Archiv für September 2013

Montag, 30. September, 12.45 Uhr

Meine (und vieler Leser) Lieblingskolumne “Ohne weitere Worte” steht schon seit ein paar Stunden online. Fürs Blatt habe ich soeben zwei der drei Ibrahimovic-Zitate aus dem “Spiegel” rausgeworfen, da ich sie heute früh fast überall gelesen habe, ganz groß natürlich in “Bild”. Und die “Knaller”, die plakativen Sprüche, die in allen “Gesagt ist gesagt”-und-wie-auch-immer-sie-heißen-Rubriken auftauchen, das sind gerade diejenigen, die ich aussortiere. Am liebsten nehme ich Sätze aus langen, interessanten, aber selten komplett gelesenen Interviews, verbinde sie durch Auslassungen (…) und versuche damit, sie nicht aus dem Zusammenhang, sondern in den Zusammenhang zu reißen. Das ist anderen Sprüche-Sammlern zu mühselig, zum Glück, denn dadurch bekommt unsere Zitatensammlung ihre eigene Note jenseits von “Hammersprüchen”-Zusammenstellungen.

Dass ich die Auslassungen durch Pünktchen in Klammern kenntlich mache, ist nicht Bürokratismus oder angestrengte Akademisiererei, sondern der Versuch, redlich mit den Zitaten umzugehen. Das tun längst nicht alle, auch in den großen, seriösen Zeitungen nicht, denn dort ist es fast schon üblich, aus dem Text übernommene Zitate verkürzt, verfälscht, umformuliert und/oder die Meinung des Interviewten nicht treffend in die Überschrift zu übernehmen (kürzlich zum Beispiel sogar in der “Zeit” im Interview mit einem DFB-Arzt).

Wahrscheinlich folgt am Freitag eine “Beste Reste”-Folge von “Ohne weitere Worte” mit längeren Zitaten, die liegen geblieben sind, weil ich sie auch durch mehrfache Klammer-Pünktchen nicht auf die nötige Kürze bringen konnte.

Veröffentlicht von gw am 30. September 2013 .
Abgelegt unter: Blog – Sport, Gott und die Welt | Kommentare deaktiviert

Ohne weitere Worte (vom 1. Oktober)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.

*****

»Er ist feige. Guardiola hat keine Eier.« (Zlatan Ibrahimovic im Spiegel über seinen Ex-Trainer Pep Guardiola)

*

»Er erklärte mir mit dem Bleistift, wann ich wohin laufen sollte. Ich habe ihm gesagt: Hör mal, Meister, du hast mir gar nichts zu sagen – geh in dein Büro, und schreib Briefe! Mir ging seine Art furchtbar auf die Nerven.« (Ibrahimovic im Spiegel über seinen Ex-Trainer Louis van Gaal)

*

Der »kleine Piss-Verein« und »der erste abgefälschte Fuck-Ball« werden wohl für immer bleiben (…). So wie die Mist-Käse-Rede von Völler und der Strunz-Schrei von Trapattoni. Eine stolze Ahnenreihe. – (…) »Manche haben mir gesagt: Mensch Torsten, du hast drei Kinder! Ich will aber nicht wissen, welche Ausdrücke heute auf den Schulhöfen kursieren. Manchmal kommt mein Sohn mit einem Wort nach Hause, bei dem ich definitiv weiß: Das hat er jetzt nicht von mir.« (Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht im SZ-Interview)

*

»Wenn du im Fußball etwas erreichen willst, brauchst du das nötige Selbstvertrauen. Wenn du immer an dir zweifelst, wirst du kein großer Fußballer. (…) Deswegen ist es mein Glück, dass ich nicht viel zweifle.« (Gladbachs Stürmer Max Kruse im FAS-Interview)

*

»Ich war ja eh einer, der voller Zweifel steckte. Wenn ich das Selbstvertrauen der Spieler von heute gehabt hätte, hätte ich 100 Länderspiele gemacht. Mindestens.« (Bernd Hölzenbein im FR-Interview / aus: »Ohne weitere Worte« vom 24. September)

