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Ohne weitere Worte (vom 15. Mai)

Wer Dortmund noch immer unterschätzt, hat das Spiel nicht verstanden. (Süddeutsche Zeitung)
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»Uli Hoeneß ist in seiner Seele gekränkt, weil er wieder gratulieren musste.« (Boris Becker im WamS-Interview)
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Gibt es eigentlich eine Verpflichtung für die Bundesliga-Klubs, Sky künftig umfangreicher als bisher zur Verfügung zu stehen vor und nach den Spielen? (…) – »Man muss eine mediale Gegenleistung erbringen, und die besteht nicht nur darin, 90 Minuten Fußball zu spielen.« (DFL-Geschäftsführer Christian Seifert im SZ-Interview)
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Ein Schlüsselspieler ist Mesut Özil, der Sie in Madrid überflügelt hat. – »Was hat er gemacht?« – Sie haben 100 Spiele für Real absolviert, Özil nun schon 104. – »Um Himmels willen, ich bin niedergeschlagen. Diese Meldung hätten Sie mir doch ersparen können.« (Günter Netzer im Welt-Interview)
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»Man darf keine zu hohen Erwartungen haben«, warnt Jockey Andrasch Starke. »Dass sie den Arc gewonnen hat, ist ungefähr so ungewöhnlich wie die Europameisterschaft der Griechen im Fußball.« (SZ-Magazin über »Prix de l’Arc de Triomphe«-Siegerin Danedream)
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Damals kaufte er am Ende eines Schuljahrs von seinen Mitschülern gebrauchte Lehrbücher. Zu Beginn des neuen Jahres verkaufte er diese an jüngere Schüler. Den Gewinn legte Schockemöhle nicht auf die hohe Kante, sondern investierte ihn. In Hühner und Ställe. (Zeit über Unternehmer und Ex-Springreiter Paul Schockemöhle)
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Am Tag nach Ihrer Kreml-Krönung stolperten Sie in Moskau dem Puck hinterher, ließen sich für den Siegtreffer, den Sie erzielen durften, in einem Showspiel feiern und erhielten dafür auch noch Applaus von zwei ehemaligen Polit-Promis, die so blöde waren, dem ganzen Spektakel auch noch beizuwohnen: Gerhard Schröder und Silvio Berlusconi. Wie schön, Herr Putin, dass Sie noch ein paar Sportsfreunde haben. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)
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Je mehr Zeit kumulativ Kinder in einer Einrichtung verbrachten, desto stärker zeigten sie später dissoziales Verhalten wie Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigung, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Gemeinheiten begehen, Grausamkeit, Ungehorsam oder häufiges Schreien. (Dr. Rainer Böhm, Kinder- und Jugendarzt, in der FAZ über Krippenbetreuung)
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Sie sind jetzt 67 Jahre alt, wie lautet Ihr Fazit so weit? (…) – »Lebenswerk bedeutet ja auch, nicht in die Knie gegangen zu sein. Und das ist allerhand.« (Wolfgang Joop im SZ-Interview)
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»Was schreibst Du einem guten Freund, der seinen liebsten Menschen verloren hat?«, fragt er einmal den Skeptiker Odo Marquard, der darauf antwortet: »Den Brief schreibt meine Frau.« (FAZ in einer Besprechung des Erinnerungsbuches »Über Gott und die Welt« von Robert Spaemann) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle