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Walther Roeber: Paletti im “Teekessel”

Meine “paletti”-Erinnerungen gehen erheblich weiter in die Vergangenheit und sind -leider?- viel profaner.

 

Ein beliebtes Kinderspiel war zu meiner (Ihrer? unserer?) Zeit in den 50ern das “Teekessel-Raten”.

Keine Ahnung warum es “Teekessel” hieß, aber es ging darum, einen Begriff, der mehrere Bedeutungen hat, zu umschreiben.

Ähnlich wie bei Scharaden oder “Dingsbums”… z.B. also “Mein Teekessel wächst am Gartenzaun”, “Mein Teekessel zieht ein

Auto aus dem Graben” usw.   (das wäre also eine Winde).

Die Palette kam natürlich auch vor, einmal als Werkzeug des Kunstmalers für seine Farben, zum anderen als Werkzeug

für Konditoren, die mit der Palette z.B. Creme auf Tortenböden glatt strichen. An die Palette als Transportmittel haben wir

damals noch nicht gedacht… Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir in diesem Zusammenhang aber schon davon sprachen,

dass etwas paletti war, wenn es schön glatt gestrichen war, schließlich kamen zu der Zeit auch Italien-Urlaub und italienische

Gastarbeiter allmählich “in Mode”.

 

Ich hoffe, dass Sie nach entsprechenden Mengen Weissbier dennoch gut nach Hause gebracht werden und Ihr Fahrrad einen

Platz auf dem Fahrradträger hat, nach 3-4… Weissbier ist man nicht mehr unbedingt fahrtüchtig.

 

(Walther Roeber/Bad Nauheim)

 

PS. Ansonsten hat der Stammtisch viele Dinge wieder mal “glatt gebügelt”, erfrischend “paletti” :-)

Baumhausbeichte - Novelle