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Ohne weitere Worte (vom 2. Mai)

Die ganz große Bühne sollen sie auch erobern, nicht weil sie müssen wie der FC Bayern, sondern weil sie es können, weil es kein Zufall ist, dass sich die Dortmunder Legende Nobbi Dickels versprochen hat in der Aufregung (…) und er auf einmal von »Marco Götze« sprach, dem Traum-Duo aus Mario Götze und Marco Reus, das die nächste Spielzeit noch aufregender machen dürfte. (Zeit-Autorin und BVB-Fan Carolin Emcke)
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Klopp, sagt Kuhl, lasse mit solchen Aussagen den Funken überspringen. Noch so ein Wort aus der Umgangssprache, das für den Psychologen präzise trifft. »Was wir den Funken nennen, ist im Moment der gelungenen Kommunikation ein Riesenkomplex an Informationen, die alle an der bewussten Sinneswahrnehmung vorbei unbewusst ins Selbst fließen. Das ist die Kraft einer gekonnten Suggestion.« (Stern)
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»Wenn es bei den Bayern zur Pause nicht gut lief, schlug die Stunde von Oliver Kahn. Da ist der ein oder andere schon mal 30 Sekunden später in die Kabine gekommen, weil er wusste, der schlimmste Teil von Kahns Wutausbruch ist schon vorbei.« – Klingt schrecklich … – »Eine gewisse rohe Komponente gehört zum Fußball dazu.« – Gehört das nicht in die Rubrik »Verblasste Mythen«? (aus einem Zeit-Magazin-Interview mit Michael Ballack)
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»Manuel hat sich längst auf der ganzen Welt einen Namen gemacht«, sagt Andreas Köpke (…), »die Schützen wissen: Wenn ich den Kerl bezwingen will, muss ich mir was Besonderes einfallen lassen.« Der Elfmeter von Ramos ging besonders weit drüber. (Süddeutsche Zeitung)
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Er neigt bei aller Brillanz am Ball zu einer etwas billigen Theatralik, wenn die Dinge nicht nach Wunsch laufen; hochgeworfene Arme, aufgerissene Augen, akut auftretende und rasch verschwindende Schmerzattacken. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über Arjen Robben)
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Ist es ein Zufall, dass in dieser Saison zwei spanische Sportidole in deutschen Ligen spielen? – »Wen meinen Sie?« – Den Fußballer Raul. Und den Handballer Romero. – »Das Idol heißt Raul. (…) Nicht einmal, wenn ich auf eine Leiter steige, reiche ich bis zu seinen Knien.« (Handballer Iker Romero im SZ-Interview)
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»Ich habe eine Abkürzung gefunden, aus der Armut zu rennen. (…) Wenn ich nicht liefe, würde ich eine andere harte Arbeit machen und sehr wenig verdienen (…) Laufen ist ein guter Job.« (Kenias Marathon-Weltrekordler Patrick Makau im FAS-Interview)
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»Die Wahrheit unterliegt nicht einer Mehrheitsabstimmung. Es ist gut für den, der sie erkennt, es ist schlecht für den, der sie nicht erkennt. Die Wahrheit ist auf Zustimmung nicht angewiesen.« (Schriftsteller Martin Mosebach im Welt-Interview über Religion)
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Es gilt festzuhalten, dass Chelsea Titelverteidiger Barcelona mit abartigem Fußball ausgeschaltet hat. (Günter Netzer in seiner BamS-Kolumne) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle