Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Wer bin ich? (Anstoß vom 18. September)

Sie hat funktioniert, die Gemeinheit, am 12. September einen Blitz-Prolog im »Sport-Stammtisch« zu verstecken, um durch den Überraschungs-Coup die »Wer bin ich?«-Spitzengruppe etwas auseinander zu ziehen. Zwei Punkte gab es für alle, die schon nach diesen vagen Hinweisen wussten, nach wem gesucht wird: Eine Frau, die alle Männer sportlich besiegt hatte. Bis sie im wichtigsten Wettkampf ihres Lebens unterlag. Einem Mann. Reingelegt, auf unfairste Weise ausgetrickst.
*
So weit die Zwei-Punkte-Kurzbeschreibung. Und nun der echte »Hammer«: 22 Teilnehmer haben blitzschnell die richtige Lösung gemailt! Besonders bemerkenswert: Es sind Neueinsteiger dabei, aber längst nicht alle aus der Spitzengruppe. Die vorne platzierten WBI-Experten haben sich in etwa gedrittelt: Ein Teil machte mit und lag richtig, ein Teil verzockte sich und hat nun auch keine Chance mehr auf einen Punkt, und der Rest wartet ab, um nach den folgenden Vertiefungen noch einen wichtigen Punkt zu retten.
*
In dem Duell, das durch ein böses Foul entschieden wurde, ging es buchstäblich um Leben oder Tod, denn der Herausforderer hätte im Falle der Niederlage »die Ehre und auch den Leib« verloren (wie auch seine Schlachtenbummler – mitgefangen, mitgehangen). Beide Kontrahenten aber waren sicher zu gewinnen: Die Frau, weil sie ihren Gegner als schwach einschätzte, der Mann, weil er einen starken Helfer hatte, der zudem seine Leistungsfähigkeit durch einen unfairen Trick nach Schätzungen seiner Zeit auf das Zwölffache vergrößerte.
*
Dann stiegen beide in den Ring. Halten wir uns an eine der bekanntesten (es gibt mehrere) zeitgenössischen Reportagen von diesem Mega-Event: 700 Zuschauer, allesamt VIPs, waren Zeuge des Duells. Ein Freund warnte den Betrüger noch vor der vermeintlich unbezwingbaren Favoritin (»die ist des Teufels Weib!«). – Erste Disziplin: Speerwerfen. Aber was für ein Trumm von Speer! Drei Mann trugen ihn zur Wettkampfstätte – da ging dem Mann der Popo auf Grundeis, und seinen Schlachtenbummlern auch (»wie schimpflich, wenn sie uns jetzt umbringen!«). Doch dann klappte der Betrug schon im ersten Wettkampf, in dem der Sieger nur eine Art Pantomime aufführen musste, wie auch in den beiden übrigen Disziplinen.
*
Und die Moral von der Geschicht’: Betrug im Sport / Mein liewwe Jung / Der rächt sich spät / Am …
Aber nicht, was am Vierzeiler fehlt, wird gesucht, sondern die starke, betrogene Frau. Wer ist sie? Einsendeschluss: Samstag, 21. September. (gw)

Baumhausbeichte - Novelle