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Helmut Cichorius zur Tordiskussion und zum Rechtsradikalismus in Stadien

 >> Ich habe ja lang nichts von mir
> hören lassen, aber diese Tordiskussion um
>> Stefan Kießling nervt doch
> gewaltig.
>> In der anschließenden Sky
> Diskussion wurden zwei Hoffenheim-Fans gefragt,
>> die wohl schon eine geraume Zeit vor
> Anpfiff im Stadion waren und davon
>> berichteten, dass das Netz des
> betroffenen Tores schon einmal ausgewechselt
>> wurde. Dieser Aspekt (Teilschuld TSG
> Hoffenheim) geht mir etwas unter. Ich
>> bin da ganz bei Leverkusens
> Sportdirektor Rudi Völler: eine wirklich(!)
>> faire Lösung wäre die
> "italienische", bei der die Restspielzeit nach einem
>> Fauxpax/ Spielabbruch nachgeholt wird,
> inklusive des herrschenden
>> Spielstands.
>> Außerdem sieht man bei den
> hunderten Wiederholungen der Szene, dass Kießling
>> es gar nicht genau gesehen haben kann,
> zumal er noch an Reinartz
>> vorbei-/drüberköpfen muss,
> seine und Reinartz Reaktion direkt danach zeigt
>> Enttäuschung, aber wieso fragt
> man nicht mal Reinartz, der müßte es ja
>> besser gesehen haben. Ich habe mich da
> schon über die fehlenden Proteste
>> seitens der Hoffenheimer gewundert, da
> sind sie auch selbst Schuld, dass sie
>> die Zweifel Brychs nicht
> verstärkt haben. auch wenn der mit gelben Karten
>> gedroht hat, aber die hole ich mir
> doch gerne ab, wenn dadurch das Tor
>> zurückgenommen wird.
>>
>> Zum Thema Rechtsradikalismus in
> deutschen Stadien und deren Fanszenen bin
>> ich kurioserweise über eine
> Radiosendung von br2 gekommen. Dort wurde
>> unter anderem von versteckten
> Botschaften auf Bekleidung und Fanutensilien
>> wie Fahnen und Bannern in
> unterklassigen Vereinen berichtet.(leider nicht
>> mehr als podcast verfügbar, da zu
> lange her, aber es gibt verschiedene
>> Web-Seiten die versteckte Nazicodes
> thematisieren)
>> Da sich mein Blick in dieser Sache
> geschärft hat, stelle ich schon eine
>> Zunahme rechtspolitischer
> Aktivitäten in Vereinen fest, wobei diese sich
>> v.a. in unterklassigen Vereinen
> (Oberliga abwärts, z.B. Wismut Gera)
>> außerhalb der medialen
> Präsenz festmachen lassen. Es ist wohl die neue
>> Taktik, nicht mehr offensiv, sondern
> subversiv junge Fußballfans in die
>> rechten Kreise zu ziehen, offene
> NPD-Demos sind da eher kontraproduktiv, da
>> sich die Personen offen zeigen. Die
> wahre Arbeit findet im Verborgenen
>> statt, wird dann erst zum medialen
> Thema, wenn bei antirassistischen
>> Aktionen innerhalb eines Fussballveins
> (z.B. durch linke Ultras) der
>> Konflikt mit rechten
> Fußball"fans" ausgelöst wird.(Aachen,Braunschweig)
>> Siehe auch:
>> href="http://www.zeit.de/sport/2013-10/eintracht-braunschweig-ultras-fans-nazis"
> target="_blank">http://www.zeit.de/sport/2013-10/eintracht-braunschweig-ultras-fans-nazis
>>
>> Ich als gebürtiger Middlehesse
> wurde in meiner aktiven Zeit während der
>> Gastspiele über die Dörfer
> sowieso mit latentem Fremdenhass und rechtem
>> Gedankengut konfrontiert, ist also
> nicht wirklich ein neues Thema.
(Helmut Cichorius)

Baumhausbeichte - Novelle