Archiv für Dezember 2012

Arndt Schöniger: Waidmanns Dank

Leise, still und heimlich in den Unruhestand zu gehen………..das kann man so machen, zumal, und das ist gut so,

für uns Leser sich ja, Ihnen sei Dank, offensichtlich nichts ändert. Ich wünsche Ihnen weiterhin beste Gesundheit

(also z.B. keine Fahrradstürze mehr) und frohes Schaffen.

Ihr Witz: “Kommt ein Mann zum Bäcker……” hat mich ebenfalls sehr amüsiert, ist aber im Bekanntenkreis humorlos

irgendwie nicht verstanden worden.

Vielleicht gefällt Ihnen dieser kurze W.:

Begegnen sich 2 Jäger. Sagt der eine:”Ich habe deine Frau getroffen.” Sagt der andere:”Waidmanns Dank.”
Guten Rutsch   (Arndt Schöniger/Rosbach)

P.S.: Ihre Kolummne vom 27.12. war in voller Länge Spitze.

Veröffentlicht von gw am 31. Dezember 2012 .
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Montagsthemen (vom 31. Dezember 2012)

Zwei Jubiläen: Adriano Celentano wird 75, das Dosenpfand 10. »Und die Zeit und die Zeit und die Zeit«, klagte einst  »Monsieur 100 000 Volt« (Gilbert Becaud). Celentano, der kaum älter als das Dosenpfand wirkt, hat noch  hunderttausend Volt mehr drauf. »Una festa sui prati« für ihn!
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Dosenpfand? Nie damit zu tun gehabt. Auch, weil ich keine Sixpacks  habe. Eher Sitzpacks. Die kommen nicht von Bier-Sixpacks, sondern von Spritz. Nicht mit Aperol vorne, sondern  -gebäck hinten. Und dafür gibt’s kein Dosenpfand.
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Klar, jetzt wird abgenommen. Steht auf den meisten Vorsatz-Listen  ganz oben. Wohl auch bei jenem dpa-Redakteur, der gestern dem SPD-Kanzlerkandidaten den  Verschreiber in den Mund legte, »Wahlen werden nicht nach Beleibtheit« entschieden. Und wenn doch? Patt? Ist das uncharmant? Wem gegenüber?
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Neuer Vorsatz: Überprüfung von Vorurteilen. Riesenlanges FAS-Interview mit dem schwer erträglichen Waldemar Hartmann. Ich ertappe mich, meinen Spaß daran zu haben. Eines der seltenen Interviews mit Sportschaffenden, die ich genussvoll zu Ende lese. Die nächsten Vorurteils-Überprüfungen werden härter: Eine Silbereisen-Sendung gucken und als ultimativen Test MDR-Fasching: »Da steppt der Bär.«
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Letzter »Anstoß« 2012. Wer alle Kolumnen nachlesen will, findet sie online im gw-Blog »Sport, Gott & die Welt«. Über 200 in diesem Jahr, plus 165 ausgewählte Leser-Mails. Dankeschön dafür stellvertretend an die vier letzten Schreiber: Doris Heyer (Staufenberg/Treis), Helmut Cichorius, Dr. Hans-Ulrich Hauschild (Gießen) und Walther Roeber (Bad Nauheim). Mal reinklicken?
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Silvester ist  auch traditioneller Rätsel-Tag mit altem und neuem Denksport, den im Lauf der Jahre Leser und Schreiber zusammengetragen haben. Heute nur ein Rätsel, der Klassiker in neuem Gewand: Frankfurts Sponsor, ein milliardenschwerer Ölscheich (wahlweise:  Oligarch) macht mit Heribert Bruchhagen ein  Hütchenspiel. Unter einem  liegt der Gewinn (Vertrag mit  Messi), unter den beiden anderen die grausame Niete (Trainervertrag für  Matthäus). Der Sponsor lässt Bruchhagen ein Hütchen ausdeuten. Nachdem der seine Wahl getroffen hat, lüftet der Sponsor eines der anderen Hütchen, unter dem ein Vertrag mit Matthäus liegt und gibt Bruchhagen  die Möglichkeit, seine Wahl zu überdenken.  Bleiben seine Chancen gleich, verbessern oder verschlechtern sie sich, wenn er die Wahl wechselt?  Mit der mathematisch identischen Ziegen-Version (statt Matthäus) haben sich  Anstoß-Leser schon manche Silvesternacht um die Ohren geschlagen.
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Auflösung (Bedingung:  Der Hütchenspieler schummelt nicht wie seine Kollegen im Frankfurter Bahnhofsviertel): Die Chancen verbessern sich, wenn Bruchhagen   wechselt. Die Wahrscheinlichkeit, Messi zu bekommen, nachdem der Sponsor ein Hütchen aus dem Spiel genommen hat, bleibt nicht bei 50:50, sondern steigt auf 66,6:33,3 Prozent. Viele Leser glauben’s auch nach Jahren noch nicht. Ich schon. Nicht weil ich’s verstünde – aber können so viele Mathematiker irren?
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Noch einmal zu den beiden Vorsätzen.  Als Suzy Hamilton  bei Olympia 2000 in Sydney auf die Zielgerade einbog,  in Führung liegend, aber schon schweren Schrittes,  schlug sie plötzlich lang hin, rappelte sich auf und kroch als Letzte ins Ziel. Auf mich wirkte es wie der Slapstick-Versuch einer grottenschlechten Schauspielerin.  Offiziell hieß es: dehydriert, daher kollabiert. Jetzt erst gab sie zu, den Sturz simuliert zu haben. Die US-Läuferin  war »platt«, und solch ein Spektakel sicherte ihr mehr Medienaufmerksamkeit und Anteilnahme als die simple Überschätzung eigenen Könnens. Also: Vorurteil bestätigt. Dass die mittlerweile verheiratete Mutter Hamilton jetzt auch  zugab,  für einen Escortservice als Luxusnutte gearbeitet zu haben, ist dagegen ein ganz anderes Thema und hat mit Sport eventuell nicht mehr allzu viel zu tun.
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Vorsatz abnehmen: »Das verfressene Schwein nimmt bei guter Futterlage schnell zu.« Hab ich in einer wissenschaftlichen Schweinefleischabhandlung gelesen – oder fiel der Satz im Protokoll einer Partnerschafts-Krisenanalyse?
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Tipp zur krisenvermeidenden und vorsatzstützenden Vorbeugung: Wenn der Heißhunger auf futterlageförderndes Schweinefleisch plagt, immer an das herzzerreißende Bild der beiden Ferkelchen denken, die – dicht aneinandergedrängt, sich umarmend – vor ihrem Metzger stehen und inständig bitten: »Wir möchten  zusammen in eine Wurst.«
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Wer könnte da noch »viel Schwein« im neuen Jahr wünschen? Dann doch lieber: Guten Rutsch! (gw)

