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Ohne weitere Worte (vom 9. Oktober)

Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft.
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Kompliment, großer Sport! Eine Krise herbeizureden, wo es weit und breit keine gibt (besser: gab), das ist die hohe Kunst. Aus einer paradiesischen (…) Situation in der Bundesliga eine Herbstdepression zu entwickeln, die der Klub nur noch schwer loswerden kann – auch das unterstreicht das Alleinstellungsmerkmal des Vereins. (Süddeutsche Zeitung über Bayern München und Sammer/Heynckes)
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»Zum Entspannen schaue ich Fußball oder lese den Kicker.« – Fußball? Sie sind doch eigentlich eine einfühlsame Künstlerin. – »Fußball ist doch auch eine einfühlsame Kunst.« (Sophie Hunger, Schweizer Musikerin, im FR-Interview)
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Abzuraten ist Ballack von einem Loddar-Leben (heiraten, heiraten, heiraten und zwischendurch mal eine Mannschaft trainieren) oder vom Becker-Beruf (twittern, twittern, twittern und zwischendurch pokern und Promi-Partys). (FAS)
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Was – außer Sport – gibt Ihnen noch Halt? – »Ich male auch sehr viel. Gerade arbeite ich an einem Porträt von Jürgen Klopp.« (…) – Jürgen Klopp? – »Ja. (…) Nach einem Jürgen-Klopp-Interview habe ich immer das Gefühl, die nächste Woche besser meistern zu können.« (Hunger/FR)
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City-Keeper Joe Hart, der so begeisternd gut hielt, als ob er an einem einzigen Abend für immer mit allen, über 30 Jahre lang angehäuften Witzen und Vorurteilen über englische Torhüter aufräumen wollte. (Süddeutsche Zeitung)
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Haben Sie es bereut, nach Frankfurt gegangen zu sein? – »Ich hatte schon nach drei Tagen gemerkt, dass es ein Fehler war, aber manche Fehler kann man nicht direkt korrigieren.« (Ex-Eintracht-Trainer Reinhold Fanz im Kicker-Telefoninterview »Hallo …. Was machen Sie eigentlich?«)
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»Es wäre mein Wunsch, dass Spieler, die sich auf dem Platz behandeln lassen, drei Minuten vom Spielfeld müssen. Wenn sie wirklich verletzt sind, haben sie den Schutz von drei Minuten verdient. Dann würde mit einem Schlag keiner mehr liegen bleiben, der nicht verletzt ist.« (Heribert Bruchhagen im Sport-Bild-Interview)
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»Ab nächste Woche muss ich wieder für den Bus zahlen. Im Zoo muss ich auch wieder Vollpreis zahlen seit dem 1. September, das ist schon ein Nachteil am Ende vom Studium.« (Werner Kahrmann, 61, der nach 63 Semestern sein Studium beendet hat, im SZ-Interview)
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Fahrradhelme sind schlecht für die Organspende. Sie schützen vor Hirntod. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle