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Er war’s: Sonny Liston (“Wer bin ich?”-Auflösung vom 19. Juni)

»Wenn Sie nicht den Hinweis mit dem LP-Cover gegeben hätten, wäre es für mich schwer geworden. So aber war’s leicht. Egal, ob man das Album besitzt oder nicht, als Musik-Fan muss man bei dem Cover-Tipp automatisch auf Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band kommen. Wenn man sich dann die ›Besetzungsliste‹ des Covers anschaut, fallen einige wie Marlene Dietrich oder Stan Laurel schnell weg. Übrig bleibt der diesmal gesuchte Sonny Liston« (Ralf Kranich/Großen-Buseck).

* Stimmt, er war’s. Ich hatte lange überlegt, ob ich Sgt. Pepper mit in die Tipps aufnehmen sollte. Weil: zu verräterisch. Aber es war auch zu verführerisch, sich vorzustellen, wie WBI-Leser zur Platte greifen, das Cover studieren und, vielleicht, noch einmal die Titel anhören, bis zum »A Day in the Life« am Schluss.

* Klaus Pradella (Heuchelheim), HR-Hörern wohlbekannt und ein lieber alter Sportredaktions-Kollege, findet die weiteren Liston-Spuren: »Bei ihm ist unklar, wann er geboren wurde, wohl irgendwann zwischen 1926 und 1933, selbst seine Mutter wusste es nicht, sein Tod ist vermutlich durch eine Überdosis Heroin verursacht worden. Ganz klar ist das aber auch nicht. Er konnte nicht lesen und schreiben, Mark Knopfler hat ihm einen Song gewidmet (Song for …), der frühere Songwriter Phil Ochs hat eine Ballad of … gesungen, Nick Tosches hat eine Biografie über ihn veröffentlicht (Der Teufel und …) und Alfred Hrdlicka hat als Fan moderner Gladiatoren eine Plastik hergestellt, die in Stuttgart auf dem Stauffenberg-Platz steht. Und schließlich stehen auf seinem Grabstein in Las Vegas tatsächlich nur die beiden Worte ›A Man‹.«

* Paul-Gerhard Schmidt (Nieder-Ohmen) löst das letzte Rätsel: »Das berühmte Foto stammt aus dem zweiten Kampf Listons gegen den ›Größten‹. Nach einem Phantomschlag Alis, der kaum erkennbar war, ging Liston zu Boden und wurde ausgezählt. Auf dem Foto steht Ali über ihm und schreit ihn an. Nicht wenige vermuteteten damals, dass Sonny Liston absichtlich verloren hat.«

Spätere Film-Analysen ergaben, dass Ali  blitzschnell einen schweren Treffer landete und Liston schon im Fallen ohnmächtig war. Eine weitere interessante Neben-Information bei der Recherche für das Liston-Rätsel: Der nur 1,85 m große »hässliche Bär« (Ali) hatte eine größere Reichweite als die Zwei-Meter-Klitschkos! Wer mehr über den geheimnisumwitterten Boxer lesen will, dem sei Nick Tosches’ Biografie empfohlen: »Der Teufel und Sonny Liston – Aufstieg und Fall einer Boxlegende« (Heyne Verlag / bei Amazon sind allerdings nur noch gebrauchte Exemplare erhältlich). * Diese 26 Teilnehmer fanden die richtige Lösung:

Jost-Eckhard Armbrecht (Buseck) Dr. Joachim Bille (Reiskirchen) Dr. Sylvia Börgens (Wölfersheim) Wolfgang Egerer (Rodheim) Waltraud Griep (Rosbach) Doris Heyer (Staufenberg-Treis) Andreas Hofmann (Bad Nauheim) Thomas Koch (Wiesbaden) Ralf Kranich (Buseck) Sven Liebig (Bad Vilbel) Dr. Paul Limberg (Linden) Regina Loyo-Stumpp (Wettenberg) Uwe Paulus (Biebertal) Klaus Pradella (Heuchelheim) Walther Roeber (Bad Nauheim) Karola Schleiter (Florstadt) Rüdiger Schlick (Reichelsheim) Horst Günter Schmandt (Pohlheim) Paul-Gerhard Schmidt (Nieder-Ohmen) Jochen Schneider (Butzbach) Prof. Peter Schubert (Friedberg) Manfred Stein (Feldatal) Peter Storm (Wißmar) Frank Weger (Gießen) Martina Wenzel (Wöllstadt) Steffen Wenzel (Pohlheim)

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Glückwunsch und: Respekt! – Eine neue Gesamtwertung (an der sich vorne kaum etwas geändert hat) wird nach der Juli-Runde veröffentlicht. Alle, die diesmal daneben lagen (beliebtester Fehltipp: Johnny Weissmüller), tröstet Sven Liebig, einer der 26 Gewinner: »Die Lösung ist nie einfach, wenn man es nicht weiß.« (gw)

Baumhausbeichte - Novelle