Archiv für Juli 2012

Sonntag, 29. Juli, 11.30 Uhr.

Wusste nicht, dass Kollege „htr“ die erste Seite schon layoutet hat.  Erste Fassung der Montagsthemen ist  fertig, ich gucke mal auf die Seiten für morgen, sehe das Layout, beame probehalber die erste Fassung der Montagsthemen rüber – und siehe da, sie ist erstmals seit Menschengedenken deutlich kürzer statt bis zu doppelt so lang wie geplant. Schön, da schreib ich halt schnell noch was zu „Rot über die Ampel“ und muss nicht noch stundenlang knipsen und knappsen, klicke ein kleines Olympiaemblem rein, und schon passt der Text zeilengenau in den Rahmen. Voila, steht online. Aber ab sofort gilt mein Vorhaben der Selbstbesch(n)eidung!

Für das Blog-Archiv (gw-Beiträge Anstoß, Link rechts) gilt das Recht der ersten Fassung. Noch haben meine beiden persönlichen Kontrollinstanzen den Text nicht abgenommen. Ob und wie sie ihn durchgehen lassen, merkt der frühe Leser, wenn er später noch mal nachschaut (so provoziert man Klicks!)

„Kid Klappergass“ hat gemailt, guter Anlass, wieder einmal seinen Blog zu empfehlen. Was er in seinen aktuellen Notizen schreibt, entspricht fast deckungsgleich meinen Empfindungen in Sachen Inui und Idrissou.

Veröffentlicht von gw am 29. Juli 2012 .
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Sonntag, 29. Juli, 6.35 Uhr.

Draußen dämmrig, diesig, nieselregnerisch, kühl (so stellt man sich Olympiasommer in London vor), drinnen, in der Redaktion, stockt noch die Hitze der letzten Tage. Alles ist in den Ferien, in den bevorzugten Blogs von Wolfgang Herrndorf bis Jan Seghers gähnt die Leere, auch ich lasse frequenzmäßig nach, den Lesern nacheifernd oder nachbaumelnlassend, die ihre Mailfrequenz ebenfalls auf Ferienmodus gestellt haben. Nur die Zeitungskolumne läuft und läuft. So soll es und muss es auch sein, Endlosschleife, so lange der Leser und noch so ein gewisser HERR es will.

Für die Montagsthemen häufen sich die Notizen zu einem Zettelberg: Eröffnungsfeier und Waffenhandel / Nürburgring-Zitat in der Zeit / Occean statt Idrissou / das große Warten auf die Leichtathletik / Fahrradkette / Stadionrunde /Schweiß / Coe-Ovett / Kasachstan, Wino und Borat / Ole von Beust und die rote Ampel / Breno und der Maurer / Rammstein / Bild als neues deutsches Mies-Orakel usw. usw. Der Berg wächst, die Kolumne wird kleiner, denn während Olympia soll sie nicht ausufern (Eigenbefehl), um die Relation zum Ereignis zu wahren. Zwei Wochen lang soll sie im kleineren Rahmen als üblich Anstöße am Rande liefern, möglichst ausschließlich mit Themen und Themchen, die anderswo nicht oder ganz anders auftauchen, nicht olympiamonothematisch und immer auf eigenem Pfad.

Gestern im Auto kurz HR-Infokanal gehört. Zu Gast war der SPD-Politiker Gerhard Merz, zumindest früher ein aufmerksamer Leser meiner Kolumnen (und heute?). Merz, das war das HR-Thema,  hat auch einen Zettelberg: Er sammelt blöde, überflüssige, ungetümige,  floskelige und verhaspelte Sätze aus Reden seiner Kollegen, Presseerklärungen und ähnlichem. Die Fahrt war zu kurz, um alles mitzukriegen. Sammelt Gerhard Merz auch Journalisten-Binsen und -Hülsen und -floskeln  (wobei Binse auch schon eine floskelige Hülse und dies hier auch noch mehrfach gemoppelt ist)? Der SPD-Mann (intern, sagt man, sehr einflussreich auf Hessen-Ebene) scheint jedenfalls eine Eigenschaft zu besitzen, die man jedem Politiker wünscht: Beim Aufspießen der Fehlleistungen anderer immer im Hinter- und Vorderkopf zu haben, bei sich selbst auch ganz schön viel aufspießen zu können. Das schwebt auch immer über und in dem, was ich schreibe. Zum Beispiel in den nächsten Sonntagmorgenminuten bis -Stunden für die Montagsthemen, die um so mehr Zeit in Anspruch nehmen, desto weniger Zeilen sie haben sollen. Bis dann.

Veröffentlicht von gw am 29. Juli 2012 .
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Dienstag, 24. Juli, 13.00 Uhr

Den Hambüchen-Text, aus dem ich „Ohne weitere Worte“  zitierte, las ich im Zeit-Magazin, schrieb aber SZ-Magazin. Eine liebe Kollegin will „nicht hoffen, dass sich womöglich altersbedingte Ungenauigkeiten einschleichen“. Bei mir doch nicht! Also: Das Zitat habe ich im SZ-Magazin gefunden, schrieb aber Zeit-Magazin … oder so  … oder wie?