*

»Ich hätte bei der Eintracht auch weitergemacht, aber die Angriffe aus dem Umfeld waren so heftig, dass ich mir sagte: Das tue ich mir nicht mehr an. Da bin ich lieber wieder nach Malta zurück beziehungsweise vorher noch zum VfB Gießen. Das war eine sehr schöne Station.« (Horst Heese, Ex-Trainer u. a. von Eintracht Frankfurt und VfB 1900 Gießen, im Kicker-Interview)

*

Rolf Fuhrmann: »Mit 16 habe ich die erste Disco Ostfrieslands aufgemacht. Dort hat Otto Waalkes alle Wände mit Bildern von Jimi Hendrix und Co. bemalt. Für 150 Mark.« – Kai Ebel: »Geil.« (aus einem Doppel-Interview in Sport-Bild mit »zwei Front-Schweinen des Sport-Fernsehens«)

*

»So cool, wie er wirkte, war er nicht immer.« – Warum? – »Vor dem Rennen musste er sich oft übergeben. Die ganze Anspannung ist ihm auf den Magen geschlagen. Ich habe ihn immer beobachtet, und wenn er auf die Toilette ist, bin ich hinterher, habe neben ihm gepieselt und gefragt: ›Wie geht’s heute, James?‹« (Niki Lauda im FAS-Interview über Psycho-Spielchen mit seinem Rivalen James Hunt)

*

Formel-1-Wagen haben natürlich keine Standardsitze. Mein Sitz wird mir angegossen. Ich sitze in einem Riesensack, der mit Schaum gefüllt wird. Der Schaum passt sich meinem Körper an und wird hart. (…) Der ganze Sitz wiegt eineinhalb Kilo, den kann ich mit einem Finger hochheben. (…) Die Beine lagern hoch und der Fahrer sitzt so tief, dass er gerade sieht, wo er hinfährt, zumindest auf der Ebene oder bergab. Geht es bergauf, fahre ich aus der Erinnerung, die Strecke sehe ich nicht.« (Nico Rosberg in einem Beitrag für das SZ-Magazin)

*

»Ich führe aber ein relativ eventloses Leben und bin den Events, noch schlimmer: den Mega-Events, eher etwas abhold. Ich suche sie nicht.« – Was suchen Sie denn? – »Die Beschaulichkeit. Das ist ein schönes Wort: beschauen, etwas in Ruhe betrachten. (…) Diese unglaubliche Geschwätzigkeit heutzutage hat was mit der Angst zu tun, selber dem Nichts preisgegeben zu sein.« (Gerhard Polt in der Interview-Serie des Zeit-Magazins »Das war meine Rettung«)

*

»Scheiße für Fortgeschrittene.« (Ibrahimovic im Spiegel über Guardiolas »philosophische Ansprachen« in der Kabine)  (gw)

Veröffentlicht von gw am 30. September 2013 .
Abgelegt unter: gw-Beiträge Anstoß | Kommentare deaktiviert

Montagsthemen (vom 30. September)

