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Ohne weitere Worte (vom 2. Oktober)

(Kluges, Originelles, Peinliches, Schräges, Dümmliches, Erhellendes oder sonstwie Interessantes, gesucht und gesammelt in der deutschen Medienlandschaft)
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Alle Ultras berufen sich auf ein Manifest, sechs Gebote gibt es, eines lautet: »Ultras sollen mit den Ultras anderer Vereine zusammenarbeiten, um die Ware TV-Fußball unattraktiver zu machen.« (Spiegel)
Jürgen Trittin ist aus Protest aus einem Vereinsgremium ausgetreten. – »(…) Kennen Sie diese Fotos, wo er Hähnchen von unserem Mitbewerber Stolle isst? Die haben nachweislich überhaupt keine Bio-Produkte! Er hat das Hähnchen genossen.« (Peter Wesjohann, Vorstand von »Wiesenhof«, dem Trikotsponsor von Werder Bremen)
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»Fußball ist der Hauptteil meines Lebens. Das war bei mir als Kind schon so. Probleme daheim? Egal, Fußball! Schlechtes Wetter? Egal, Fußball! Schlechte Noten? Egal, Fußball!« (Neven Subotic im Sport-Bild-Interview)
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»Wenn ich sehe, wie Mehmet Scholl als TV-Kritiker von fehlenden Basics redet, könnte ich verrückt werden. Am Nachmittag verliert er als Trainer mit dem FC Bayern II gegen Frohnlach, und am Abend macht er Spieler vor einem Millionenpublikum nieder. Das kann doch alles gar nicht sein.« (Armin Veh im Kicker-Interview)
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Den »Sport«, der einerseits Freizeitbeschäftigung, andererseits ein lukratives Geschäft ist, zum Staatsziel mit staatlicher Förderpflicht zu erheben, ist Narretei. (…) Im Übrigen ist es merkwürdig, dass die SPD, wenn sie schon neue Staatsziele postuliert, nicht ein Recht auf Arbeit, sondern ein Recht auf Freizeitbeschäftigung fordert. (Heribert Prantl in der SZ zu den Bestrebungen, die Förderung des Sports im Grundgesetz zu verankern)
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Ministerpräsident Kurt Beck tritt von seinen zahllosen Ämtern zurück. (…) Der Nürkurtring, im Volksmund Kurts Abschussrampe genannt, besiegelte das Ende des einst so beliebten Politikers. (»Zippert zappt« in der Welt)
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»Meine erste Rolle war ein Blattspinat! Grün angemalt wurde ich eingegraben und sollte langsam wachsen.« (Komiker Bastian Pastewka im SZ-Interview)
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Der Wunschkandidat heißt Michael Schumacher. Der kennt sich auf dem Nürburgring aus und ist bald beschäftigungslos, weil er von Mercedes gefeuert wurde. Schumacher wäre der ideale Mann für Rheinland Pfalz. Er hat sich sein Leben lang im Kreis und um sich selbst gedreht, da kann er nahtlos an die Politik seines Vorgängers anschließen. (Zippert/Welt)
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Was hassen Sie am meisten daran, jetzt 70 zu sein? – »Leute, die mich daran erinnern.« (Musiker John Cale, früher »Velvet Underground«, im Welt-Interview) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle