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Sonntag, 1. September, 6.25 Uhr

Draußen dämmert’s erst. Sommer vorbei. September. Nächsten Sonntag wird es um diese Zeit noch/schon dunkel sein. Aufgewacht mit dem letzten Traum der Nacht im Nacken: Kevin-Prince Boateng. Ich weiß zwar nicht mehr, worum es ging, aber das geht in jedem Fall zu weit – ein Fußballer als Traum-Objekt! Immerhin war es kein Albtraum, sondern irgendwas Beliebiges, Sinnloses, Unzusammenhängendes, wie man es oft träumt. Wenn Träume Gedanken des Bauches sind (o, hab ich mir gerade selbst ausgedacht), dann war es nur ein Verdauungsgeräusch. Hätte ich nicht von Boa.., sondern von Oba… geträumt, hätte mein Bauch mich mit Bombenhagel aus dem Schlaf gerissen. Obama, der Friedensfürst, wollte doch tatsächlich einfach mal in die wirre Gemengelage hineinbomben, ohne UNO-Mandat, ohne alles, einfach so. Aber, so die Nachrichtenlage der Nacht, es war wohl vorerst nur eine Droh(nen)gebärde. Habe ich eigentlich den arabischen Journalisten, den ich kürzlich im Blog erwähnt habe (habe ich doch, oder?), auch in “Ohne weitere Worte” gestellt? Soll ich es in die “Montagsthemen” stellen, mit meiner frühen  Arabellion-Formulierung? Oder habe ich das schon mal oder sogar mehrmals in der Kolumne wiederholt? Muss ich nachprüfen.

An Henni gestern spät noch die Mail von Andreas Kautz (siehe “Mailbox”) weitergeleitet, die Nachtratte hat gleich geantwortet: “Das Konzert war wirklich unglaublich … volle Hütte, geiles Publikum, 4 Stunden Dauerpowerkonzert und am Ende alle glücklich!” – Da wäre man gerne dabei gewesen.

Walther Roeber hat einen schönen Tipp gemailt, zur Werbung am Mann bzw. zur Werbung an der Frauenbrust (“Kunststoff”). Das kommt in die Kolumne. Dazu noch Bundesliga, muss ja (ohne Eintracht – BVB, bis dahin will ich fertig und vor dem Fernseher  sein, was nicht einfach ist, denn zuvor geht’s wieder ins bergige Bergische) und vielleicht ein bisschen Ballphilosophisches über das runde Ding an sich.

Ach ja, beinahe vergessen: Aufgewacht mit Boateng, eingeschlafen mit der Musik der After-Run-Party. Denn gestern liefen sie wieder rund um die Burg, Zweierteams, einen Kasten Bier schleppend und an Kontrollstationen austrinkend. Mittlerweile eine hochoffizielle, sehr ernst genommene und vielleicht schon die traditionellste Veranstaltung des Dorfes. Da kann keine Bums-Party, keine Ibiza-Schaumfete und kein Almabtrieb mithalten (der folgt demnächst, zwar ohne Alm, aber mit Kühen  und allem, was sonst noch in Bayern dazu gehört). Sage einer noch, auf dem Dorf sei nix los!

Baumhausbeichte - Novelle