Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Lothar Kalok: Das könnte auch von der NPD stammen

ich wundere mich, dass Sie Sportler als blöde darstellen. Sie schreiben:
“Auch anderswo: In Griechenland zeigt ein junger Athener AEK-Spieler des (natürlich deutschen!) Trainers Ewald Lienen den Hitlergruß, und schon speichelt die deutschpawlowsche Weltpresse. Ein Neonazi? Der Junge wusste gar nicht, was er tat, denn er weiß allenfalls noch, was die Hand Gottes, nicht aber, was der Arm Hitlers bedeutet.”
Der Hitlergruß ist das Zeichen der aktuellen griechischen Faschisten, die bei den letzten Wahlen einen erheblichen Zulauf hatten. Dazu braucht man nicht die “deutschpawlowsche Weltpresse”, das steht auch in Regionalzeitungen (z.B. Gießener Anzeiger) und war auch in Fernsehsendungen zu sehen. Hier ein Hinweis:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/griechische-nazipartei-chrysi-avgi-bedroht-journalistin-kounalaki-a-830542.html

Deren Vorbild sind sicher nicht die damals regierenden deutschen Nazis, die in Griechenland Verbrechen begangen haben, sondern die italienischen Faschisten. Ich glaube kaum, dass das ein jugendlicher Spieler nicht weiß.
Dass die Reaktion in Griechenland selbst (!) so heftig ausfällt hängt wohl eher damit zusammen, dass man die Besetzung durch das Deutsche Reich und deren Verbrechen nicht vergessen hat.
Außerdem muss ich sagen, dass die Formulierung “deutschpawlowsche Weltpresse” auch von der NPD stammen könnte. Er erregt bei mir Übelkeit. (Lothar Kalok/Mücke)

Baumhausbeichte - Novelle