Archiv für März 2013

Wolfram Jäger: Nur brave Unterhäuptlinge (zum “Anstoß” vom 28. März)

Es wird – zumindest in der Vorrunde der Fußball-WM 2014 und wahrscheinlich auch im Achtelfinale – viele Mannschaften geben, die gegen technisch starke Teams wie Deutschland nur ihren Strafraum verbarrikadieren werden (Ballbesitzfußball ./. Raumbesetzungsfußball).
Das kann dann so ausgehen wie gegen Kasachstan, oder so wie das Spiel der Spanier gegen die Finnen … insofern ist Kasachstan eine gute und erfolgreiche Übung gewesen.
Es ist aber immer wieder erstaunlich, wie schnell die deutsche Elf den Faden verliert, wenn etwas schief geht (wie nach Neuers grobem Schnitzer gegen die Kasachen). Und Herr Löw ist dann auch kein bisschen in der Lage, daran was zu ändern, wenn er nicht eine Halbzeitpause für Analyse und Neuaufbau zur Verfügung hat.
Das erinnert an klassische Computer-Fußballmanagerspiele, wo mit dem Anpfiff der Partie jegliche Einflussnahme des Managers unmöglich ist … blöd nur für Fußball-Deutschland, dass andere Trainer da sehr wohl eingreifen können, wie z.B. Italiens Coach Prandelli, der auf Löws Halbzeitumstellung im EM-Halbfinale 2012 einmal klug wechselte und umstellte, womit der deutsche Angriffszauber im italienischen Defensivgeflecht verpuffte.
Dazu sind auf dem Feld nur brave “Unterhäuptlinge” und “Indianer” unterwegs, die alle mit Freuden jegliche Verantwortung für das Gelingen ihres Spiels an den Chefcoach delegieren. Der einzige mit unbedingten Siegeswillen ist Thomas Müller, und es wird noch einige Jahre dauern, bis der die Kapitänsrolle übernimmt (wenn überhaupt).
Aber das Fußballspiel ist schön und sehenswert. Wie bei den Spaniern früher, in ihrer langen, titellosen Zeit …
Immerhin: ich mag schönen Fußball! (Wolfram Jäger)

Veröffentlicht von gw am 30. März 2013 .
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Raimo Biere: Anmerkungen zur Formel 1 und zum Kasachstan-Spiel

Formel 1:
Ist der Tugendterror der Gutmenschen mittlerweile in der Formel 1 angekommen?
Als vor Jahren in Salzburg Michael Schuhmacher per Stallorder vorgeholt und zu
einem geschenkten Sieg kam, heulte die Sportwelt auf und schrie Skandal und Unsportlichkeit.
Jetzt macht Sebastian Vettel, was ein Racer machen soll, und überholt in einem sehr
harten Manöver seinen Stall-Rivalen, um zu gewinnen.
Die Sportwelt beschimpft ihn und macht ihn nieder.
Schade nur, dass er sich anschließend vor der Weltpresse so kleinlaut entschuldigt hat.

EM-Quali gegen Kasachstan
Die deutsche Mannschaft berauscht sich am fünffachen Doppelpass und verpasst unzählige Male
den rechtzeitigen Torabschluss. Hierbei tut sich immer wieder Özil hervor im Gegensatz zu Reuss,
der viel eher den Torabschluss sucht. Bei konsequenter Spielweise muss die Führung bei Halbzeit
mindestens schon doppelt so hoch sein. Hätte übrigens Mario Gomez so viele Chancen vergeben
wie Mario Götze, die Kritik wäre verheerend gewesen. (Raimo Biere/Bad Vilbel)

Veröffentlicht von gw am 29. März 2013 .
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Sport-Stammtisch vom 30. März

