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Highlights sind subjektiv

Liebes Eintracht Tagebuch, heute hat mich jemand gefragt, was ich denn am Besten oder Interessantesten in diesen letzten so extremen Fußball-Tagen fand?

Den nervenaufreibenden Sieg gegen Schalke, die Hammerspiele in der Champions League, die Steuergeschichte um Uli Hoeneß, den Wechsel von Mario Götze zu Bayern und der zeitlich unfassbar fiese Zeitpunkt, das bekannt zu geben, der Punktgewinn der Eintracht in Mainz und der damit verbundene Platz fünf? Oder doch eher die Gerüchte um Lewandowski und seinen möglichen Transfer nach München? Klar hat mich alles irgendwie beeindruckt, sowohl positiv als auch negativ.

Aber es gibt eine Sache, die mich noch mehr geschärft hat. Eine Kleinigkeit in der Relation zu all dem Aufgezählten, aber eine, die mich persönlich unglaublich gefreut hat! Wahrscheinlich lachst Du dich jetzt kaputt, denn von was ich spreche bzw. schreibe ist die Rückkehr von Constant Djakpa! Ich habe ihn immer vermisst, so gut und dementsprechend auch zu Recht Bastian Oczipka diese Saison auch gespielt hat. Aber ich mag diese Art von Djakpa, dieses Unkonventionelle, diese sichtbare Freude am Fußball, seine Fröhlichkeit, sein Auftreten, ja selbst diese Mischung aus Genialem und Fatalem hatte für mich immer einen eigenen Reiz.

Und jetzt, gegen Ende der Saison, steht er auf einmal wieder in der Anfangsformation, hängt sich ansatzlos voll rein und macht gleich zwei sehr gute Spiele! Was ich nach seiner Leidenszeit auf der Ersatzbank bzw. Tribüne beeindruckend finde. Weil es auch für echten Mannschaftsgeist steht, für Professionalität und eine mentale Stärke, die ihm viele gar nicht zugetraut haben.

Natürlich muss man auch die anderen »Rückkehrer« loben, unseren ewigen Oka genauso wie Marco Russ. Und dass Marc Stendera unsere Hoffnungen auf eine gute Zukunft nährt, steht auch außer Frage! Aber ich bleibe dabei. So sehr ich das große Fußballtheater der letzten anderthalb Wochen auch genossen habe – für mich war der Moment, wo ich den sympathischen Kerl habe auf den Platz laufen sehen, das Beste! In diesem Sinne.  Hendrik Nachtsheim

Baumhausbeichte - Novelle