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Dr. Sylvia Börgens über Boateng und “political correctness”

So sehr ich in puncto NPD anderer Meinung war als Sie,
so sehr bin ich geneigt, Ihnen in der Geschichte um Kevin-Prince Boateng
beizupflichten. Auf diese verbalen Provokationen zu reagieren, wertet
den Pöbel nur auf. Wenn strafbewehrte Aktionen stattfinden, hat die
Polizei einzuschreiten. Und wetten, dass Boateng & Co. bei einem
Pflichtspiel nicht vom Platz gegangen wären? – ich nehme an, das Spiel
wäre dann für den Gegner gewertet worden.

Die “political correctness” treibt derweil immer skurrilere Blüten.
Herr Thierse hatte ja bei seiner galligen Attacke gegen die Schwaben
nicht mehr zu befürchten als schlimmstenfalls einen Angriff mit der
Kärcher-Spritze. Wäre er, sagen wir, gegen die Türken gegangen, hätte
ich mir die Kollektivempörung gar nicht ausmalen wollen.

In München hat vor knapp einem Jahr ein Stadtrat der Linken einen
Antrag eingebracht, das Wort “Schwarzfahrer” wegen rassistischen
Untertones aus dem Sprachgebrauch zu verbannen:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.diskriminierung-ist-schwarzfahren-rassistisch.aec794c2-fc1e-442f-bae1-d98461ccfe89.html

Noch mal zu K.-P. Boateng: Kennen Sie seinen begeistertsten Fan? Es
ist Tiziano Crudeli, Sportjournalist in einer äußerst merkwürdigen
Sendung aus dem Berlusconi-Imperium:

http://www.youtube.com/watch?v=w2UsZRJk_GQ

Ein wahrer Tifoso – oder ist alles nur Show?? Welche Dramen da für
das staunende Publikum gegeben werden … (Zitat vom September – mit den
Wulffs war es noch schneller aus, als ich vorausgesehen habe.) (Dr. Sylvia Börgens/Wölfersheim)

Baumhausbeichte - Novelle