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Ohne weitere Worte (vom 4. Dezember)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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Fast alle Anstrengungen mündeten in ambitionierte Spielverderberei. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zum Spiel Bayern München – Borussia Dortmund)
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Es ist diese wunderbare Normalität, die Goetze so beliebt macht. (…) Unter anderem wissen seine Fans nun, dass er sich mit seinem Zimmerpartner Felipe Santana vor jedem Spiel eine Dose Red Bull teilt – ein Ritual wie aus dem Ferienzeltlager. (Welt am Sonntag)
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»Die Marke versucht, die Qualität des Siegerjubels für sich zu beanspruchen«, erklärt Florian Krumrey (…) die Strategie. So gelingt es ihr, einen überteuerten Drink, dessen gesundheitliche Auswirkungen umstritten sind, in astronomische Absatzhöhen zu katapultieren. (Zeit über »das System Red Bull«)
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Genauso aber pflegt er Kontakt zur High Society der Landeshauptstadt, jener oftmals als »Hannover-Connection« titulierten Elite. Generell sind ihm höchste Instanzen gerade gut genug, heißt es. (Kicker über 96-Trainer Mirko Slomka)
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»Gemeinsam mit mir trainiert am Stützpunkt Stuttgart ein Turner aus Aserbaidschan, wenn er bei Olympia eine Medaille gewinnt, bekommt er ungefähr 300 000 Euro und eine Wohnung. (…) Aber das ist eben Aserbaidschan und nicht Deutschland, dort gibt es auch insgesamt nicht so viele Sportler, so dass Vergleiche schwierig sind.« (Turner Marcel Nguyen im FAZ-Interview)
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Sind Sie ein entspannter Beifahrer? – »Jein. Es kommt darauf an, wer fährt. (…) Es gibt manchmal Leute, die mir beweisen wollen, dass sie auch Auto fahren können.« (Michael Schumacher im Stern-Interview)
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Occean steht das Wasser bis zum Hals. (Bild-Schlagzeile zur Formkrise des Eintracht-Stürmers)
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Selbst wenn ein Junge zum typischen Psychopathen heranreift, bedeutet dies nicht, dass er automatisch zum Serien- oder Gewalttäter wird. (…) Für Emotionslose und Empathieunfähige hält die Gesellschaft durchaus Nischen bereit. So können sie zum Beispiel als Chefs von Banken und Konzernen Karriere machen. (Spiegel über Früherkennbarkeit von Massenmördern)
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Vierzehn Jahre dauert eine Ehe im Durchschnitt bis zur Scheidung, und das ist, gemessen an der durchschnittlichen Dauer des Geschlechtsverkehrs (…) eine ganze Menge. (aus »Das Letzte« in der Zeit)  (gw)

Baumhausbeichte - Novelle