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Sonntag, 20. Januar, 6.30 Uhr

Draußen so kalt und windig, dass der Tunnel in die Redaktion eine Wohltat ist. Heute Einsendeschluss für „Wer bin ich?“. Manche fanden’s zu leicht, einige freuten sich und konnten erstmals punkten, aber sogar der eine oder andere Experte stand auf dem Schlauch. Auflösung folgt, wahrscheinlich in dieser Woche (und die nächste Runde folgt sogleich, vielleicht, in der Woche darauf, aber ohne Gewähr – falls Armstrong die ganze Wahrheit sagt, Guardiola nicht zum FC Bayern kommt oder was sonst noch dazwischen kommen könnte).

Nachtmeldungen unergiebig. Mangels aktuelleren Materials feiert dpa schon vorab zwei Schlager-Geburtstage: Am 25. Januar wäre Roy Black 70 geworden, am 26. wird Cindy 65 (nicht die von Marzahn, sondern die von Bert, der auch schon tot ist). Am 26. kommt auch Mimi auf vier Pfoten, was aber nur ein sehr privater Feiertag ist.

Vier Tote durch Lawine … – leider fast eine Allerweltsmeldung. Aber nicht die heutige, denn sie geht weiter mit … im schottischen Hochland.

Seltsam auch: Immer mehr Studenten ohne Abitur oder Fachhochschulreife. Wie das denn? Reicht jetzt schon der Hauptschulabschluss?

Die Rallye Monte Carlo ist vorbei, die Rallye Dakar läuft noch. Zur Eventisierung unserer Zeit passt, dass die wüste Nicht-mehr-Wüsten- und nicht mehr Dakar-Rallye medial ein viel größeres Echo findet als die traditionelle Rallye Monte Carlo, die zu Röhrl-Zeiten ein sportlicher Höhepunkt war. Na ja, sportlich – da scheiden sich die Geister. Aber diese Diskussion werde ich ganz sicher am frühen Sonntagmorgen nicht zum x-ten Mal anleiern. Auch die „Nacht der langen Messer“ wird nicht zum ebenso x-ten Mal Nazi-thematisiert, auch das Kleine-Neger-Totfahren nicht, da solche sowieso in Südamerika Mangelware, auch die neue „Neger“-Debatte nicht (Kinderbücher-Zensur), obwohl ich neu auf ein altes Zitat gestoßen bin, auf das sich alle Nicht-Rassisten einigen könnten: Jeden so bezeichnen, wie er bezeichnet werden möchte (von Orwell? Hab’s vergessen)

Zur Eventisierung, zum Primat des Spektakels passt auch die Berichterstattung über das Freitagspiel der Bundesliga. 5:4 auf Schalke, tolle Show, das macht Spaß, und Spaß ist die Hauptsache. Sportlich war es ein beiderseitiges Abwehrfiasko, ein Event-Festival der Fehlleistungen. Wenigstens Marcel Reif hat es ausgesprochen.

Das Chancenauswertungsproblem von Prof. Dr. Börgens scheint gelöst. Gleich stelle ich die „Haarspalterei“ (sein eigener Hinweis) von Walther Roeber zum Aufwärmen in die „Mailbox“, plus einen Lösungstipp von Prof. Dr. Wilfried Hausmann sowie zwei Lösungen von Ralf Protzel und Andreas Tempelfeld. Demnächst mehr dazu im Blatt. Wann? Siehe Armstrong, Guardiola.

So, darauf einen Kaffee (den einzigen der Woche), ein paar Zeitungen und die Montagsthemen. Bis dann.

 

Baumhausbeichte - Novelle