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Sonntag, 25. August, 7.05 Uhr

“Warum stehen Sie Sonntags immer schon zu solch früher Stunde auf? Das habe ich schon nicht verstanden, als Sie noch abhängiger Beschäftigter  waren. Als unabhängiger Schreiber verstehe ich es aber auch nicht. Das  ist für uns Leser schon nett, bereits an einem freien Sonntag morgens die ersten Anregungen lesen zu  können, aber der Grund dürfte doch ein  anderer sein”, fragt und schreibt Thomas Koch.

Ja, warum eigentlich? Ich antwortete: “Reine Gewohnheit. Erst das Schreiben, dann die lange Redaktionsarbeit. Die fällt jetzt zwar weg, aber dafür unternehme ich dann etwas. Daher habe ich etwas vom Sonntag, trotz Blog und Montagsthemen.” – Aber ist das die ganze Wahrheit? Bin ich zwanghaft? Nee, und schon beginne ich heute später als üblich.

Thomas Koch, unser langjähriger Leser aus Wiesbaden, fragte in einem P.S. zu seiner “Wer bin ich?”-Lösung. Schon viele Lösungen sind eingegangen, einige auch mit Anmerkungen wie von Doris Heyer aus Staufenberg: “Das Postfach quillt wahrscheinlich über, denn ich habe mich an die Anfangszeit von Wer bin ich? erinnert, damals ging
es doch los mit Halla, und danach wurde es dann immer schwerer und für mich manchmal auch nicht mehr lösbar.” – Ja, diesmal war es – vielleicht!? – wirklich etwas einfacher, was auch den schönen Vorteil hatte, Stammleser der Kolumnen kennenzulernen, die erstmals mitmachten. Wie Klaus-Dieter Willers aus Hungen: ”Nachdem ich noch nie eine Lösung eingeschickt habe, sondern alles nur aufmerksam verfolgt, will ich diesmal aber mitraten.” Es gab auch liebenswürdige Anmerkungen der “Neuen”: “Ich lese Ihre Rubrik mit viel Spaß. Sie bringen die Dinge oft auf den Punkt.” (Ulrich Schultheis/Friedberg).

Klaus Meisinger aus Niddatal: “Ansonsten liegt es mir am Herzen, Ihnen einmal zu sagen, dass Ihr Anstoss für mich das Highlight der täglichen Zeitungs-Lektüre darstellt. Die Art, wie Sie Politisches und Weltliches mit sportlichen Themen verbinden, ist sehr interessant und unterhaltsam. Egal, ob Sie über Doping, Griechenland oder auch die Eintracht referieren, es ist immer lesenswert. Machen Sie bitte so weiter und gehen Sie ja nicht in Ruhestand (wie Sie es das eine oder andere Mal schon erwähnt haben), mir würde echt etwas fehlen. Das schreibt Ihnen ein Vorruheständler!”  Danke. Ich betone zwar immer, dass mir Kritik oft mehr gibt als Lob, aber stimmt das auch? Ich gehe mal ganz kurz in mich …. NEIN! Dankeschön.
Schön auch, wenn alte Kumpel dank “Wer bin ich?” auftauchen: “Als ständiger Leser Deiner Anstoß-Kolumne, der sich oft ein Grinsen nicht verkneifen kann, habe ich als Neu-Pensionär jetzt mehr Zeit, um auch an Deiner “Personen-Recherche” “Wer bin ich?” teilzunehmen. (… es folgt die Lösung …) Bitte amüsiere mich weiterhin mit Deinen hintergründigen Kolumnen, obwohl ich sicher nicht zu Deiner “liebsten Leser-Gruppe” gehöre!”, schreibt “Dein Ex-Kommitlitone und Leichtathletik-Mitstreiter Reinhard Schmandt”.

Eine Zuschrift der etwas anderen Art: “Wie schwer musste es auch diesmal wieder für Sie sein, nach kürzlich heftig zu ertragener Kritik, sich erneut  für eine derart anspruchsvolle selbst antwortgebende Fragestellung zu entscheiden und hier auch noch 3 Punkte auszuloben. Ihr Einverständnis voraussetzend teile ich Ihnen zur Augustrunde 2013 lediglich die 3 Lösungsnamen mit. Sie werden im Nachfolgenden nachvollziehen können, welches dafür meine  Beweggründe sind. Sie kennen ja bereits meine Abhandlungen zu verschiedenen vergangenen Lösungsermittlungen. Diese waren oft dadurch geprägt, dass äußerst umfangreiche Gedankenspiele mit aus meiner Sicht logisch zusammengesetzten Lösungstatbeständen zu „akrobatischen“ Verrenkungen mit der Folge führten,  dass Lösungen auch dementsprechend gewandt im Leerlauf endeten. Ach, da fällt mir doch dazu und  zu „Akro…“ noch etwas ein! Ja, ich erinnere mich! Ihre  „Steffi Graf“ erschließt sich mir dabei  gedanklich und erinnerlich, die sich Ihnen kürzlich in einer vergangenen  „Wer bin ich ? Runde 2013“ akribisch auftat und spontan von Ihnen für Ihre Mitstreiter der Rategemeinschaft  auserkoren worden war. Das war eine besonders freundliche „ akro…, wie heißt doch noch das zugehörige Wort“, naja akrobatische Freundschaftsbekundung uns gegenüber. Ich scheute eben auch dazu gehörend und  erneut  keine aufopferungsvolle  Mühe, Ihnen, selbstverständlich auch Ihnen zur Ihrer Freude dargereicht, verschiedene Lösungsnamen zu unterbreiten. Ich führe dabei unseren Ulle und unseren Michi Schumacher an. Und dies natürlich in Erinnerung an  meine vorerwähnten  gewandten Leerläufe” … tja. Muss ich alles verstehen? Welche heftige Kritik? Wer klärt auf?

Und nun zu meinem üblichen Gequengel, noch völlig ahnungslos zu sein, welche Montagsthemen in die “Montagsthemen” kommen sollen. Am meisten interessiert mich eine Aussage des Chefs von Gut Neuhof in einem FAZ-Interview, dem es “immer darum ging, das Gut Neuhof auf drei Beine zu stellen, weil bekanntlich ein Stuhl mit drei Beinen nicht wackelt”. Och. Stimmt das? Die Liebste sagt ja und verweist darauf, dass ein Schemel drei Beine hat. Aber wie soll ich die ungelöste Frage in die “Montagsthemen” einbringen?

So. Der Knicks kommt. Kaffee ist fertig. Pause. Bis später.

 

Baumhausbeichte - Novelle