Archiv für Mai 2012

Sport-Stammtisch (vom 31. Mai)

Dass in den Montagsthemen vom Dienstag (worin ja schon ein Widerspruch in sich liegt) bei den fünf Lauterern in der WM-Elf von 1954 auch der Fürther Karl Mai statt Werner Kohlmeier auftauchte, war keine Absicht, sondern Schluderei. Ausgerechnet von mir, der so stolz darauf ist, nicht nur alle elf Helden von Bern bis in ihre Schuhgrößen zu kennen, sondern auch all die anderen 54er von Kwiatkowski bis Mebus! Einige Leser (zum Beispiel Klaus Bernhardt, Paul-Ulrich Lenz) haben es gemerkt und protestiert, mit sehr viel – unverdientem! – Verständnis, wie auch Henry Danz aus Romrod: »In Ihrem wie immer sehr unterhaltsamen Anstoß vom Dienstag ist Ihnen ein Fehler unterlaufen, der mich überrascht hat.« – Mich doch auch! – »Aber nach 58 Jahren ist dieser Fehler verständlich und natürlich auch verzeihlich.« – Dankeschön.
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Beabsichtigt war dagegen die Irreführung in der Baseball-Frage vom Samstag. Hier ist sie noch einmal: »Ein Baseballschläger und ein Ball kosten zusammen 1,10 Dollar. Der Schläger kostet einen Dollar mehr als der Ball. Wie viel kostet der Ball?« Das Kolumnen-Ich machte daraus ein selbstironisches Spielchen, das erst im letzten Absatz aufgelöst wurde. In Wirklichkeit wusste ich aber von vornherein, dass die scheinbar einleuchtende 10-Cent-Lösung falsch sein musste, denn das ging aus dem Kontext im »Spiegel« klar hervor.
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Warum ich noch einmal darauf eingehe? Weil ich gestern beim Abarbeiten des zu lesenden Zeitungs-Stapels auch auf die »Klarer denken«-Kolumne von Rolf Dobelli in der letzten »Zeit« stieß. Sie beginnt mit diesem Rätsel: »In einem Kaufhaus kosten ein Tischtennisschläger und ein Tischtennisball zusammen 1,10 Euro. Der Tischtennisschläger ist 1 Euro teurer als der Tischtennisball. Wie viel Cent kostet der Tischtennisball?« Jetzt rätsele ich nicht an der Antwort, sondern an einer ganz anderen Frage herum: Wie ist es möglich, dass »Spiegel« und »Zeit« fast zeitgleich die gleiche Rätselfrage stellen?
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Der »Spiegel« bezieht sich auf »System 1« und »System 2« des Psychologen und Wirtschafts-Nobelpreisträgers Daniel Kahneman, nach denen wir die meisten unserer Entscheidungen fällen. »System 1 steht für die Intuition«, sagt Kahneman, »System 2 dagegen für Vernunft, Selbstkontrolle und Intelligenz«. Die »Zeit« dagegen basiert auf dem »Cognitive Reflection Test« (CRT) von Shane Frederick, der auf das Gleiche zielt (»Denken ist anstrengender als Fühlen«/Dobelli).
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Seltsame Koinzidenz. Reiner Zufall? Und wie wär’s, wenn ich jetzt fragte: »Ein Federballschläger und ein Federball …?«
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Dobelli stellt zwei weitere Fragen mit identischer Zielrichtung: »In einer Textilfabrik benötigen 5 Maschinen genau 5 Minuten, um 5 Hemden herzustellen. Wie viele Minuten brauchen 100 Maschinen, um 100 Hemden zu produzieren?« Und: »Auf einem Weiher wachsen Seerosen. Sie vermehren sich ziemlich schnell, jeden Tag verdoppelt sich die Fläche. Es braucht 48 Tage, bis der Weiher vollständig mit Seerosen bedeckt ist. Wie viele Tage würde es dauern, bis die Hälfte des Weihers bedeckt ist?«
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Leicht zu lösen, da klar ist, dass die sich aufdrängenden Antworten falsch sein müssen. Ich weiß daher schnell, dass die Maschinen nicht 100, sondern fünf Minuten laufen und der Teich erst nach 47 Tagen zur Hälfte bedeckt ist. Damit habe ich einen hohen CRT-Wert, bin also ein kluges Kerlchen, dessen Verstand sich nicht von Emotionen beirren lässt. Was im übrigen dafür spricht, so die CRT-Analytiker, dass ich ein Mann und Atheist bin (was die liebste Zielgruppe bezweifeln dürfte, und zwar beides, aber das ist ein anderes Thema).
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Im Hochgefühl, ein abgezocktes kluges Kerlchen zu sein, lese ich die Dobelli-Kolumne weiter, bis zum Schluss: »Nochmals ein kleiner Test: Sie fahren mit 100 km/h von A nach B und mit 50 km/h zurück. Wie hoch war Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit? 75 km/h? Vorsicht, nicht so schnell!«
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So schnell fahre ich in etwa mit dem Rad: 100 km/h bergab, 50 km/h bergauf. Und damit beweise ich nicht nur, ein Sport-, sondern auch ein Klugheits-Angeber zu sein. Denn: 75 km/h ist falsch, klar. Aber was ist richtig? Ich habe keine Ahnung.  (gw)

