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Ohne weitere Worte (vom 25. Juni)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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Jubel in Dortmund: BVB-Chef Watzke sprach gestern sein 100. Machtwort in der Affäre Lewandowski. Begleitet von drei Spielmannszügen, sagte Watzke: »Schluss jetzt«, was genau genommen zwei Machtworte waren. (…) Lewandowski bleibt auf jeden Fall bei Borussia Dortmund, und zwar mindestens bis übermorgen. (…) Kein anderer Spieler der Welt ist so begehrt wie der Pole. Ihm lag sogar eine Offerte von Arminia Bielefeld vor. (»Zippert zappt« in der Welt)
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»Das ganze letzte Jahr hat Spaß gemacht, auch als ich nicht gespielt habe. Wir haben eine Riesentruppe. Ich war 20 Jahre bei der Eintracht und kann versichern: So eine tolle Mannschaft mit solch feinen Kerlen war nie dabei.« (Oka Nikolov im FR-Interview)
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»Thomas Müller (…) ist für jede Mannschaft ein Geschenk des Himmels.« – Warum? – »Er ist offen und wirkt integrierend, auch außerhalb des Feldes. Er steckt viele im Team mit seiner unverkrampften, fröhlichen, positiven Art an. Gleichzeitig ist er wissbegierig, aber auch sensibel.« (Hans-Dieter Hermann, Psychologe der deutschen Nationalmannschaft, im Zeit-Interview)
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Sie nannten Lahm, Müller, Ribery, Schweinsteiger für die Wahl zum Welt-, zu Europas und Deutschlands Fußballer des Jahres. (…) Wie würden Sie wählen? – »Müller wird die kommenden Jahre noch mehrmals ausgezeichnet, also sage ich: Lahm zu Deutschlands Fußballer des Jahres, Schweinsteiger zu Europas Fußballer und Ribery zum Weltfußballer.« (Jupp Heynckes im Kicker-Interview)
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Jupp Heynckes hat Sie als Kandidaten für den Weltfußballer genannt – wie auch Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm. Wird es denn für Sie sicher ein Bayern-Profi? – »Ganz ehrlich: Wenn es diese Saison keiner von uns wird, dann wird es wohl nie mehr einen Weltfußballer vom FC Bayern geben.« (Thomas Müller im Sport-Bild-Interview)
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Felipe Santana gab BVB-Coach Jürgen Klopp eine Mitschuld an der gravierenden Muskelverletzung von Mario Götze, bezeichnete es als »dumm«, den Jungstar bereits am Dienstag vor dem Champions-League-Finale wieder trainieren zu lassen. (…) Den schärfsten Konter fuhr nun aber BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (…): Santana könne den Fall »von seinem Intellekt her nicht einmal ansatzweise beurteilen«. (Kicker)
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Eaton amüsiert sich über die Eindimensionalität des amerikanischen Publikums. »Basketball und Football versteht jeder«, sagt er. »Die Zuschauer in Amerika applaudieren am Ende dem Sieger des 1500-Meter-Laufes. Leichtathletik ist wirklich exklusiv: etwas für gebildete Menschen.« (FAZ, den Zehnkampf Weltrekordler Ashton Eaton zitierend)
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»Wie kann man Olympische Spiele in ein Land vergeben, das nicht mal Schul-Sportunterricht hat?« (Juca Kfouri, Brasiliens bekanntester Sportreporter, im SZ-Interview)
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»Mein Internist meint, ich habe einen Ruhepuls wie Eddy Merckx.« (Finanzminister Wolfgang Schäuble im Stern-Interview)
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Wäre einer wie Helmut Kohl heute noch als Kanzler denkbar? – »Wäre Fritz Walter bei Bayern München heute Spielmacher?« (Schäuble/Stern)
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Werden weltweit Karrieren durch Katastrophen mit ermöglicht? – »Ja, die Krise ist das Potenzial der Demokratie. Politiker können zeigen, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen.« (…) – Das heißt, eigentlich ist es für Sie wie ein Abstaubertor im Fußball? – »Einerseits ja. Andererseits erwarten Bürger den Trost der Politik. George W. Bush kam nach dem Hurrikan ›Katrina‹ zu spät ins Krisengebiet. Man kann also auch frei vor dem Tor stehen und es noch vergeigen.« (Paula Diehl, Politikwissenschaftlerin, im Spiegel-Interview)
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Eklat zwischen Merkel und Putin. (Titel-Schlagzeile der Welt am 22. Juni)
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Merkel und Putin wenden Eklat ab. (Titel-Schlagzeile der Süddeutschen Zeitung am 22. Juni)
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Lebt Totilas noch? (Schlagzeile in Sport-Bild (gw)

Baumhausbeichte - Novelle