Wenn die Bayern heute schon als Meister feststehen sollten, wäre selbst beim besten Anti-Feier-Willen ein leistungsmindernder Spannungsabfall vor dem Juve-Spiel nicht zu verhindern. Aber sollen sie etwa freiwillig gegen den HSV verlieren? Quark. Es liegt also wieder mal am BVB, diesem Stachel im Bayern-Fleisch.
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Ein Stachel. Wie am Dienstag. Vier Dortmunder, vier Münchner in der Startelf. Vier Dortmunder Tore, ein von München verschuldetes Gegentor. Arme Bayern. Da spielen sie eine grandiose Saison, aber wer wird geliebt? Die Klopp-Jungs. Dazu die Schlappe im Basketball-Pokal – Uli Hoeneß, der Basketball zur Chefsache erklärt hat, fuchst dies besonders.
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Die blöden Pfiffe gegen Manuel Neuer haben nicht nur Hoeneß gefuchst, und viele fuchst auch, dass Sebastian Vettel weltweit Schimpfe kriegt, weil er das tut, was Sinn der Sache in der Formel 1 ist: Überholen. Am meisten aber fuchst uns alle das Wetter. Und das an Ostern, das nicht im Zeichen des Fuchsens, sondern des Hasen stehen sollte. Vom Eise befreit sind Strom und Bäche? Von wegen! Wir müssen schon weiter im »Faust« blättern, um Goethes Ostergedicht 2013 zu finden: »Ach neige, / Du Schmerzensreiche, / Dein Antlitz gnädig meiner Not!«
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Was hat Gretchens Gebet mit Osterschnee zu tun? Das sehr hessische Geheimnis lüfte ich gleich. Zunächst enttarne ich den Schuldigen am Wetter, das zu dieser Jahreszeit normalerweise nur in Breitengraden anzutreffen ist, wo sich Fuchs und Hase bibbernd gute Nacht sagen: Ich bin es, der durch jahrelanges Mosern nun auch die anderen Sommersportler angestiftet hat, in dieser Woche gegen die Tele-Dominanz von Bi- und sonstigen Eis-und-Schnee-Athleten zu protestieren. Unser Oster-Wetter – die sehr kalte Rache der Wintersportler.
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»Ach neige, Schmerzensreiche …« – Mensch, Goethe, das reimt sich ja gar nicht! Jedenfalls nicht, wenn es sich um den Oster-»nääsch« dreht, das französische Wort für Schnee. Kennen Sie das wunderbare alte Lied »Les neiges du Kilimandjaro« von Pascal Danel? Hab mir’s gerade noch mal bei YouTube angehört. Soo schön.
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Aber das nur am Rande. Natürlich reimt sich »neige« auf »…reiche«. Nur für echte Hessen allerdings, und dass Goethe einer von uns ist, hat die Germanistik auch an diesem »Faust«-Reim erkannt: »Ach neische / Du Schmerzensreische …«.
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Aua! Tut’s sehr weh? Sorry. Auf schmerzensreich reimt sich halt auch scherzensreich. Kein genialer Gag. Nur albern (obwohl Goethes hessisches Reimpaar »neische/reische« wirklich wahr sein soll!).
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Genial ist sowieso ein Wort mit vielen »F«. Dazu ein Experiment, das ich vor einem Dutzend Jahren zu Ostern mit den »Anstoß«-Lesern gemacht habe. Es folgt die 2013-Probe aufs Exempel. Wichtige Bedingung: Spontan, ohne Bedenkzeit zügig lesen und gleichzeitig zählen. Wie viele »F« kommen im folgenden Text vor? Schnell, schnell. Auf geht’s:

FINISHED FILES ARE THE RE-
SULT OF YEARS OF SCIENTIF-
IC STUDY COMBINED WITH THE
EXPERIENCE OF YEARS

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Wie viele »F« haben Sie gezählt? Bei mir waren es im ersten Versuch drei. Angeblich kann das Gehirn das Wort »OF« nicht spontan verarbeiten, so dass es normal ist, wenn man drei »F« zählt. Wer auf Anhieb alle sechs »F« findet, gilt als Genie. Wer sieben »F« zählt, hat geschummelt oder muss das kleine Einmaleins wiederholen.
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Und sonst? Im »Spiegel« lese ich, dass bei der Lufthansa ein Topjob neu vergeben wird. »Wer im obersten Führungsgremium künftig Personalfragen vertritt, entscheidet sich zwischen dem Tarifexperten Peter Gerber und der ehemaligen Bahnmanagerin Bettina Volkens.« Peter Gerber! Unser langjähriger Schachmitarbeiter früherer Jahrzehnte, mit dem ich in der Redaktion oft Blitzschach gespielt habe. Vorgabe: Er musste mich in weniger als 20 Zügen Matt setzen. Immer schaffte er es schon nach 17, 18 Zügen. Im Lufthansa-Duell hat er allerdings ein Gender-Handicap, als müsste er ohne Dame spielen. Weil seine Konkurrentin eine ist.
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Zu guter oder schlechter Letzt, je nach Ihrer Laune, noch eine Oster-Aufgabe: Vor einigen Jahren habe ich mal den indischen Fakir erwähnt, der seit 1978 seinen rechten Arm nicht mehr bewegt hat. Der Arm verharrt in einer in Deutschland streng verbotenen Position. Unglaublich! Im Sinne von: muskelphysiologisch unmöglich. Versuchen Sie’s mal. Sie schaffen nicht mal eine Stunde. Schon gar nicht, wenn Sie Ihren Rekordversuch in der Öffentlichkeit starten.
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Dass der alte Inder seit 1978 auch seine Fingernägel nicht mehr geschnitten hat, ist nur logisch. Wie denn auch? Schöne Ostern! (gw)