Veröffentlicht von gw am 30. Dezember 2012 .
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Walther Roebers letzte Randbemerkungen 2012

Morgen kommen zwar wohl noch Frühaufsteher-Meldungen, aber ob es noch Montagsthemen geben wird?
Es findet ja genug auf Eis, Schnee, Sulz und anderen Untergründen statt, aber was Ihnen dazu einfällt und ob ich es noch kommentieren werde, bleibt abzuwarten.

Ihren heutigen (29.12.2012) fast besinnlichen Stammtisch möchte ich benutzen,
um Ihnen »Danke!« zu sagen für ein weiteres Jahr, in dem ich Sie auf Ihren Ausflügen durch die Sport- und andere Welten begleiten durfte.
Manchmal konnte ich meine Klappe nicht halten, aber ich glaube, dass Sie und ich sehr oft auf ähnlicher Wellenlänge lagen.
Dazu gehört auch ein Humor, der ähnlich gelagert ist, »Danke!« auch für etliche schöne Formulierungen, die mir manchen Abend (online)
oder Morgen (auf Papier) verschönert haben.
»Danke!« auch für die sehr unterhaltsamen Runden bei WBI, die manchmal schon weit ins Abseits führten, aber auch viele interessante
Such- und Lernstunden mit sich brachten. Auf die Auflösung, die ja in der kommenden Woche noch ansteht, bin ich gespannt.
Eine schöne Erwartung für das Neue Jahr 2013!

