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Ohne weitere Worte (vom 3. Januar)

Hat Ihnen ein Spieler schon mal absichtlich ins Gesicht geworfen? – »(…) Ich bin ein Typ, der polarisiert, und deswegen macht es manchen doppelt so viel Spaß, mich ins Gesicht zu treffen. Das ist okay.«(…) – Sie lassen sich das einfach so gefallen? – »Nein. (…) Im besten Fall kassiert er bei unserem nächsten Angriff ein verstecktes Foul von meinen Jungs. Dafür ist die Mannschaft schließlich da.« (Silvio Heinevetter im Spiegel-Interview)
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Der viel von einem Handballtrainer hat, zu alt zum Spielen, doch gut für die Taktik. Nicht bullig, aber kräftig, verbindlich, wenn nötig. Einer der laut sein kann, der aber leise spricht, wenn er will, dass man ihm zuhört. Das kann auch Angst machen. (Süddeutsche Zeitung über Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus)
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»Wenn ich mir die Löw-Schule anschaue, dann denke ich immer, das ist eine Wohlfühloase, eine Reha-Zone, eine Art Waldorfschule, nach dem Motto: Wenn der Mesut und der Toni nicht nach hinten arbeiten wollen, dann müssen sie das auch nicht, wenn es ihrer ganzheitlichen Entwicklung entgegensteht.« (Waldemar Hartmann im FAS-Interview)
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Ihr Spitzname im Team ist »Chiller«, also der »Entspannte«. Ein treffender Name? – »Besser, als mich den ›Verrückten‹ zu nennen oder so.« – Ihr Vater meinte einmal, dass man ihnen die Worte mit der Zange aus dem Mund holen muss. – »Das hat er gesagt, ja. Aber er hat es nie gemacht.« (Juan Arango im Kicker-Interview)
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Sind Sie heute entspannter als früher? – »Ich war schon immer relaxt« (Oliver Kahn im FR-Interview)
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Mehmet Scholl leidet darunter, dass sie ihm wegen seiner EM-Kritik die Versöhnung verweigern. Keine Nachsicht? – »Ich werde nie Nachsicht haben mit etwas, was ich schlecht finde.« (Mario Gomez im Kicker-Interview)
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Sein (Anm.:Klopps) Auftritt jetzt wieder (…) im Studio mit Mehmet Scholl und Matthias Opdenhövel, wie er da seine Freude über das Spiel (…) nicht für sich behalten konnte (…). Mehmet Scholl schaute ihn dabei so liebevoll und glücklich an, als wolle er bitte sofort auch in einer Mannschaft spielen, die von Jürgen Klopp trainiert wird. Als wolle er sein Freund sein. (FAS)
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»Ich fürchte, Lance wird zurückschlagen. Ich habe Schlafstörungen und Albträume. . (…) Ich bin auch aus Colorado weggezogen. Colorado ist zu nah an Texas, und Texas ist Armstrong-Country.« (Tyler Hamilton, Kronzeuge gegen und Ex-Freund von Armstrong, im Stern-Interview)
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Dabei unternimmt das Buch den heroischen Versuch, sich aus dem Dunst biologistischer Theorien zu lösen (…) Dazu gehört (…) die hartnäckige »Frauen haben Brüste, weil Männer das geil finden«-Theorie. Wie etwa die (…) Annahme, Brüste ahmen die Hinterbacken einer Frau nach, um dem Mann auch von Angesicht zu Angesicht den ursprünglichen Reiz aus wilden Steinzeittagen bieten zu können, in denen es der Mensch wie die Hunde trieb. (aus einer Rezension in der Literarischen Welt)
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Will sie nur seinen Körper? Will er nur ihr Geld? (SZ über die Beziehung zwischen Silvio Berlusconi, 76, und Francesca Pascale, 27) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle