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Sonntag, 7. April, 18.40 Uhr

Schulstunden genutzt, um unterdessen auf einer Bank in der kalten Sonne des Bergischen Landes die gestern aus den Zeitungen gesammelten Artikel zu lesen, die mich interessieren könnten. Zum Beispiel, während Althund Pipi macht, in der SZ über die “Pariser Cliquenwirtschaft” von “Hollandes Schattenarmee”: “Frappierend viele Schüler eines Jahrgangs der Elitehochschule Ena sitzen heute an Schaltstellen der Macht in Paris. (…) Ihr Einfluss trägt zum Gefühl vieler Franzosen bei, in Paris schiebe sich eine abgehobene Clique Macht und Posten zu.” Wie bekannt uns das vorkommt, und wie nahtlos es meinen Morgenblog ergänzt und fortsetzt über den “Vormarschierer durch die Institutionen” und “alle Gesinnungsgenossen, die nun bequem in und von der Gesellschaft leben, die sie einst bekämpfen wollten”.
Den “Sport-Stammtisch” vom Samstag habe ich mühsam erkämpft, die “Montagsthemen” flogen fast von alleine zu. Hoffentlich ein gutes Zeichen. Da einige sehr eigene Ansichten über Heynckes, Schweinsteiger und Dantes Hand im Text, den Eintracht-hochkompetenten Bub und Superfan angerufen. Hat alles gnädig durchgewinkt, trotz natürlich kontroverser Sicht des Handspiels. Er hat auch einen doofen Fehler entdeckt (fürs Blatt schon korrigiert, steht noch online, muss ich dort noch verbessern), einen jener Art, über den ich bei anderen kichere: “nahe stehend” statt “nahestehend”.
Bei Sichtung des über die Woche gesammelten Materials für die nächste Kolumnen-Aufgabe (“Ohne weitere Worte”) festgestellt, dass diesmal fast nur SZ und Zeit vertreten sind. Zufall. Soll ich’s so einseitig lassen oder lasche Proporz-Zitate suchen? Schaun mer mal, wie Mitrentner Franz sagt. Würde er, wenn er meine Kolumne läse, sagen, ich schreibe so, wie Buffon hält?

Baumhausbeichte - Novelle