Wer ist Lena Kruske? Die Freundin von Sami Khedira? Nee, die heißt Lena Gercke, das weiß doch jeder Fußball-Fachmann. Also, wer ist Lena Kruske? Sie kennen sie, sehen sie fast täglich. Sie haben Bedenkzeit bis zum Kolumnenende.
*
Woran erkennt man überhaupt einen Fußball-Fachmann? Er kennt den Unterschied zwischen Doppel-Sechs und Doppel-Sex.
*
Entschuldigung. Peinlicher Ausrutscher. Habe die »Montagsthemen« mit einer Büttenrede für »Da steppt der Bär beim MDR« verwechselt.
*
Zwei Tore zum Genießen: Lewandowskis Lupfer – ganz groß. Aber auch Reus’ »Abstauber«, der keiner war, sondern ein Geniestreich: Andere hätten den Ball auf den Torwart gedroschen, Reus aber streichelte ihn ins Tor, so zart und sanft, dass ich die liebste Zielgruppe seufzen höre: Ach, hätte meiner doch so viel Gefühl in den Händen wie dieser Junge im Fuß …
*
Auch nach der Leichtathletik-Saison werden Weltrekorde gebrochen, nicht nur in Berlin. In Sydney lief Hürden-Olympiasiegerin Sally Pearson neue 100-Meter-Bestzeit. Alter Rekord: 19,39. Erschwernis: Sie lief nicht über Hürden (Weltrekord: 12,21), sondern mit einem Löffel in der Hand und einem Ei auf dem Löffel. Neuer Weltrekord im 100-m-Eierlauf: 16,59 Sekunden.
*
Ebenfalls auf der anderen Seite des Globus: Das Kugelstoß-Wunderkind Jacko Gill (18) hat einen neuen Trainer. Nun könnte man mit Recht der Meinung sein, als Nachricht sei dies die Belanglosigkeits-Steigerung des in China umfallenden Sackes Reis. Doch hier steckt der Nachrichtenwert in einer Zahl in Klammern hinter dem Namen des Trainers Les Mills: (78). In Worten: achtundsiebzig. Senioren aller Länder, schaut auf diesen Mann!
*
Als Laie muss ich mal ganz naiv fragen: Was hat das mit Segeln zu tun, wenn das Schiff fliegt und nur ein Stäbchen ins Wasser ragt? Was ist der Unterschied zur Red-Bull-Show mit dem aus dem Himmel plumpsenden Österreicher? Auch das wurde zum Weltevent mit sportlichem Einschlag hochgejauchzt, dazu noch als technischer Meilenstein für die Menschheit. Dabei ist’s nur ein Milliardärs-Spielzeug. Oracle-Orakel: Bei der nächstlogischen Weiterentwicklung ragt auch kein Stäbchen mehr ins Wasser, und Ellison darf nur noch bei den Segelfliegern mitspielen.
*
Britta Steffens Rücktritt ist die logische Konsequenz einer erfüllten Karriere. Sie hatte es trotz ihrer Goldmedaillen nie leicht mit den Medien und den Funktionären. Als sie einmal wegen schwächerer Leistungen hart kritisiert wurde, merkte sie an, damit immerhin »nicht den Weltfrieden zu gefährden«. Dafür gab es Buh-Rufe, die aber nur die Buh-Rufer bloßstellten. Meinen Beifall hatte sie, auch für die Antwort auf die Frage, was sie an sich selbst für besonders gelungen halte: »Ich bin sehr kritisch mit mir, aber meine Ohren finde ich ganz hübsch.« Noch besser bei ihr gelungen ist das, was zwischen den Ohren liegt.
*
Ähnlich bei Sebastian Vettel. Im Gegensatz zum frühen Schumi ein rundum prima Kerl, was kein hessischer Lokalpatriotismus ist. Dass er im Ausland ausgebuht wird, kann er verschmerzen. Den schrillen Ton geben die Ferraristi an, die aber heimlich zu ihrer Mutter Gottes beten, dass Vettel schnellstmöglich einer der Ihren werden möge.
*
Er ist keine Steffen und kein Vettel sondern …   nein, kein Wort zu Boris Becker und seiner Autobiographie. Allerhöchstens ein Fall für die »Da steppt der Bär«-Bütt’.
*
Steppen auf der Bühne: Haben Sie gesehen, wie die CDU-Spitze nach der Wahl in Verzückung geriet, auf der Bühne tanzte und sang (Angela Merkel im Joe-Cocker-Stil)? Dass sie ausgerechnet »Tage wie diese« der Ex-Punker Tote Hosen anstimmten … Campino wurde da zum sauren Drops.
*
Wer ist Lena Kruske? Sie joggt fast täglich vor der »Tagesschau« für die Commerzbank durch Frankfurt, nicht ganz so schnell wie der neue Marathon-Weltrekordler aus Kenia,  aber  bankensystemkritischer als Sahra Wagenknecht. Lena Kruske heißt wirklich Lena Kruske und ist  im wahren Leben Commerzbank-Filialdirektorin in Hamburg. Dass ausgerechnet die Commerzbank jene Praktiken geißelt, die sie selbst in den Quasi-Untergang geführt hatten (und wir sie mit unserem schönen Geld retten mussten), ich glaube, so etwas nennt man Chuzpe. Und Lena läuft und läuft, demnächst in einem neuen Spot.
*
Chuzpe. Dazu auch meine Schlagzeile der Woche: »Drei Jugendliche klagen gegen hohen Migrantenanteil unter Mitschülern.« Was keine rechtschaffene Empörung über Rechtsgerichtete auslöst, denn zur Mann-beißt-Hund-Schlagzeile gehört auch die Chuzpe der Klagenden: Es sind keine Neonazis, sondern drei Jugendliche mit türkischen und arabischen Wurzeln, die ihre schlechten Noten auf zu geringen deutschen Muttersprachler-Anteil in ihren Klassen zurückführen.
*
Was ist Chuzpe? Wikipedia: »Eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit«  (gw)

