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Ohne weitere Worte (vom 17. September)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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Hinter dem Brandenburger Tor geht die Sonne unter, davor steht der Vorsitzende der Partei Die Partei, Martin Sonneborn, und fordert, was die Wähler auch fordern, weil diese Wähler (…) es ihm gemailt haben. (…) Und dann fordert Sonneborn: »Bundesliga raus aus Afghanistan!« (…), »Kleingeldverbot für Rentner an überfüllten Kassen!«, aber als einer »FC Bayern raus!« will, hat Sonneborn das nicht vorgelesen, für »Nieder mit der Meinungsfreiheit!« ist die Partei nämlich auch. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

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»Ich glaube nicht, dass Löw ein Problem mit Borussia Dortmund hat.« (Jürgen Klopp im Sky-Interview)

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»Wenn Fehler Namen kriegen, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass es ein Borussia-Dortmund-Spieler ist.« (Jürgen Klopp im Sky-Interview über Löws Problem mit Borussia Dortmund)

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Mario Monti, Ex-Regierungschef Italiens, (…) erinnert sich gern ans EM-Halbfinale, als Angela Merkel miterleben musste, wie »Mario Draghi und Mario Monti Mario Balotelli dabei zuschauten, wie er Deutschland besiegte.« (Stern)

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»Die öffentliche Dopingdebatte wird meiner Meinung nach von einer kleinen Gruppe ›moralischer Unternehmer‹ gesteuert, wie der Sportsoziologe und -ökonom Eike Emrich sie treffend bezeichnet, also von Menschen, die die Moral bemühen, um davon zu profitieren.« (DFB-Nationalmannschafts-Arzt Tim Meyer im Zeit-Interview)

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Giovanni Trapattoni (…), dessen Englisch für irische Ohren mindestens so gewöhnungsbedürftig war wie dessen Deutsch für Münchner Ohren (…), verlässt die Grüne Insel zwar nicht als mega-erfolgreicher Coach, hinterlässt aber einen der schönsten Fußball-Sprüche des letzten Jahrzehnts. »Be careful with the cat. Don’t say that you have the cat in the sack when you don’t have the cat in the sack.« (FAS)

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Im Berliner Tagesspiegel habe ich dieser Tage gelesen, man müsse über die Pkw-Maut hinaus auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung für Ausländer einführen, was im Grunde logisch ist, schließlich dürfen wir ja mehr oder weniger im gesamten europäischen Ausland auch nicht auf die Tube drücken, wie wir wollen und – ja in aller Bescheidenheit – auch sehr leicht könnten. Ich bin dennoch anderer Ansicht. Im Gegenteil sollten Ausländer auf deutschen Autobahnen eine Mindestgeschwindigkeit zu beachten haben, einfach, damit sie schneller wieder weg sind. Angenehmer Nebeneffekt: Schriebe man dem Holländer oder dem Dänen vor, er habe stets mindestens 180 zu fahren, würde er schon sehen, wo er mit seinen gottverdammten Wohnanhängern bleibt. (»Das Beste aus aller Welt!« von Axel Hacke im SZ-Magazin)

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Chuck Norris liest keine Bücher: Er starrt sie so lange an, bis sie ihm freiwillig sagen, was er wissen will. (gelesen auf der Eintracht-Frankfurt-Homepage, Rubrik: »Gebabbel«)

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Neben wem wollen Sie auf keinen Fall morgens aufwachen? – »Neben dem lieben Gott, denn dann muss etwas Unangenehmes passiert sein.« (Schauspieler Henry Hübchen in der Stern-Serie »Im Bett mit«) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle