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Ohne weitere Worte (vom 20. November)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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»Karl Hopfner ist der Ludwig Erhard ohne Zigarre, der Schöpfer des FC-Bayern-Wirtschaftswunders, die Schnittmenge zwischen Wolfgang Schäuble und Lionel Messi, der Finanz-Schwarzenbeck des FC Bayern.« (Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf der Mitgliederversammlung des FC Bayern über den scheidenden Finanzvorstand Hopfner)
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»Meine jüngste Tochter könnte im Fußball richtig Karriere machen. Aber sie hat nicht so den Drang, sich läuferisch über Gebühr zu bewegen. Sie hat sich erst einmal für Hockey entschieden.« (Felix Magath/gelesen in einem sid-Artikel)
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Hat Sie die Umgebung am Anfang eingeschüchtert? Ehemalige Auswahlsportler, Hochintelligente, Millionärskinder. – »Ja. Auf jedem Handelsparkett gibt es einen Haufen ehemaliger Athleten. Auf unserem Floor hatten wir zeitweise zwei ehemalige NFL-Footballer.« – Weil die für ihre analytischen Fähigkeiten bekannt sind? – »Was bringt einem Hochleistungssport ein? Hart zu sein. Schnell zu sein auf den Füßen und im Kopf.« (Greg Smith, Ex-Investmentbanker, im Spiegel-Interview)
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Sein Lieblingstier ist das Nashorn. Ein Einzelgänger. Sehr kurzsichtig. Braucht eine Weile, bis er in Fahrt kommt, ist dann aber kaum noch aufzuhalten. (…) Manchmal wirken seine Auftritte, seine fast atemlos vorgetragenen Reden, als dope er sich vorher mit einem Liter Nashornblut. (Der Stern über Peer Steinbrück)
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Macho, weiß, von gestern. Ob Mitt Romney oder Peer Steinbrück: Die Männer des Westens sind bedroht – von Frauen, Migranten und vom Rest der Welt (Zeit)
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Warum sagen Sie, dass Ihr Buch »Eroberung des Nutzlosen« all Ihre Filme überleben wird? (…) – »Es steht für mich außer Zweifel, dass derzeit niemand auf der Welt solche Prosa schreibt wie ich. Punkt. Nennen Sie mir einen, der etwas geschrieben hätte wie ›Vom Gehen im Eis‹ oder ›Eroberung des Nutzlosen‹. Raus mit der Sprache!« – Moment, ich bin etwas überrumpelt von der Wucht Ihrer Behauptung. – »Sie können ruhig nachdenken, es ist so.« (Werner Herzog im SZ-Interview)
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Den Martini habe ich kürzlich mit Pierce Brosnan getrunken. (…) Ich war der Moderator von Europas größter Fernsehshow – und er war James Bond. Das kann uns keiner mehr nehmen. Mit jedem Drink wurden wir etwas sentimentaler, und am Ende waren wir gerührt, aber es hat uns nicht geschüttelt. (Thomas Gottschalk« in der Frankf. Allg. Sonntagszeitung)
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»Hände weg von meinem Kerl!« (Paula Broadwell, Exgeliebte des US-Generals und Ex-CIA-Chefs Petraeus, in einer Mail an eine vermeintliche Nebenbuhlerin/aus: »Worte der Woche« in der Zeit)
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Die Bienen haben nichts vom steigenden Honig-Preis. (FAS) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle