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Ohne weitere Worte (vom 8. Mai)

Mit durchgestrecktem Rücken, steif wie ein Pinsel, stolziert Robben über den Platz und führt sich auf, als gehöre ihm der Ball, die anderen können ihn sich hin und wieder ausleihen. (Der Spiegel)
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Geht Büskens nach Köln? Findet Luhukay in Gladbach heimatnahe Verwendung? Was ist mit den Gerüchten, Favre könnte auf Leverkusen spekulieren? Oder spekuliert Leverkusen auf Büskens? Selten war der Trainermarkt so inter-essant und ineinander verhakt. (Süddeutsche Zeitung)
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Robben, Spieler beim FC Bayern, macht es selbst den eigenen Fans schwer, ihn zu mögen, weil er so fies und so weinerlich ist. Zuneigung bekommen beide nur für Erfolge. (Der Spiegel)
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Und trotz anderslautender Bekenntnisse dürfte auch noch nicht sicher sein, ob ein knapp 67-jähriger Trainer weitermacht, wenn er mit dem berühmtesten deutschen Klub demnächst die Champions League gewinnt. (SZ)
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Die Hand von Torwart Iker Casillas streifte den Ball (Anm.: beim Elfmeter), und um ein Haar wäre von Robben in München nur die Erinnerung an einen galaktischen Kotzbrocken geblieben. (Der Spiegel)
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»Ein Charakter entwickelt sich ein Leben lang. Für meine Jungs gilt das natürlich auch. Man kann ja nicht auf dem Stand eines 16-Jährigen stehen bleiben, für den es nur darum geht, unbedingt das nächste Mädchen kennenzulernen.« (Jürgen Klopp im WamS-Interview)
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»Mein Aufschlag auf den Boden der Realität war überaus drastisch. In der Nacht (…) war ich viermal mit unserem Hund im Garten und habe mich nassregnen lassen. Denkt man ja auch nicht, dass man gerade den Titel verteidigt hat und in der zweiten Nacht danach seinem durchfallkranken Hund zuschaut.« (Klopp im FAZ-Interview)
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Es heißt aber doch auch, Erfolg verändert die Menschen … – »Möglicherweise dämliche Menschen, ja. (…) Ich glaube, eine gewisse Intelligenz reicht aus, um komplett klar zu bleiben.« (Klopp/FAZ)
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»1994 in den USA waren wir die beste Mannschaft, und den Titel bei der WM in Frankreich 1998 haben wir auch aus dem Fenster geschmissen, weil gewisse Dinge nicht gepasst haben. (Jürgen Klinsmann im FR-Interview)
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»Ich wusste auch, warum wir Italien 2006 nicht geschlagen haben. (…) Und um Ihre nächste Frage gleich vorwegzunehmen: Kann man so etwas den Medien sagen? Nein! Aber intern? Ja!« (Klinsmann/FR)
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Grills Fußballer müssen Yoga machen. Eine halbe Stunde täglich, das macht er selbst so. Alle 16 Spieler, die er betreut, ohne Ausnahme. Der Yogalehrer fliegt alle zwei Monate aus Oxford ein, um die Spieler zu kontrollieren. (SZ-Magazin über den Spielerberater Roman Grill/unter anderen von Philipp Lahm)
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Die Australierin Alicia Coutts hat erzählt, dass (…) eine Konkurrentin ihr im Callroom mehrmals mit dem Ellbogen an den Kopf gestoßen habe und sich beim Hochgehen in die Arena umgedreht und vor ihr auf den Boden gespuckt habe. Kommt so was öfter vor? – (…) »Es gab ja mal eine Schwimmerin, die hat, viele Jahre her, immer auf die Bahn der Gegnerin gespuckt.« (Paul Biedermann im FAS-Interview)
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Was war Ihr erster Gedanke, nach Ihrem fast tödlichen Unfall? – »Dass ich fast zugrunde gegangen bin. Der Priester hatte mir schon die letzte Ölung erteilt, er stand neben mir, ohne mit mir zu reden, weil er gedacht hat, dass ich im Koma sei. Ich hätte erwartet, dass er sagt: ›Lieber Gott, bitte hilf diesem Mann‹ oder so etwas. Hat er aber nicht. Das hat mich so geärgert, dass ich mir vorgenommen habe, jetzt erst recht gesund zu werden.« (Niki Lauda im Zeit-Magazin-Interview)
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Und wenn er ehrlich ist: Er hätte die Sendung auch nicht geguckt. (Der Stern über das Aus für Thomas Gottschalk in der ARD)
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»There is no next time. Your show is kaputt and finished.« (MTV-Legende Ray Cokes zu Harald Schmidt, als der sich »bis zum nächsten Mal« verabschiedete/Zitat: WamS) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle