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Walther Roeber: Wie geht’s?

Zunächst “Danke schön!” für die Sommergeschichten; schöne Sachen
ausgegraben, gute Unterhaltung, ab und zu ein Grinsen nicht zu verkneifen…

Ich frage mich allerdings, wie es Ihnen momentan so gehen mag.

Fühlen Sie Genugtuung, dass nach all den Jahren Dinge ans Licht kommen,
die Sie schon damals “angerissen” haben?

Fühlen Sie Verbitterung, weil da jetzt welche aus ihren Löchern
gekrochen kommen, die es damals schon genauso gut gewusst haben?

Sind Sie sauer, ob all der Scheinheiligkeit, mit der auch die heutigen
Funktionäre und Verantwortlichen sich hinstellen und ihre Hände in
Unschuld waschen?

(Pontius Pilatus ist ein Waisenknabe dagegen, oder sollte man Luther
heranziehen, von wegen hier stehe ich, ich kann nicht anders?).

Beim Lesen mancher Äußerungen könnte einem die Galle hochkommen.

Arbeiten Sie daran, die komplette Arbeit der Universität in die Finger
zu bekommen, um diese dann “auseinanderzunehmen”?

Ist man eigentlich auch schon an Sie herangetreten wegen weiterer
Stellungnahmen? Immerhin waren Sie ja einer der ersten, der das Thema
publik gemacht hat.

Sie waren doch mit Ralf Reichenbach befreundet: Können Sie diese
Äußerung bestätigen, dass er bereit gewesen sein soll, für einen
Olympia-Sieg Gott weiß nicht was zu opfern?

(Habe den Wortlaut nicht zur Hand, soll wohl von M.Ommer kommen…)

Was brächte in dem Zusammenhang eine “Strafbarkeit”? Und wofür oder
wogegen? So wie Drogen-Mißbrauch?

Alkoholiker werden auch nicht dafür bestraft, dass sie Alkoholiker sind,
sondern erst, wenn sie unter Alkohol-Einfluss straffällig werden…

Wo zieht man die Grenze?

(Walther Roeber/Bad Nauheim)

Baumhausbeichte - Novelle