Veröffentlicht von gw am 30. Mai 2012 .
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Ohne weitere Worte vom 30. Mai

Wenn man Fans als Unterstützer des Teams betrachtet (…), dann hätten sich die auf den Rängen und dem Platz schwer Geschlagenen durch Applaus gestützt und gemeinsam versucht, über das Drama dahoam hinwegzukommen. (…) Die Pfiffe gegen Robben sind Verrat an diesem Stadion-Grundgesetz. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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»Es gibt aber auch Typen, die keine Elfmeterschützen sind. Franz Beckenbauer hat in seiner ganzen Karriere nie geschossen. Und als er es bei einem Freundschaftsspiel des HSV in Belgien doch mal probierte, hat er sich gleich einen Adduktoren-Abriss geholt. So aufgeregt war der Franz.« (Günter Netzer in der Bams)
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»Auf meinem rechten Fußballschuh ist die deutsche Fahne abgebildet, auf dem linken die italienische.« – Was sagen Ihre Kollegen aus der Nationalmannschaft dazu? – »Sie akzeptieren das. In Italien ist Mama heilig, und meine heißt nun mal Antje und kommt vom Plöner See.« (Riccardo Montolivo, italienischer Nationalspieler mit deutschem Pass, im Spiegel-Interview)
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»Frau Maischberger, ich wollt’ noch was mit dem Bier, Zigaretten und Wodka und allem. (…) Dürfen die Fußballer das nicht machen, weil sie Profifußballer sind?« – Maischberger: »Ob die noch spielen können danach, ist doch die eigentliche Frage.« – Basler: »Die trinken ja nach dem Spiel, nicht vor dem Spiel.« (…) – Maischberger: »Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!« – Basler: »Da hamma wieder des: Ich unterhalt’ mich ungern mit Frauen über Fußball.« (Teledialog, aufgezeichnet in der FAS)
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Und auch seine nette Art bleibt dieselbe. Natürlich ist auch er mal wild, einmal wirft er eine Wasserbombe auf die Nichte eines Lehrers. Sie ist heute noch stolz darauf. (Die Welt über Bastian Schweinsteiger in der Serie »Die Schulzeit der deutschen Nationalspieler«)
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Beide spielten ähnlich offensiv wie Chelsea im Champions-League-Finale gegen Bayern München. (FR zur Schach-WM Anand – Gelfand)
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»Wer weiß, was wirklich gelaufen ist, weiß auch, dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss.« (Jan Ullrich im Kicker-Interview)
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Bei Mönchengladbach hat Hacki Wimmer schon zwei neue Hüften, weil er für Günter Netzer so viel gerannt ist. Bis dieser nach Madrid ging und Sie für ihn rannten. Haben Sie …. – »Ja, eine neue Hüfte habe ich auch schon.« (Spaniens Nationaltrainer Vincente del Bosque im Sport-Bild-Interview) (gw)

Veröffentlicht von gw am 30. Mai 2012 .
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Montagsthemen (vom Dienstag/29. Mai)