Zu Ihren »Sprüchen« (Wie isses bloß möglich?) hätte ich noch einen hinzuzufügen, der mir beim Lesen durch den Kopf schoss:
»Ei wie kommt denn nun dies?!« pflegte vor Jahrzehnten eine Haushaltshilfe bei passender und unpassender Gelegenheit auszurufen;
sei es dass die Milch überkochte und am Herd festbrannte, sei es dass ein eingeschaltetes Bügeleisen ein Wäschestück versengte.

Es hat mich etwas überrascht, dass offenbar selbst manche Langzeitleser von Blog und Kolumnen erst jetzt (oder noch überhaupt nicht?)
registriert haben, dass Sie seit dem Herbst sozusagen »freischaffender Mitarbeiter« sind. Als Sie in der groß aufgemachten Beilage
zu den Umstellungen beim Erscheinen der Zeitung überhaupt nicht auftauchten, hätte es auch dem letzten interessierten Leser auffallen können.

Nach einem für mich ziemlich unschön verlaufenen 2. Halbjahr 2012 und verkorksten Weihnachtsfeiertagen, kann ich mir nur sagen
»Lebbe geht weider… « (copyright Stepanovic) und es bleibt der Wunsch (auch wenn es eine Illusion ist), dass Ihre Schlussworte doch
wenigstens für eine möglichst lange Zeit gültig bleiben mögen.
In diesem Sinne «…als weider«!
Ihr Walther Roeber

 

 

 

 

Veröffentlicht von gw am 30. Dezember 2012 .
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Dr. Hans-Ulrich Hauschild hält (k)eine 2029-Festrede

2029? Na, da bin zu alt, um die Festrede zu halten. Würden Sie so wie so nicht, keiner will Sie hören. Und wenn Sie 85 Jahre alt sind schon gar nicht. Schade, hätte Ihnen allen so gerne etwas zu gw. und seiner Antizeitgeist – Kolumne gesagt.

Dann also im Vorgriff meine Antwort auf Ihre Einladung zum Jubiläum am 1.10.2029 im Deutsche Bank Saal des ehemaligen Rathauses Gießen, jetzt Zentralverwaltung der Daimler-Stadt Gießen (die Stadtverwaltung ist, wie die Landes- und Bundesregierung, längst privatisiert).

Leider kann ich nicht zu Ihrer Jubelfeier kommen. Ausgangsverbot für über 70jährige. Für Sie gilt vielleicht eine Ausnahmegenehmigung, wie sie in § 56 b, Satz 1, WASges normiert ist. Mit diesem Gesetz, Sie erinnern sich, wollte die Jamaika – Koalition im Jahre 2021 sowohl die Renten armutsfest als auch bezahlbar für die »jüngere Generation« halten. Die Armutsgrenze wird in § 3, Satz 4 wie folgt definiert: »arm im Sinne dieses Gesetzes ist, wer weniger als 5 % des durchschnittlichen Einkommens eines Arbeitnehmers mit mindestens sechs Semester Hochschulstudium bezieht«. Sie erinnern sich ebenfalls, Sie machten eine Bemerkung im Anstoß Oktober 2021 dazu, dass das Durchschnittseinkommen sich auf 5.000 Euro belief. Arm war und ist also jemand, der monatlich 250 Euro und weniger zur Verfügung hat. Alle anderen gelten als nicht hilfebedürftig.

Konsequent dazu bestimmt § 19, Satz 1: »Bewohnern der Bundesrepublik Deutschland in der Fassung des GG, Artikel 116 x wird das Wahlrecht entzogen, wenn sie

das 70. Lebensjahr vollendet haben – dies gilt nicht für Bewohner, die ein mit 3 % zu versteuerndes Vermögen von 56 Mio und mehr aufweisen.«

§ 112 sagt: « Menschen oberhalb der Armutsgrenze im Sinne von § 3, Satz 4 dieses Gesetzes werden ab ihrem 70. Lebensjahr in großzügig auszustattende Altenresidenzen überwiesen«. Für diese Unterbringung haben sie selbst aufzukommen. Für Menschen unterhalb der Armutsgrenze bestimmt das Nähere eine Rechtsverordnung«.

