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Michael Fliegl: Rassismus

Habe mich als Tätowierter in letzter Zeit mal genötigt gefühlt, Ihnen den Narrhalla-Marsch zu blasen, aber Sie haben ja jetzt schon hierzu Margarine bei die Frösch’ gegeben.
Vielleicht entwischt Ihnen ja in einem unaufmerksamen Moment mal ein Dopingkommentar und Ihr grösster Horror träfe ein, e bissi Freud’ macht sich bei dem Gedanken breit.
Kurzer Kommentar zum heutigen Anstoss-Thema.
Der Empfänger einer Nachricht legt deren Inhalt fest, heisst : wenn sich Da Costa, Asamoah, Boateng oder werauchimmer rassistisch beleidigt fühlen handelt es sich auch um Rassismus, ganz wurscht was auch immer der Beleidiger für eine Motivation hatte.
Es geht vor allem um die Respektierung und den Schutz von Minderheiten, Menschen mit schwarzer Hautfarbe sind hier i. d. R. eine ebensolche (möglicherweise auch Rothaarige )
Es steht Ihnen natürlich frei das wie auch immer zu interpretieren, aber so ist nun mal die Faktenlage.
Mich könnte jemand z. B. “Salzneger” nennen, das zählt hierzulande nicht als rassistische Beleidigung, weil eben die allerallermeisten hier Salzneger sind.
Keine Ahnung wie das in anderen Kulturkreisen gehandhabt wird, ob ich mich als Fußballer in China oder Japan durch den Ausdruck “Langnase” rassistisch beleidigt fühlen sollte oder ob ich als beispielsweise hellhäutiger Bewohner eines afrikanischen Staates den Begriff “Weißbrot” als rassistisch verbieten lassen könnte.
Jedenfalls muss man respektieren, wenn sich jemand rassistisch beleidigt oder verunglimpft fühlt, da bin ich auf jeden Fall solidarisch und auf Seiten des Beleidigten, Punkt .
Beste Grüße & happy weekend
Ihr Vuulsbercher Saalzneecher Michael Fliegl

Baumhausbeichte - Novelle