Veröffentlicht von gw am 29. September 2013 .
Abgelegt unter: gw-Beiträge Anstoß | Kommentare deaktiviert

Sonntag, 29. September, 6.20 Uhr

Nirgendwo wird noch die christliche Sonntagsruhe eingehalten – außer in meiner Mailbox. Samstags tröpfelt’s nur noch, in der Nacht zum Sonntag herrscht völlige Ruhe, tagsüber auch, erst am Abend klingelt’s wieder in der Box, danach rattert es Werktag für Werktag. Das kann nicht nur daran liegen, dass die echte Kolumnen- und Blog-Klientel vom Arbeitsplatz aus mailt, denn auch die Spams halten Sonntagsruhe. Wie kommt’s?

Stichwort christlich. Aus den Meldungen der Nacht: In der Debatte über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hat der Mainzer Kardinal Karl Lehmann auf hohe Dunkelziffern auch an anderer Stelle hingewiesen. ‘Mich hat natürlich auch von Anfang an geärgert, dass es ganze Bereiche von sexuellem Missbrauch gibt, die in der Öffentlichkeit viel weniger Aufmerksamkeit finden’, sagte der Bischof der Nachrichtenagentur dpa. ‘Es gibt eine hohe Dunkelziffer im Sport, es gibt ungeheure Zahlen von Missbrauch in den Familien, es gibt auch Missbrauch, wo man es nicht vermutet, etwa im Beratungswesen und in der Therapie.’ – Und damals bei den Grünen, als Steigbügelhalter für Pädophilie.

Pädophilie: ein beschwichtigendes Wort. “Freundschaft zu Kindern” als Tarnung für ekligst kriminelle Machenschaften. Ihre entscheidenden Prozente haben die Grünen nicht durch den Veggie-Day (blöde Idee, schreckte aber nur die ab, die sowieso nicht Grün wählen würden) und Steuererhöhungs-Pläne verloren, sondern durch ihre damalige Haltung und spätere Unterdenteppichkehrung zur und von Vergewaltigung (ist’s immer) von Kindern.

Große Koalition: Dass die SPD sich noch ziert, ist verständlich, dass sie mitmacht, ist klar. Nicht klar und verständlich ist mir ihre Urangst, wieder untergebuttert zu werden. In der großen Koalition klein gemacht zu werden, ist kein Naturgesetz. Wette: Wenn die SPD die große Koalition mit- und durchmacht, wird sie bei der nächsten Wahl deutlich über 30 Prozent und der CDU zumindest sehr viel näher kommen als jetzt. Es sei denn, sie vergeigt’s aus eigener Kraft bzw. Ohnmacht.

Real Madrid. Verliert Stadtderby. Der 100-Millionen-Mann sitzt eine Halbzeit lang auf der Bank. Manchmal erhält Perversität dann doch die gerechte Strafe.