Veröffentlicht von gw am 29. März 2013 .
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Karfreitag, 29. März, 6,20 Uhr

Schon gestern Abend die Rohfassung der Kolumne für Samstag geschrieben. Nachts aufgewacht und mir eingehämmert: Ja nicht vergessen, den harten Burschen Mario Götze einzubauen! Der Junge ist nicht nur ein begnadeter Techniker, sondern auch ein echter Haudegen: Lässt sich die klaffende Wunde an der Unterlippe ohne Betäubung und ohne jede Gemütsregung mitten auf dem Platz nähen! Aus lauter Angst, es zu vergessen, lange nicht mehr einschlafen können. Danach noch ähnlichen Quatsch geträumt.
Was bisher noch nicht im “Sport-Stammtisch” steht: Im “Spiegel” gelesen, dass bei der Lufthansa ein “Topjob neu vergeben” wird. “Wer im obersten Führungsgremium künftig Personalfragen vertritt, entscheidet sich zwischen dem Tarifexperten Peter Gerber und der ehemaligen Bahnmanagerin Bettina Volkens.” Peter Gerber! Unser Schachmitarbeiter früherer Jahrzehnte, mit dem ich in der Redaktion oft Blitzschach gespielt habe. Vorgabe: Er musste mich in weniger als 20 Zügen echt Matt setzen (also mich nicht nur so weit haben, dass jeder andere Schachspieler aufgeben würde). Immer schaffte er es schon nach 17, 18 Zügen. Im Lufthansa-Duell hat er ein Gender-Handicap, als müsste er ohne Dame spielen. Weil seine Kontrahentin eine ist.
Außerdem wieder interessante Informationen in meiner “Griechenland-Zeitung”: “Die anfängliche Abmachung mit der Eurogruppe, die eine relativ milde Zwangsabgabe auf die Einlagen vorsah, warfen sie mit Pauken und Trompeten aus dem Fenster. Wohlgemerkt: Die ursprünglich vorgesehene Steuer auf die Konten von 6,75 Prozent bzw. zehn Prozent entspricht auf Zypern Zinserträgen von lediglich zwei Jahren – ganz davon zu schweigen, dass diese bislang praktisch steuerfrei waren.” Passt gut zur Nachricht, die merkwürdigerweise nur kleine Schlagzeilen gemacht hat (gesteuert? Um die Verärgerung in Deutschland nicht zu steigern?), dass die privaten Vermögen in den quasibankrotten Südländern deutlich höher sind als in Deutschland.
Ebenfalls in der “Griechenland-Zeitung” erfahren, dass der einzige Arzt von Patmos gekündigt hat. Schöne Insel, hab ja fast auf jeder schon mindestens einmal geschlafen. Schlimmes Alarmzeichen. Nein, nicht dass ich schon mal dort geschlafen habe, sondern dass dies immer weniger Touristen tun werden, wenn sie wissen, dass sie mitten in der Ägäis ohne Arzt sind.
Diese alte Schote harrt ebenfalls der Wiederbelebung: Vor einigen Jahren habe ich mal den indischen Fakir erwähnt, der seit 1978 seinen rechten Arm nicht mehr bewegt hat. Der Arm verharrt in einer in Deutschland streng verbotenen Position. Unglaublich! Im Sinne von: muskelphysiologisch unmöglich. Versuchen Sie’s mal. Sie schaffen nicht mal eine Stunde. Schon gar nicht, wenn Sie Ihren Rekordversuch in der Öffentlichkeit starten.
Ach, einfach zu hübsch. Muss ich unbedingt einbauen. Mit dem Satz, dass der alte Junge auch seit 1978 seine Nägel nicht mehr geschnitten hat. Wie denn auch?
Zu guter Letzt die Meldung der Nacht von dpa: “An Ostermärschen nehmen die Menschen nach Ansicht des Konfliktforschers Johannes M. Becker vor allem zur Beruhigung des eigenen Gewissens teil. Sie seien vor allem für sich selbst dabei und nicht, um wirklich etwas zu bewegen.” Sagt ein Marburger Wissenschaftler. So ändern sich die Zeiten. Früher kamen aus der Uni Marburg ganz andere Töne.
Na ja, heutzutage sollten wieder viel mehr Menschen aus diesem Grund an den schwindsüchtigen Ostermärschen teilnehmen, statt aus dem gleichen Grund andere Aktivitäten vorzuziehen. Aber jede Zeit hat nun mal ihre eigenen Gewissensberuhigungsrituale.

