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Ohne weitere Worte (vom 18. September)

Jetzt ist aber mal gut, Waldemar Hartmann. Nein, dem deutschen Fernsehen droht nicht der totale Bedeutungsverlust (…), obwohl der Bayer bald vom Bildschirm verschwindet. Was er mit einem unangenehmen Wimmern begleitet. (…) Jedes Bier geht mal zur Neige. (Frankfurter Allgemeine)
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Da forderte die Reporterin ihn auf, ihr doch jetzt bitte mal etwas schön Pralles, Lustiges auf Deutsch zu sagen, das mit Football zu tun habe. Kuhn überlegte kurz, dann antwortete er: »Lasst uns unserem Gegner ordentlich auf die Fresse hauen!« (Der Spiegel über den neuen deutschen NFL-Profi Markus Kuhn)
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Wie beurteilen Sie die Diskussion um Lance Armstrong? (…) – »Ich würde mir einfach wünschen, dass ich nach fünf Etappensiegen bei einer großen Rundfahrt danach gefragt werde – und nicht nach Lance Armstrong.« (Jan Degenkolb im FAS-Interview)
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Was ist eigentlich der größte Unterschied zu Deutschland? – »Das Autofahren. Wenn es drei Spuren gibt, finden die Russen Platz für fünf. Sie überholen rechts oder fahren über den Gehweg.« (Kevin Kuranyi im FR-Interview)
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Wowereit hat (…) die Grünen als Dilettanten verspottet. – »Das mit den Dilettanten muss er in einem Selbstgespräch gesagt haben. Das wissen wir spätestens seit dem Debakel um den Flughafen.« (Renate Künast im Welt-Interview)
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Was stört Sie am Sprechen? – »Dass ich nicht genug Zeit zum Überlegen habe. Zu Hause am Schreibtisch würde ich die Dinge ganz anders formulieren.« (Schriftstellerin Friederike Mayröcker, 87, im SZ-Magazin)
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Welche ungewöhnlichen Talente haben Sie sonst so? – »Ich kann (…) wahnsinnig gut meine Finger übereinander verbiegen (…), das führt immer zu angeekelten Schreien bei meinen Mitmenschen. Ansonsten kein herausragendes Talent.« (»Supertalent«-Moderator Daniel Hartwich im Welt-Interview)
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Dafür, dass Sie schon so lange in Clubs arbeiten, sehen Sie wahnsinnig gesund aus. – »(…) Ich habe meine Grenzen immer gekannt. Ich bin gerne um sieben Uhr morgens zu Hause.« (Club-Besitzer Heinz Gindullis alias Cookie im Zeit-Magazin)
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»Die Frau will, dass ihr gutes Geschirr auf eine bestimmte Art und Weise in die Spülmaschine geräumt wird. Der Mann findet das unsinnig und hält sich nicht daran, weil er sich dominiert fühlt. (…) Es sind manchmal Kleinigkeiten, aber dahinter stehen oft die großen Lebensthemen. Für den Mann ist das: Du machst nichts richtig; für die Frau: Ich werde nicht gehört in meiner Not.« (Irene Kircher, Paartherapeutin, im FR-Interview) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle