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Ohne weitere Worte (vom 24. Juli)

Vor ein paar Tagen fiel ihm ein, dass es bei der Vergabe der WM nach Deutschland nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. (…) Im Jahr 2006 bekam Blatter das Bundesverdienstkreuz. (…) Man kann sich fragen, warum Merkel diesem Mann, den viele den Robert Mugabe des Fußballs nennen, einen Orden geben musste? Jetzt fordern viele Politiker, Blatter den Orden wieder wegzunehmen. Sie bedenken allerdings nicht, dass Deutschland damit auch den schönen 3. Platz von 2006 verlieren würde. (»Zippert zappt« in der Welt)
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»Als die Nationalmannschaft ausgeschieden ist, haben sich manche fast weniger über das Ausscheiden an sich geärgert, sondern vielmehr darüber, dass man ihnen die nächste Party verdorben hat.« (Bruno Labbadia im Sport-Bild-Interview)
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Als Julian Draxler (…) von einheimischen Journalisten gefragt wurde, was er eigentlich mit der Schwarzwald-Region verbinde, sorgte der Jung-Nationalspieler für bedröppelte Gesichter. Draxler erwähnte nicht etwa Kuckucksuhren oder die malerische Landschaft, sondern entgegnete: »Das Einzige, was ich weiß, ist, dass die Zecken hier besonderes aggressiv sein sollen.« (Kicker)
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Für seinen Vater war es ein Risiko, alles in den Sohn zu investieren. »Wenn man das mit einem Sportler alleine macht, alles auf ihn setzt, und der kippt weg, ist das ein Riesenmist«, sagt er. (…) Schon in der Schule war er der Sonderling, der beim Eislaufen einen rosafarbenen Helm tragen musste, weil die Verletzungsgefahr zu groß war, der wegen seines »Schwuchtelsports« von den Mitschüler gehänselt wurde. (SZ-Magazin über Wolfgang und Fabian Hambüchen)
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Hilft Ihnen ein Mentaltrainer, um dem enormen Druck standzuhalten? – »Mein Mentaltrainer ist mein Kalender. Ich zähle die Tage bis zum Wettkampf und fertig. Ich brauche niemanden, der mir sagt: ›Glaube an dich, Junge, zähle vor dem Wurf noch mal ruhig von 21 bis 23.‹ Ich muss mir auch keine Nadel ins Ohr stechen oder einen Teddybären anflehen.« (Robert Harting im BamS-Interview)
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»Neulich wurde ich von einem Journalisten angerufen, der eine Sendung über Burn-out machen wollte. (…) Ich wies ihn darauf hin, dass nach der ICD 10, der internationalen Klassifikation psychischer Störungen, Burn-out gar keine Krankheit ist, sondern eine Z-Kategorie, also eine Befindlichkeitsstörung wie zum Beispiel Stress mit der Schwiegermutter.« (Dr. Manfred Lütz, Chefarzt, Psychiater, Theologe und Bestsellerautor, auf der SZ-Sonderseite »Gesund im Beruf«)
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Rösler hat ein wachsendes Autoritätsproblem in den eigenen Reihen. Höflichkeit, Ehrlichkeit und die Bereitschaft zur Selbstkritik sind keine Eigenschaften, die von einem Parteivorsitzenden erwartet werden. (Spiegel)
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»Er insistierte aber, die Menschen seien doch heute rund um die Uhr erreichbar, durch E-Mails, Handys und so weiter. Ich antwortete, dass die Menschen im Dreißigjährigen Krieg rund um die Uhr durch die Schweden erreichbar gewesen seien, das sei viel unangenehmer gewesen.« (Lutz)
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»Ich kannte seinen Namen nicht. Ich habe Chirac zu ihm gesagt.« (Tour de France-Sieger Bradley Wiggins nach einer Siegerehrung durch Francois Hollande/notiert von der WamS) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle