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Ohne weitere Worte (vom 10. Juli)

In der Vergangenheit gab es in Dortmund nach teuren Spielerverpflichtungen in der Mannschaft Neid-Diskussionen. – »Grundsätzlich kann ich so etwas nicht ausschließen. Aber der Unterschied zu früher ist, dass ich jemanden, der so etwas anzettelt, nicht mehr mitspielen lassen würde.« (Jürgen Klopp im Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)
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Trotzdem hat Borussia Dortmund als Saisonziel nur die Qualifikation für die Champions League formuliert. – »Ohne philosophisch werden zu wollen: Die Vorstellung, nur glücklich werden zu können, wenn man maximalen Erfolg hätte, wäre furchtbar.« (Klopp, philosophisch werdend, in der FAS)
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»Der spektakulärste Sportdirektor-Transfer in der deutschen Geschichte. Aber deutlich schlimmer wär’s, wenn die Bayern Matthias Sammer als Spieler in Bestform geholt hätten.« (Klopp im Bild-Interview)
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Klopps feiner Seitenhieb für Joachim Löw. (…) »Keiner«, sagt der Trainer, »keiner wird spielen, weil er im vorigen Jahr gut war. Es wird nur spielen, wer gut in Form ist. Dass das Sinn macht, hat die Euro gezeigt.« (Kicker)
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Fußball-Deutschland diskutiert über Joachim Löw. – »Das halte ich für völlig blödsinnig. Auf das Niveau werde ich mich nie runtersaufen können.« (Klopp in Sport-Bild)
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»In seiner Eigenschaft als bester Fußballtrainer der Welt hat Löw bei der EM den großen Rätselmann gespielt, den Mystiker des Fußballs, hinter dessen schlauen Augen sich immer eine Überraschung verbirgt. Und gegen Italien verbarg sich dahinter diese Aufstellung, die jeder Trottel besser gemacht hätte.« (Dieter Hildebrandt/FAS)
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Trauen Sie Ihren Konkurrenten? – »Ich habe schon seit jeher das Gefühl, dass Russen, Weißrussen oder Ukrainer was nehmen. Mein Trainer, der früher für Russland gestartet ist, sagte mir aber, dass die Osteuropäer genauso über uns denken.« (Pascal Behrenbruch in BamS)
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»Mir wird ja gern vorgeworfen: Du machst nur Blödsinn. Das stimmt, aber Nonsens ist kein reiner Schwachsinn, es ist ein verweigerter Sinn. Der Betrachter wird in ein scheinbar stabiles Sinngebäude gelockt – und dann lassen wir ihn voll gegen die Wand laufen. Das kostet schon eine gewisse Mühe.« (Otto Waalkes im FAS-Interview)
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»Alles, was aus Anstrengung entsteht, ist Scheiße. (…) Ich habe mich noch keine fünf Minuten im Leben angestrengt. Man muss sich entscheiden. Gute Kunst entsteht nicht aus Anstrengung. Sondern absichtslos. Aus Lust.« (Flake Lorenz von Rammstein im SZ-Magazin)
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Das Mini-Referee-System (MRS) konnte nicht überzeugen. Dabei wird ein kleinwüchsiger Schiedsrichter in den Ball eingenäht und kann durch ein Loch sehen, ob er im Tor ist oder nicht. (»Zippert zappt« in der Welt über Fifa-Tests)
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Beckenbauer hat sich bei Gasprom als Botschafter verpflichten lassen. – »Ich glaube das immer noch nicht. Da steckt wahrscheinlich die ›Titanic‹ dahinter.« (Hildebrandt/FAS)
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Mal stehen da nur zwei Zeilen (…) und schon klingt das wie die Gesamtausgabe Rainer Werner Fassbinders. »In stillen Nächten weint ein Mann / Weil er sich erinnern kann.« (SZ-Magazin über Notizen von Rammstein-Sänger Till Lindemann)
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Torhüter schätzen, dass über 90 Prozent aller Bälle nicht wirklich drin gewesen sind. (Zippert/Welt) (gw)

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