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Walther Roeber: Antwort auf eine Antwort

In dieser Antwort verhält sich Herr Dr. Hauschild wieder ganz genau so
wie in seinen vorherigen philosophischen Einlassungen.

Mag sein, dass wir völlig aneinander vorbei reden, aber das liegt dann
nicht an meinem “nicht wirklich Lesen”

(eine Ausdrucksweise, die bei mir als höchst arrogant ankommt), sondern
an seiner verklausulierten Formulierungskunst.

Ich habe keine Lust, die Angriffe auf gw aus der ersten mail zu
sezieren. Das kam bei mir so an, als sollte eine Kolumne in

eine andere Richtung gezwungen werden, bloß weil zu wenig “Gott und
Welt” darin vorkommt.

In den Äußerungen von Dr. Hauschild vermisse ich eine klare
Positionierung, vielleicht hat er diese auch so gut versteckt

wie sein “Lob”. Meiner Meinung nach sind die derzeitigen Versuche, an
der Flüchtlingspolitik herumzudoktern, Ansätze

an der falschen Stelle. Vieles, was da zur Zeit “diskutiert” wird, läuft
entweder auf die Schuldzuweisung an andere hinaus, oder

ist leider inkonsequent, weil nicht an den Wurzeln der Problematik
angesetzt wird.

Wenn Herr Dr. Hauschild das gemeint haben sollte, möge er sich bei
seinen Schriftsätzen etwas klarer äußern.

Ich bin der Meinung (ganz ohne Ovid’sche Ironie) “Wehret den Anfängen!”.
Die Haltung, die ich aus dem ersten Schreiben

von Dr. Hauschild herauslese, setzt nämlich auch erst ein, nachdem das
Kind auf dem Weg zum Grund des Brunnens schon

aufgeschlagen ist. Auf die Idee, ein Gitter oder einen Deckel oben drauf
zu legen und festzuschrauben, scheint keiner zu kommen.

Aber damit rutsche ich leider genau auf dem Glatteis aus, das gw
geschickterweise vermeidet.

“Sport, Gott und die Welt”, “Stammtisch”, “Montagsthemen”, “Ohne weitere
Worte” und auch “Wer bin ich?” pieksen, bohren, legeen mal eine Lunte und

regen zum Nachdenken an. Die Kolumnen erheben zum Glück nicht den
Anspruch, allgemeine oder allgemeingültige Lösungen anbieten zu wollen.

Dann würde irgendwann die Antwort “42″ lauten (copyright Douglas Adams).

Das Nachdenken bleibt dem Leser überlassen, was dann durchaus auch zu
Kontroversen führen kann.

Darin sollte man sich aber einer klaren Sprache befleißigen. Vielleicht
ist das aber nicht “philosophisch” genug.

Ob  allerdings dieser “kleine mittelhessische Blog” und seine mailbox
dafür die richtige Plattform sind,

das lasse ich mal offen. (Walther Roeber/Bad Nauheim)

Baumhausbeichte - Novelle