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Dr. Sylvia Börgens: Kleine Mäkelei

Kleine Mäkelei zu Ihrer Samstagskolumne: Auf Deutsch heißt es Tripel, Quadrupel, Quintupel usw. Die Anglifizierung unserer Sprache ist zwar unaufhaltsam, aber Sie als Germanist sollten doch dagegenhalten.

Zum Gender-Kokolores eine sanft ironische Episode aus dem Buch “Corduroy Mansions” von Alexander McCall Smith: Der sehr sympathische Hund der Hauptperson William French war zuvor Drogenschnüffelhund am Flughafen Heathrow gewesen, wurde aber ausgemustert, da im Zuge der Gender Correctness gleich viele weibliche wie männliche Hunde in Dienst gestellt wurden. Das Ergebnis war übrigens katastrophal, weil sich die Rüden von da ab natürlich viel mehr für die Hündinnen als für irgendwelche Drogen interessierten …

Aus einer persönlichen Begegnung 1998 mit der von mir sehr verehrten Dichterin Hilde Domin habe ich folgendes mitgenommen: Sie beschrieb ihre Eintragungen in dem bekannten FAZ-Magazin-Fragebogen (“Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann/bei einer Frau am meisten?”) so:

“Mann: Herz, Hirn, Rückgrat und die notwendige Portion Weiblichkeit” – “Frau: Herz, Hirn, Rückgrat und die notwendige Portion Männlichkeit”! Mehr Worte braucht es nicht. (Dr. Sylvia Börgens/Wölfersheim)

Baumhausbeichte - Novelle