss. Als unser alter Kater starb, füllte sich unser Keller mit Mausmigranten aus aller nahen Welt. Ihre einzige Zuflucht.

Ich habe nichts gegen Mäuse. Als ich hierherzog, vor etwa hundert Jahren, fand ich im Stroh des Pferdestalls (ja, ich hatte Pferde) ein Nest mit sooo süßen kleinen Mäusebabys. Vorsichtig nahm ich das Nest in die Hand, zeigte es dem Nachbarn, einem alten Bauern. „Ist das nicht allerliebst?“ Er schaute mich verständnislos an, nahm mir das Nest aus der Hand – und schleuderte es mit voller Kraft gegen die Wand.

Das Trauma bleibt. Aber Mäuse im Keller, im Haus, auf dem Dachboden, alles vollkackend, mit Knitteln in jedem alten Bücherkarton und nicht nur da, sondern überall, das muss nicht sein. Als unsere beiden Katzen aus dem Tierheim kamen, als Nachfolger des alten Katers, war der Spuk schnell vorbei. Zwar höre ich manchmal mit Grausen, wie die Knöchlein in einem Mäusekopf knacken, wenn die lieben Kätzchen zubeißen, aber immerhin schmeiße ich keine Mäusenester an die Wand, ich wasche meine Hände in Unschuld.

Mittlerweile sind die beiden Nutztiere natürlich geliebteste Haustiere und Familienmitglieder geworden, daher war es eine kleine Katastrophe, nein, eine große, als die Kleine, Zarte der beiden (die andere ist ein Der und ein Trumm) vor drei Wochen morgens auf einer Bank hinter dem Haus lag, mit blutverschmiertem Gesicht, das als Gesicht kaum zu erkennen war, keine Augen zu sehen, keine Gesichtsform, eine einzige blutige Masse. Ich wollte sie mir schnappen, schnell zum Tierarzt, aber sie war anscheinend im Schock, ließ sich nicht anfassen, humpelte weg. Und weg war sie. Nach einer Woche hatten wir sie aufgegeben. Verschwunden, für immer. Am Tag danach lag sie in ihrem Körbchen. Immer noch fürchterlich zugerichtet. Zum Sterben nach Hause zurückgekehrt? Ab zum Tierarzt. Tagelang alle möglichen Therapien. Sie berappelt sich. Ist fast wieder die Alte. Nur etwas scheuer als früher, und beim Fressen gibt sie seltsam knirschende Töne von sich. Leider ist mir familiär verboten, ihr den neuen Kosenamen Gerhild Knirsch zu geben.

Katzen haben offenbar wirklich sieben Leben. Unglaublich, dass sie wieder da ist. Dies war eine Geschichte, geschrieben für den BVB und für die Frankfurter Eintracht. Nehmt euch ein Beispiel.

Veröffentlicht von gw am 24. November 2013 .
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Donnerstag, 21. November, 17.00 Uhr

Auf der morgendlichen Radrunde in Schneeregen gekommen. Durch den Wald auf nassem Laub, Matsch, Regen und Schnee, das sollte ich mir nicht mehr antun. Meine Quote an Rippen- und Schlüsselbeinbrüchen ist größer als die des ganzen Dorfes. Also endgültig Saisonschluss? Na ja, wenn’s trocken und nicht gefroren ist, wage ich mich doch wieder hinaus. Im Keller ist es zu langweilig.

Erste „Das war’s“-Rückblickkolumne ist fertig. Jedes Jahr denke ich wieder, diesmal lasse ich’s aber, ist ja auch ein bisschen zu nabelretrospektiv, wenn man aus eigenen Kolumnen eine Rückblick-Collage macht, aber dann macht es einfach Spaß, zumal ich mit meinem kurzen Gedächtnis immer wieder überrascht bin, was alles bei uns Thema war. Aber seltsam der Gedanke, dass der Kolumnist womöglich mehr Freude an seinen Kolumnen hat als die Leser.

Wann „Das war’s“ beginnt, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich Ende erstes Dezember-Drittel. Morgen dann erst mal der „Sport-Stammtisch“, für den ich noch nicht mal einen Themenzettel habe. Die Länderspiele sind abgehakt, Kaffeesatzlesen vor dem BVB-Bayern-Spiel überlasse ich anderen. Und sonst? Vielleicht was Novembriges?

Veröffentlicht von gw am 21. November 2013 .
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Sonntag, 17. November, 11.40 Uhr

Schwupps, „Montagsthemen“ haben geflutscht und sind schon online, viel länger als geplant, diesmal müssen die Jungs aber damit leben (tun sie hoffentlich). In der „Mailbox“ ist auch ein Nachtrag zum Doping-Dialog, den ich im Blog zitiert hatte. Dr. Hauke Fürstenwerths Link bitte beachten! Da ich in der „Mailbox“ schon lange meinen Senf nicht mehr hinzugebe (sie soll alleine den Lesern überlassen bleiben), folgt an dieser Stelle die Kopie meiner Antwort. Und das war’s dann auch für heute. Schönen Sonntag noch!

 

Danke für Deine Mail und den Link, ich habe beide Meinungen gelesen,
wobei mir die Kontra-Meinung recht simpel gestrickt erscheint, mit den
üblichen realitätsfernen Floskeln. Die Pro-Meinung klingt vernünftig,
zumal sie, wenn ich beim schnellen Lesen nichts missverstanden habe,
nicht das Recht des Sports bezweifelt, sich eigene Regeln geben zu
dürfen, auch Doping-Regeln (dafür bin ich, sie müssen nur weltweit auf
gleichem Niveau kontrolliert werden). Zum Missverständnis: Ich habe die
Kosten-Nutzen-Kalkulation nicht verneint, sondern meine, es muss
umgedacht werden, in der ganzen Gesellschaft, und zwar weg von der
Kosten-Nutzen-Kalkulation hin zu Ehrlichkeit und Fairness. Das kann man
nicht erzwingen, das muss jeder in sich selbst spüren, zum Beispiel,
dass zum eigenen Ehrgefühl gehört, nicht zu dopen.

Ansonsten: In dem, was Du schreibst, stimme ich Dir ausdrücklich zu,
auch zu Wettbewerbsrecht, Arzneimittelrecht usw., wobei mir noch der
Vertragsbetrug wichtig wäre:  IOC, Sponsoren etc. müssten Verträge mit
den Sportlern schließen mit dem Passus, dass bei Verstoss gegen die
Dopingregeln der Vertrag gebrochen ist und eine extrem hohe Strafsumme
fällig wird (was auch die überflüssige und rechtlich unlogische
Diskussion über ein Anti-Doping-Gesetz erübrigen würde).

Veröffentlicht von gw am 17. November 2013 .
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