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Freitag, 27. September, 11.50 Uhr

Doppelschlag schon online: “Nach-Lese” fürs Feuilleton, “Stammtisch” für den Sport (Links rechts). Ich wollte ja auch noch die seltsame Segel-Show thematisieren, aber als Segel-Laie  hätte ich mich erst einmal ein bisschen kundiger machen müssen. Laienhaft: Was hat das mit Segeln zu tun, wenn das Schiff fliegt und nur ein Stäbchen ins Wasser ragt? Was ist das überhaupt für ein Sport, den sich nicht die Oberen Zehntausend leisten können, sondern nur die oberen Zehn bis Fünfzig? Für mich ähnelt das der Red-Bull-Show mit dem aus dem Himmel plumpsenden Österreicher, das wurde auch zum megageilen Weltevent mit sportlichem Einschlag hochgejauchzt, dazu noch als technischer Meilenstein für die Menschheit. Dabei ist’s nur ein Milliardärs-Spielzeug.

In den HR-Nachrichten gerade gehört, was das Ergebnis des Weltklimarat-Papiers  ist: der Anstieg des Meeresspiegels. Sonst nix. Nicht gemeldet wurde, dass der prognostizierte Temperaturanstieg seit 15 Jahren ausbleibt (steht aber auch im Papier). So pickt sich halt jeder raus, was er will und in seinen Kram passt, meist in den staatlich stattlich geförderten Instituts-Kram. Aber auch hier: Bin nicht kundig genug, um mir im Blatt eine Meinung leisten zu wollen. Am meisten überzeugen mich noch die Interviews von Hans von Storch, der keiner der Parteien anzugehören, sondern ein echter, unabhängiger Fachmann zu sein scheint. Er sieht durchaus den Klimawandel, kritisiert aber alarmistische Methoden und die falschen Rechenmodelle und sagt auch, dass es drängendere Probleme auf der Welt gibt als den Klimawandel. Finde ich auch, als Laie. Auf einem Gebiet bin ich aber ein Fachmann wie Hans von Storch: Er ist Donaldist, und da kann er nicht viel mehr wissen als ich. Er hat nur einen Vorteil: seinen Namen. Mit dem ist man von vornherein Ehrenbürger von Entenhausen.

Baumhausbeichte - Novelle