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Barbara Tomsch: Meine zwei “Haustierchen”

»Zum ‘Anstoß’ vom 29. 7. 2013: Ich gehöre zu den Lesern Ihrer Texte, seit es diese gibt, mithin also zur ›liebsten Zielgruppe«. Ohne Handy, PC oder sonstige elektronische Hilfsmittel lebend, nutze ich die altmodische Art der schriftlichen Kommunikation, um eine Anmerkung zu obigem Artikel zu machen.

Obgleich ich Ihre Nutzung der deutschen Sprache für Witz, Humor und Ironie sehr schätze, will ich doch über Knastis, Seeleute und Zuhälter mit Tattoos etwas anmerken: Ich gehöre zu keiner der drei Personengruppen, bin schon reifen Alters und seit 22 Jahren stolze Trägerin von zwei ungewöhnlichen Tätowierungen! Im Ausschnitt trage ich eine Vogelspinne, auf dem rechten Oberarm eine Klapperschlange.

Gerne hätte ich diese Körperbilder als Petticoat-Trägerin mit zwölf Jahren gehabt; dem Ratschlag meines sehr modernen Vaters folgend wartete ich ab, bis auch der ‘Letzte, der was dagegen haben könnte’, nicht mehr da war.

Also, lieber (gw), es gibt so viele verschiedene Gründe für Tätowierungen, wie es Tätowierte gibt!

Mir haben meine ‘zwei Haustierchen’ viel Selbstwertgefühl gegeben, als ich es sehr nötig hatte. Ich trage sie stolz bis ans Lebensende – einen Petticoat aber nicht mehr (wegen ‘bleicher Beine’). (Barbara Tomsch/Reichelsheim)

Baumhausbeichte - Novelle