Beitrag ausdrucken Beitrag ausdrucken

Sonntag, 16. September, 6.30 Uhr

Maria Aberl mailt mir Privates über radikale Potenz im Bett und Mr. Wu Liang hat ebenfalls eine Partnerschaftsanfrage, sogar eine mit noch radikalerer Potenz, allerdings auf der Bank:
Ich habe eine Investitionsmöglichkeit, um mit Ihnen mit der Übertragung einer großen Summe Geld (12 Millionen Vereinigten StatesDollars) teilen. Ich bin Herr Wu Liang, ich arbeite für Hang Seng Bank Ltd, hier in Hong Kong. Ich brauche dich um mich im Umgang mit der Übertragung dieses Geld aus Hong Kong, um Ihr Land zu unterstützen. Alles an dieser Transaktion rechtlich ohne Probleme durchgeführt werden. Sobald das Geld auf Ihr Konto wurde tranfered, werden wir im Verhältnis zu teilen, um von dir und mir vereinbart werden. Bitte löschen Sie diese E-Mail, wenn Sie nicht interessiert sind. Ich glaube nicht das Ziel, in jeder Stress in Bezug auf meine Karriere und familly sein.
So, was gibt’s sonst noch Wichtiges? Das Wetter morgens um sechs? Da habe ich Exklusivinformationen, weil: Sie haben’s ja verschlafen. Also: Dicker Nebel, Scheiben beschlagen innen und außen, klamm und kühl und feucht, aber es soll ja noch so werden, wie Sie es sehen, wenn Sie aus der Kiste kommen: Altweibersommer.
Mal schauen, was die große weite Welt an Wichtigem zu bieten hat: Bundeskartellamt will mehr Wasserpreis-Kontrolle / Trittin: Gewinnen kann Rot-Grün nur mit Mut / Unternehmen machen Druck für schärfere Korruptionsregeln / Struck: FDP ist für die SPD derzeit nicht koalitionsfähig / Gähn.
Aber hier: Die Kunstausstellung documenta in Kassel endet nach genau 100 Tagen. Schade. 100 Tage lang daran gedacht, auch mal hinzufahren. Immer auf die lange Bank geschoben. Jetzt heißt’s fünf Jahre warten.
Die Deutsche Bank hat noch keine Entscheidung über einen Ausstieg aus dem Markt der Nahrungsmittelspekulationen getroffen. So so. Innerer Kern der Meldung: Die Deutsche Bank spekuliert mit Lebensmitteln.
Innerer Kern: Solch einen pleonastisch doppelt gemoppelten weißen Schimmel sollte ich in den nun zu schreibenden Montagsthemen tunlichst vermeiden. Und solche betulichen Füllwörter wie »tunlich« ebenfalls. Ach, schrieben sie sich doch so einfach wie dieser hingemurmelte Blogblog, diese Montagsthemen, für die ich bis jetzt nur “Gelb für Trikotausziehen/FIFA kuscht vor Moslems” auf dem Zettel steht. Ist das eigentlich allgemein bekannt? Falls nicht, staunt der Leser. Bis dann.

Baumhausbeichte - Novelle