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Ohne weitere Worte (vom 7. Mai)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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Zwei ökonomisch ordentlich geführte Vereine, die den Sprung vom semikriminellen Patensystem zum halbwegs soliden Wirtschaftsunternehmen vollzogen haben. (Die Welt über Bayern München und Borussia Dortmund)
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Ein ausgesprochen produktiver Kampf der Kulturen zwischen Pott-Proll und Bussi-Proll. (…) Hier Siedlung, dort Seegrundstück. (…) Tendenziell ist Bayern das Ich, der BVB das Wir. (Welt)
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Im Moment hat man den Eindruck, dass die wirklich reichen Klubs den BVB als eine Art Ausbildungsverein ansehen, als einen SC Freiburg der Champions League. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung im Interview mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke / Antwort: »Das sind wir nicht.«)
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Als die Dortmunder in den vergangenen beiden Jahren Meister wurden, prägten sie mit ihrem bissigen Spiel das neue Modewort der Liga: Gier. (…) Im Zusammenhang mit dem Fall Hoeneß hat das Wort seine wahre Bedeutung zurückerlangt. Prompt haben die Bayern ihrer angeblichen Einstellung, mit der man auch als Favorit in ein Spiel gehen will, ein neues Schlagwort verpasst – diesmal ein ethisch einwandfreies: (…) Demut. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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»Also, ich bin kein großer Kartenzocker. Wir reden hier über ein paar Hundert Euro am Abend.« (Uli Hoeneß im Zeit-Interview über seine Schafkopf-Runden mit den ehemaligen Bayernspielern Jeremies, Schwabl und Salihamidzic)
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»Der Rausch vom Spiel reicht völlig aus.« (Roman Weidenfeller über Heftigkeit und Dauer der Feier nach dem Spiel in Madrid, zitiert in der Frankfurter Rundschau)
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»Meet the Superhumans« hieß die Kampagne (OWW-Anm.: von Channel 4 bei den Paralympics in London). Hat sie Ihnen gefallen? – »Ja, ich fand sie großartig. Allerdings bevorzuge ich es, Paralympians als Super Humans und nicht als Superhumans zu sehen. Also nicht als Übermenschen, sondern als großartige Menschen.« (Sir Philip Craven, Präsident des Intern. Paralympischen Komitees, im FAZ-Interview)
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O-Ton Idrissou: »Dann hat der Schiri gesagt (…), ihm gefällt meine Körpersprache nicht. Meine Körpersprache ist (…) eine Männer-Körpersprache. (…) Ich bin nicht schwul und werde auch kein Schwuler sein.« (…) »Harte Worte«, entgegnete die Dame von Sky, der man in diesem Moment die Spontaneität gewünscht hätte, zu sagen: »Danke für dieses dämliche Interview.« (FAS)
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Ein klug gespielter Pass ist wie ein Zungenkuss. Wie schön ist unsere Männerwelt. (Franz Josef Wagner in seiner Bild-Kolumne)
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Straß n k putt (FAS-Schlagzeile zum schlechten Zustand deutscher Straßen) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle