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Ralf Protzel zum Relegationsspiel

Ich habe heute natuerlich auch mit Kollegen diskutiert. Interessantester Punkt: Warum hat der Schiri das Spiel nicht schon vorher unterbrochen? Seine Assistenten muessen doch bemerkt haben, dass sich da was am Spielfeldrand getan hat. Dann waere das Ganze wohl nach einer Kurzunterbrechung zu Ende gegangen. Das Erstaunlichste war ja die Tatsache, dass es der Stadionsprecher ueberhaupt geschafft  hat, die allermeisten Leute wieder auf die Tribuene zu bekommen. Bei der Diskussion ueber die Konsequenzen fuer dieses Spiel war das ganze Meinungsspektrum dabei. Ich bin der Meinung, es sollte wiederholt werden. Was alles in 2 bis 3 Minuten passieren kann, hat man ja am letzten Wochenende in England erlebt, und Bayernfans haben 1999 ja DEN sportlichen Tiefpunkt innerhalb dieser kurzen Zeit erleiden muessen.  Die spuerbare Nervositaet der Duesseldorfer und das letzte Aufbaeumen der Berliner waren nach so einer langen Unterbrechung, unter den gesehenen Umstaenden nicht mehr gegeben. Das war schon ein massiver Eingriff ins Spiel. Dass ueberhaupt noch einmal angepfiffen wurde, ist, wie zu lesen war, sicher auch unter Deeskalationsgesichtpunkten entschieden worden. Alle ueber das Spiel hinausgehenden Konsequenzen lassen sich, wie Sie ja geschrieben haben, nur nach einer eher langen Denkpause ableiten. (Ralf Protzel, Bonn)

Baumhausbeichte - Novelle