Auch Dr. Joachim Bille hat „gerade den heutigen oww-anstoß gelesen. ich weiß, dass witze erklären blöd ist. aber müsste man dem gemeinen oberhessischen leser nicht erklären, dass der schalker julian draxler mit seiner aussage zu den aggressiven zecken im schwarzwald eine (für einen schalker gar nicht mal unwitzige) anspielung auf die innige freundschaft zwischen den königsblauen und den schwattgelben gemacht hat?
wie Sie sicher wissen, nennen in westfalen die schalker fans die dortmunder liebevoll ›zecken‹. oder ist das vielleicht doch auch in hessen allgemeinbildung?“

Eigentlich schon. Ich hatte allerdings nicht daran gedacht, was in „Ohne weitere Worte“ aber kein Problem ist, da dort grundsätzlich keine weiteren gw-Worte zu stehen haben. Doch mit Dr. Billes Erinnerung wird das Zitat in der Tat noch hübscher. Danke.

Momentan herrscht viel künstliche Aufregung um Imke Duplitzers Funktionärs-Bashing. Aus eigener leidvoller Erfahrung würde ich gerne zustimmen, doch erstens weiß ich nicht aus erster (also meiner) Hand, ob Funktionäre von ihren Sportlern immer noch weiter weg sind als als die Erde vom Mond, und zweitens denke ich bei Duplitzer nur an das grüßende Murmeltier und Pawlows Hunde. Gut „getaimte “ Selbstinszenierung, und wenn die Fressglocke läutet, läuft der Kollegenschar das Wasser im Mund zusammen, und das können sie nun mal nicht halten. Duplitzer müsste eigentlich Triplitzer oder Quattroplitzer heißen … huch, ist mir da ein netter Gag unterlaufen? Oder nur ein armer Kalauer? Muss ich drüber nachdenken, bis zur Samstagskolumne. Ob da die Triplitzer reinkommt, weiß ich noch nicht, aber die Duplitzer mit zwei typischen Zitaten in jedem Fall. Zitiert vor einiger Zeit in „Ohne weitere Worte“ – womit sich heute der Kreis schließt. Oder heißt es „der Greis schließt“? Aua, das tut weh und kommt ganz bestimmt nicht ins Blatt. Dafür aber am  Mittwoch das OlympiABC, am Donnerstag die Wer-bin-ich?-Auflösung, am Freitag das OlmypiABC-Ende und am Samstag der Sport-Stammtisch. Bis dann!

Veröffentlicht von gw am 24. Juli 2012 .
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Freitag, 20. Juli, 11 Uhr

Der „Sport-Stammtisch“ steht schon online, weil im Sonntagmorgenmodus geschrieben. Erst am Sonntagabend kommen die „Montagsthemen“ dran, dazwischen gibt’s auch keinen Blog. Drei Gründe zur Auswahl: 1. Bin bei der Tour de France. 2. Habe Einladung von Juan Carlos zur Großwildjagd. 3.

Grund 3. stimmt. Bis dann!

Veröffentlicht von gw am 20. Juli 2012 .
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Mittwoch, 18. Juli, 17.00 Uhr

Der Wer-bin-ich?-Anstoß mit Lösung Rürup und neuer Frage steht online, ebenso ein Anstoß extra zu FIFA und Schleck (beides morgen im Blatt), dazu eine Auswahl schöner Lösungswege zu Rürup in der Mailbox (Links rechts, den Mini-Gag lasse ich mir nicht entgehen).

War so vertieft in die Arbeit, dass ich erst zu spät den Fernseher eingeschaltet habe. Schon wieder Voeckler also. Schon erstaunlich, wie er immer wieder schwerste Etappen gewinnt, aber in der Gesamtwertung ganz vorne nie eine Rolle spielt.

Schönes kleines Erfolgserlebnis heute früh: Die Überschrift OlympiABC wurde diesmal nicht von wohlmeinend korrekten Geistern in OlympiAbc verungagt. Ist ja wirklich nur eine klitzekleine, unerhebliche Wortspielerei, das OlympiABC, aber wenn daraus sogar nur ein OlympiAbc gemacht wird, denkt der Leser: Hää? Schön aber der Grund, warum das ABC bei uns Abc heißt: Damit bei Fotos von Schulanfängern die Abc-Schützen nicht mit ABC-Schützen (atomar, biologisch, chemisch) verwechselt werden können. Mein Vorschlag zur Güte: OlympiABC ist ein offiziell nicht existierendes Wort und darf daher so geschrieben werden, wie sein Erfinder will. Wenn ich aber irgendwann mal einen Bundeswehrsoldaten sehen sollte, der sich mit einer Schulanfängertüte tarnt, werde ich ihn sofort öffentlich enttarnen: Du bist kein Abc-, sondern ein ABC-Schütze!

Dass ich in meinen Kolumnen die korrekte Rechtschreibung manchmal absichtlich beuge (manchmal leider auch unabsichtlich), dürfen sich junge Kollegen natürlich nicht zum Vorbild nehmen. Nur ich habe Alterswahnsinnsbonus!

Veröffentlicht von gw am 18. Juli 2012 .
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