Das übliche Lamento um diese Zeit: Noch nix auf dem Zettel für die “Montagsthemen” außer einem Weltrekord im Eierlaufen und dem Reus-Tor, das kein Abstauber, sondern ein Geniestreich war. Wenn ich nicht die jahrzehntelange Erfahrung hätte, dass Morgenstund Themen und Ideen im Mund hat, würde ich denken: Das wird nix mehr. Aber dann werde ich mich wie immer zügeln müssen, um nicht die ganze Zeitungsseite voll zu schreiben.

Heute früh ein paar Mal “nix” geschrieben. Soll ich nicht. Gefällt der Liebsten nicht, die mir gleich knicksend den Kaffee servieren wird. Draußen nur dunkel, drinnen zwei Tässchen.

Kaffee. Mir auch ein Mailbox-Rätsel: Warum trinke ich ein Mal in der Woche und nur am frühen Sonntagmorgen Kaffee, ansonsten nur Kräutertee? Apropos Kräutertee: Gestern ist es mir erstmals gelungen, die wiederverschließbare Packung so zu öffnen, dass sie wiederverschließbar und nicht zerfetzt ist.

Ach ja, das noch: Rückhalt bekommen für den Blogeintrag zum Segeln und zum Klimarat. Vielleicht übernehme ich es dann doch beiläufig in die “Montagsthemen”.  Wenn’s gut läuft, stehen sie schon früh online, wahrscheinlich aber erst am späten Nachmittag. Muss zwischendurch wieder zu den “Opfern der Zeit” ins bergige Bergische Land. Bis dann.

 

 

Veröffentlicht von gw am 29. September 2013 .
Abgelegt unter: Blog – Sport, Gott und die Welt | Kommentare deaktiviert

Freitag, 27. September, 11.50 Uhr

Doppelschlag schon online: “Nach-Lese” fürs Feuilleton, “Stammtisch” für den Sport (Links rechts). Ich wollte ja auch noch die seltsame Segel-Show thematisieren, aber als Segel-Laie  hätte ich mich erst einmal ein bisschen kundiger machen müssen. Laienhaft: Was hat das mit Segeln zu tun, wenn das Schiff fliegt und nur ein Stäbchen ins Wasser ragt? Was ist das überhaupt für ein Sport, den sich nicht die Oberen Zehntausend leisten können, sondern nur die oberen Zehn bis Fünfzig? Für mich ähnelt das der Red-Bull-Show mit dem aus dem Himmel plumpsenden Österreicher, das wurde auch zum megageilen Weltevent mit sportlichem Einschlag hochgejauchzt, dazu noch als technischer Meilenstein für die Menschheit. Dabei ist’s nur ein Milliardärs-Spielzeug.

In den HR-Nachrichten gerade gehört, was das Ergebnis des Weltklimarat-Papiers  ist: der Anstieg des Meeresspiegels. Sonst nix. Nicht gemeldet wurde, dass der prognostizierte Temperaturanstieg seit 15 Jahren ausbleibt (steht aber auch im Papier). So pickt sich halt jeder raus, was er will und in seinen Kram passt, meist in den staatlich stattlich geförderten Instituts-Kram. Aber auch hier: Bin nicht kundig genug, um mir im Blatt eine Meinung leisten zu wollen. Am meisten überzeugen mich noch die Interviews von Hans von Storch, der keiner der Parteien anzugehören, sondern ein echter, unabhängiger Fachmann zu sein scheint. Er sieht durchaus den Klimawandel, kritisiert aber alarmistische Methoden und die falschen Rechenmodelle und sagt auch, dass es drängendere Probleme auf der Welt gibt als den Klimawandel. Finde ich auch, als Laie. Auf einem Gebiet bin ich aber ein Fachmann wie Hans von Storch: Er ist Donaldist, und da kann er nicht viel mehr wissen als ich. Er hat nur einen Vorteil: seinen Namen. Mit dem ist man von vornherein Ehrenbürger von Entenhausen.

Veröffentlicht von gw am 27. September 2013 .
Abgelegt unter: Blog – Sport, Gott und die Welt | Kommentare deaktiviert

Baumhausbeichte - Novelle