Veröffentlicht von gw am 29. März 2013 .
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Sport-Stammtisch (vom 28. März)

Da mühen sich die Beckmänner und Schollis ab, ein Fußballspiel zu analysieren, zu interpretieren und aus ihm Schlüsse für die WM-Zukunft zu ziehen. Warum? Weil sie dafür bezahlt werden. Weil die Sendezeit gefüllt werden muss. Weil wir doch so gerne analysieren und interpretieren, wenn’s um Fußball geht.
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Dennoch wissen natürlich alle (hoffentlich!), dass aus den beiden Kasachstan-Spielen nur ein einziger Schluss für die WM-Zukunft gezogen werden kann: Sechs Punkte, Pflicht erfüllt. Denn wie man gegen einen Gegner der gehobenen Regionalligaklasse spielt, der sich vor und im eigenen Strafraum verbarrikadiert, ist eine völlig unerhebliche Frage, die sich in Brasilien 2014 ganz gewiss nicht stellen wird.
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Die deutsche Fußball-Stimmungslage: irrational. Tödlich beleidigt, wenn Selbstverständliches ausgesprochen wird (dass ein Titelgewinn in Südamerika nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich ist), dann hellauf begeistert, als wären es nicht unterklassige Kasachen, sondern Spanier oder Argentinier, die in Halbzeit eins an die Wand gespielt werden, und schließlich Pfiffe der Überheblichen für Manuel Neuer, weil der sich von ihrer Überheblichkeit anstecken lässt und der An-die-Wand-Spielerei einen Knacks gibt.
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Ach ja, Manuel Neuer. Zwar haben ihm die Ratingagenturen der Experten schon vor längerer Zeit fast unbemerkt das »Triple A« entzogen und ihn vom »besten Torwart der Welt« zu »einem der Besten« heruntergestuft, doch das ist und bleibt er trotz seines Aussetzers. Womöglich das Problem: Man rühmt ihn oft, er könne in der Regionalliga sogar im Feld mitspielen. Eben. In der Regionalliga.
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Warum Neuer vermehrt zu merkwürdigen Verhaltensweisen neigt, die seinem IQ nicht gerecht werden, bleibt allerdings rätselhaft (zum Beispiel kam leichte Fremdscham auf, als er sich nach dem späten Arsenal-Anschlusstreffer in der Champions League auf den Ball warf und ihn kindisch trotzig nicht herausgeben wollte). »Normale« Unsicherheiten dagegen sind verständlich, denn er hat in der Bundesliga de facto in etwa so viel Spielpraxis wie Oka Nikolov (aber keine Angst, liebe Eintracht-Fans, zum Glück ist unser Oka mit einem »Triple-A«-Gemüt gesegnet, der schafft das!).
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Auf Schalke hätte Neuer wohl sein »Triple A« behalten, denn er ist nun mal ein Klassemann, und um das zu beweisen, wären ihm dort genügend Gelegenheiten geboten worden. – Ach ja, Schalke: Armin Veh bleibt in Frankfurt, was alle überrascht hat, mich natürlich auch. Für die Logelei- und Lügelei-Vermutungen sollten sich alle entschuldigen, ich natürlich auch. Sorry.
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Im Gespräch als neuer Schalke-Trainer: Roberto di Matteo. Roberto. Ein Name mit Vergangenheit, denn im Italien der frühen 40er Jahre wurden viele Kinder auf diesen Namen getauft, zu Ehren des 1940 geschlossenen Dreimächtepakts (Hauptstädte ROm, BERlin, TOkio).
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Roberto di Matteo, Jahrgang 1970, hat mit diesem Dreimächtepakt nichts zu tun, auf Schalke würde er einen anderen benötigen: Den mit Tönnies, den Fans – und mit des Fußballschicksals Mächten.
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Die Dreimächtepakt-Zeiten haben aber etwas mit dem deutschen Rekordtorschützen zu tun: Gottfried Fuchs schoss bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm beim 16:0 gegen Russland zehn Tore, der DFB strich den Juden Fuchs jedoch 1933 aus der Liste. Nach dem Untergang der Nazis wurde das zwar revidiert, doch als Sepp Herberger, ein großer Fuchs-Fan, sich massiv dafür einsetzte, den Rekordspieler als Ehrengast zum Länderspiel gegen Russland zur Einweihung des Münchner Olympiastadions einzuladen, lehnte der DFB ungnädig ab. Gottfried Fuchs, der als Emigrant in Kanada lebte und sich Godfrey E. Fochs nannte, starb dort 1972, ohne zu Lebzeiten vom DFB geehrt worden zu sein. Aber das ist ein ganz anderes Thema und hat mit Sport eventuell nicht mehr allzu viel zu tun. (gw)

Veröffentlicht von gw am 27. März 2013 .
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Baumhausbeichte - Novelle