Da ich, lieber Herr Steines, keine Ausgangsgenehmigung bekomme, mir auch ein Ausgang gar nicht leisten könnte, da mein Äußeres genau so aussieht, wie man sich einen alten Mann vorstellt: Trainingsanzug, keine Schuhe, ungepflegt, muss ich Ihnen also leider absagen. Aber danke, dass Sie an mich gedacht haben.

Ich leiste mir schließlich noch den Hinweis auf zwei aufklärungsbedürftige Sachverhalte, weil sich vielleicht niemand mehr daran erinnert:

Was ist das WASges? Das Gesetz zur Sicherung des Wohlstandes für alle. Was war und ist die ewige Jamaika – Koalition? Unter der Führung von A. Merkel, Salär aus den Händen der Daimler AG ca. 1 Mio Euro, haben sich die Jungen Liberalen, die Jungen Grünen und die Jungen Christen in der Union als Parteien verselbständigt. Sie erreichen jedes Mal zusammen ca. 99 % der Stimmen. Die Mitgliedszahlen bewegen sich bei bundesweit jeweils ca. 1.000. Die Jungen Liberalen (Zusatz: marktradikal, jungendlich, gesund und frisch) hatten bei der letzten Bundestagswahl im Jahre 2029 genau 1.200 Stimmen, aber das waren dann 18 % der abgegebenen Stimmen (18 %? – Westerwelle hatte es wohl auf den Schuhsohlen kleben). Die SPD ist in den Jungen Liberalen aufgegangen. Die die überwiegende Mehrheit ja gar nicht stimmberechtigt ist und der Rest nicht hingeht, reicht das.

Nun, das alles wird keiner sagen bei Ihrer Jubelfeier, weil ja keiner da ist, der es sagen könnte oder dürfte. Bleibt die Erinnerung:

»Die Ideologie des Wachstums ist der fatale Systemfehler unserer Zeit und die »Gewinnwarnung« ihr perversestes Symptom.«(Anstoß vom 16.12.2012, 5.30 Uhr) – heute, 2029, wäre ein solches Satz nicht mehr möglich, weil ihn keiner verstünde, nicht inhaltlich nicht, sondern er würde wie eine Fremdsprache wirken.

Herzlichst an alle, die wenigstens noch eine Zeitung lesen können (für 1.000 Heimbewohner eine Zeitung).

 

Ihnen und den heutigen Kolumnenlesern wünsche ich trotz allem, oder eigentlich gerade deswegen, ein gesegnetes Neues Jahr 2013.

Herzliche Grüße

Ihr

Hauschild

Veröffentlicht von gw am 30. Dezember 2012 .
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Doris Heyer mit (k)einer WBI-Lösung

Grüße Sie Herr Steines, keine Ahnung und keine Lust, diese letzten Tage nur noch am PC zu verbringen um doch noch auf Punkte zu kommen. Die »liebste Zielgruppe« hat doch in diesen letzten Tagen des Jahres überhaupt keine Zeit dazu und ich hätte mir schon gewünscht, dass Sie uns eine Pause im Monat Dezember verordnen, aber nee, die Männer. Denn »Das bißchen Haushalt macht sich von allein«, scheint immr noch aktuell zu sein. Wie dem auch sei, ich kann mich leider nicht beteiligen, stehe völlig auf dem Schlauch und möchte aber nicht versäumen, Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen, vor allen Dingen Gesundheit für die vielen Dinge, die Sie als »Unruheständler« bestimmt im neuen Jahr auch wieder vorhaben. Bleiben Sie uns gewogen mit Ihren Kolumnen, immer mit etwas Ironie, Witz und auch Wahrheiten gewürzt, herrlich. In diesem Sinne, alles Gute und herzliche Grüße von Doris Heyer.

Veröffentlicht von gw am 30. Dezember 2012 .
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Baumhausbeichte - Novelle