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Ohne weitere Worte (vom 3. September)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

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»Schalke???????« tippte Klopp in diesen Tagen nur ins Handy, als er von dem Gerücht hörte. Er konnte es kaum glauben. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zum Boateng-Wechsel nach Schalke)

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Bale (…) hat etwas, das sogar einen Ronaldo übertrifft und alle anderen Weltfußballer auch: eine Tempohärte, mit der er lange Spurts ohne lange Pausen dazwischen aneinanderreiht. Diese Qualität unterscheidet Fußballer von Joggern. Und sehr gute Fußballer von guten. (FAS)

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Werden Sie Ihre Asche am Mittelkreis verstreuen lassen, wie es andere Fans per Testament verfügt haben, bevor ein Spiel beginnt, woraufhin die Menge singt: You never walk alone? – »Nein, ich ziehe als Asche den Abgang im Mersey River vor.« (Schauspielerin und Liverpool-Fan Rita Tushingham im SZ-Wochenende.

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Nach ungefähr drei Monaten wiederholter Anfragen erscheint es immer noch einfacher, von der National Security Agency (NSA) eine klitzekleine Auskunft zu bekommen, als auch nur ansatzweise etwas über das verschwundene Pferd zu erfahren. (Frankfurter Rundschau über die Informationspolitik der Totilas-Besitzer)

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»Was diese neuen Serien angeht, ›Homeland‹ zum Beispiel: Meine Frau verpasst keine einzige Folge. Und sie liebt, liebt, liebt ›Dexter‹. – Und Sie? – »Ich gucke eigentlich nur Autorennen.« (Schauspieler William Fichtner im FAZ-Interview)

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Walsers (…) Traum und der Traum seiner Altershelden seiner Bücher ist (…) Entgrenzung, Freiheit, Regellosigkeit. Und dazu von der Ehefrau Frühstück ans Bett. »Die Inszenierung« ist das Buch eines pubertierenden Greises. (FAS)

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Man muss sich mal vorstellen, wenn das in München-Schwabing passieren würde oder in Düsseldorf-Oberkassel. Wenn dort die neuen Nachbarn auf die Straße kacken und den Müll zum Fenster rauswerfen würden. Das passiert in Deutschland. (Beginn eines Kommentars in der Süddeutschen Zeitung; Titel: »Roma – Was für Nachbarn«)

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»Mein alter Freund Ben Affleck hat mal eine schöne Definition von Freundschaft gegeben. Er sagte, wenn er in einem mexikanischen Bordell neben einer toten Hure aufwachen würde, wäre ich der Erste, den er anriefe.« – Wen würden Sie anrufen? – »Ben natürlich.« (Matt Damon im Zeit-Interview)

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»Als kleiner Junge soll ich stundenlang den Hühnern zugeschaut und dann meine Mutter gefragt haben, warum ich kein Huhn geworden bin. Solche Tiefen habe ich später nie mehr erreicht.« (Hans Traxler, 84, Zeichner, Maler und Satiriker, im FAZ-Interview) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle