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Michael Fliegl zum Sport-Stammtisch (tätowierte Unterarme u.a.)

Astrein, morgens schon fröhlich gelacht, Ihre Infragestellung der Merkel-medialen Wirklichkeit ist natürlich völlig berechtigt.
Ich erweitere : möglicherweise wird ja Ihre Kolumne von einem Zufallsgenerator-gesteuerten GERD-9000-Multimedia-Elektronikgehirn gespeist ?!?
Mit Licht & Schatten allerdings, denn dieser mit künstlichen Emotionen gefütterte Chip-Geselle hätte sich einen naserümpfenden Kommentar auf tätowierte Fußballerunterarme verkniffen.
In der etwas zivilisierteren modernen Variante der Gladiatorenspiele – auch Fußball genannt - herrschen natürlich martialische Gesetze, und so wird der moderne Gladiator durch möglichst furchteinflössendes Äusseres versuchen, dem Gegner Angst einzuflössen, was die Vokuhila der 80er zugegebenermassen eher gegenteilig bewirkte.
Wundersamerweise trug man zur damaligen Zeit unterm Trikot keine Schulterpolster, in der Tierwelt ist so ein Aufplustern ja Gang & Gäbe.
Es spricht da allerdings bei (gw) der den Mechanismen des Popzeitalters und seiner Modeerscheinungen resistente Herrenverstand, der sich auf eher biederes Erscheinungsbild reduziert (ausser wenn deren bessere Hälfte ausstaffierend einwirkt, weil man ja lieber an der Seite eines Hahns als eines Hähnchens einherflaniert) – einleuchtend ?
Übrigens finde ich ein EM-WM-wieauchimmer-Studio im oberosthessischen Bad Salzschlirf eine supergute Idee (es würde nebenher die internationale Aufmerksamkeit auf die Misere der Kurbäder lenken), aber dann bitte auch mit erfrischenderen Fußball-Experten wie z. B. Jimmy Hartwig, Ansgar Brinkmann oder Jan Aage Fjörtoft.
Die unerträglichste Unerträglichkeit sind ja bei dieser EM bisher nicht die boulevardesken Randerscheinungen (schliesslich sehen ja auch im Gegensatz zur BuLi viele Vertreterinnen der besseren Menschheitshälfte zu) sondern die geistigen Biedermänner- und -frauen zwischen den Spielen, den sogenannte Moderatoren, gibt es eigentlich einen Beruf für den man ähnlich wenig Qualifikation braucht wie Moderator/in ???
Z. B. Oli Kahn in seiner unnatürlich verkrampften Gestik, der stets farblose Beckmann, ja sogar vorgestern mal der Loddar, da fehlt eigentlich bloss noch dieses heutzutage völlig nutzlose ehemalige Tennis-As “Das Bobele”, und das Panoptikum wäre perfekt.
Ich gebe Ihnen völlig recht : da vermisst man plötzlich “Plumpaquatsch” Netzer !
Ansonsten : bitte immer schön unbeirrt weiter endbildzeitungisierend wirken, dann gibt’s auch irgendwann einen Leberkäs-mit-Ei -Tattoo-Gutschein von Ihrem Prollunterarmleser ;-) (Michael Fliegl)

Baumhausbeichte - Novelle