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Tobias Ullrich zur Nach-Lese (Generation Rücksitz)

Habe die Nachlese erst mit Verspätung gelesen. Und leider fehlt mir die Zeit für für längere Ausführungen zum Thema. Aber etwas muss ich
doch loswerden: Ich finds immer wieder traurig wenn sich Kulturschaffende vor den Karren einer unflexiblen, uninnovativen Industrie spannen lassen. Besonders traurig ist es, wenn es sich, wie bei Ihnen (oder Sven Regener) um Leute handelt, die ich sonst gerne lese, sehe oder höre. Wer zwingt Sie und Ihren Verlag denn bitte Ihre Produkte Online zu verschenken? Nehmen Sie doch Geld dafür! Sie fragen doch nicht mal nach einer freiwilligen Zahlung (so bezahle ich z.B. für die taz). Sie fragen nicht mal ob ich durch das Anschauen von Werbung zur
Finanzierung des Angebots beitragen würde (so macht es z.B. heise). Was bleibt ist nichts als Gejammer, statt sich mal konstruktiv mit dem
Thema auseinander zu setzen. (Tobias Ullrich)

Größtenteils stimme ich Ihnen zu, die Schuld der Verlage habe ich ja erwähnt und auch schon öfter geschrieben, dass sie mit viel Geld- und Arbeitseinsatz den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Es bleibt aber das (und mein) Kernproblem: Eigentum ist Eigentum, egal ob Brötchen, Haus, Schallplatte oder Buch. Den Eigentums-Schutz im Internet muss man kreativ neu ordnen, schon aus praktisch-technischen Gründen. Da ist unser ganzes Metier gefordert, mir als kleinem Licht bleibt nur, immer wieder auf das Eigenastabsägen hinzuweisen.
Nebenbei: Vor einiger Zeit musste ich knapp 800 Euro Strafe zahlen, weil von meinem Computer in meinem Haus nicht von mir und ohne mein Wissen ein Kinder-Detektivbuch runtergeladen worden ist. Beinahe wäre ich zu den Piraten gegangen!

Baumhausbeichte - Novelle