Dass Pfingsten nicht gut anpfing, wäre gelogen, denn vor einem Jahr endete unsere Kalauer-Tradition, die noch aus dem letzten Jahrtausend in diese Kolumne herüberragte, mit dem Versprechen: Nie wieder!
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Pfast gehalten. Also: Pfingsten fing ja wirklich nicht gut an, als sich die deutsche Mannschaft fünf Tore gegen die Schweiz einfing. Gegen die Schweiz! Was sagt uns das für die EM? Nichts. Tiefere Schlüsse sind nicht zu ziehen. Ball flach halten: Deutschland bleibt einer von mehreren Mitfavoriten hinter Hauptfavorit Spanien, nicht mehr, nicht weniger, Schweiz hin, 3:5 her.
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Ebenfalls nur ein Augenblicks-Diskussiönchen: Ob die Bayern-Schlappe die EM-Chancen beeinträchtigt? Die Antwort weiß spätestens das Finale, dann wird aber auch jeder wissen, dass es ja so kommen musste. So oder so.
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Vorab kann sich jeder an das halten, was er will. Vorschlag: 1954 unterlag der 1. FC Kaiserslautern im deutschen Endspiel (ja, das gab’s mal) gegen Hannover mit 1:5 und wurde danach mit fünf Lauterern Weltmeister im Fünf-Tore-Finale von Bern. Also pro Hannover-Tor einer: Fritz und Ottmar Walter, Werner Liebrich, Karl Mai und Horst Eckel.
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Negatives Orakel: Schweiz 5 + Deutschland 3 = 8. Wievielter wurde Deutschland bei der Musik-EM? Aha. Platz acht auch beim Fußball? Ausscheiden im Viertelfinale? Nee, lieber das Fünfer-Orakel von 1954.
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Ach ja, die Musik-EM. Wer guckt sowas? Über acht Millionen. Unglaublich. Ist Langweiligeres vorstellbar als dieses Rumgehoppse und Geträllere, angereichert mit mühsam und verbissen geschauspielerter Erotik und Verruchtheit? Was meinen Sie? Fußball? Ich muss doch sehr bitten!
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Auch die RTL-Tanzshow gehört nicht zum persönlichen Tele-Konsum. Aber dass Magdalena Brzeska gewonnen hat, macht Freude. Ich habe sie ja nie vergessen, nicht, weil sie die Anna Kurnikowa der Rhythmischen Sportgymnastik war, sondern eine meiner Eselsbrücken, um schwierigen Sportnamen rechtschreibgerecht zu werden: Es-zet-e-we-ce-zet-enko. Be-er-zet-e-ska. Michal-ce-zet-e-we-es-ki. Fein auswendig gelernt, hängen sie am Sportjournalisten-Wörterbaum, und der steht im Hinterhof des Langzeitgedächtnisses.
Sympathiepunkte für Magdalena Brzeska gab es nicht nur wegen äußerer, sondern auch für innere Werte: Als sie 18 war, legte man ihr nahe, die Trainerin zu wechseln. Sie lehnte ab. Ihre Trainerin hatte Krebs im Endstadium.
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Als Magdalena Brzeska nach ihrer Sportkarriere durch den Privatsender-Müll tingelte und dort in jedem Container übernachtete, antwortete sie auf die Frage, wie sie das aushalte: »Ich bin in Polen aufgewachsen.«
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Ein schönes Beispiel für Selbstironie. Aber die ist eine heikle, da nicht jedermanns und jeder Frau Sache und daher sowieso Glückssache. Zum Beispiel der »Sport-Stammtisch« vom Samstag und das Baseball-Rätsel: »Ein Baseballschläger und ein Ball kosten zusammen 1,10 Dollar. Der Schläger kostet einen Dollar mehr als der Ball. Wie viel kostet der Ball?« Ich vergrößerte meine selbstironische Fallhöhe noch durch besonders großkotziges Auftrumpfen mit der (falschen) 10-Cent-Lösung, bevor ich mich im letzten Absatz dann plumpsen ließ. Es gab viele Reaktionen mit richtigen Lösungen (Dankeschön), zum Glück hatten die allermeisten die Selbstironie verstanden.
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Leser werden in dieser Kolumne nie veralbert, daher ohne Namen eine alles erklärende Mail (bzw. zwei). Geschrieben am Samstag um 17.54 Uhr: »Allerdings möchte ich Ihnen bei Ihrer Beurteilung des Kahneman-Rätsels widersprechen. Wenn der Ball 10 Cent kostet und der Schläger 1 Dollar mehr als der Ball, kostet der Schläger letztendlich 1,10 Dollar. Als Ergebnis haben wir 1,20 Dollar. Kostet der Ball allerdings nur 5 Cent, hätten wir einen Schlägerpreis von 1,05 Dollar, was wiederum zu dem gewünschten Resultat von 1,10 Dollar führt.« – So isses. Richtige Lösung also: Der Ball kostet fünf Cent.
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Unser Leser merkte dann schnell selbst, dass er zu früh gemailt hatte. Um 18.27 Uhr folgte dies: »Nachdem es mir nun gelungen ist, meiner Frau die Zeitung wieder abspenstig zu machen und Ihre Kolumne zu Ende zu lesen, bitte ich Sie um Entschuldigung für meine voreilige Mail. Ich senke hiermit mein Haupt und werde nie wieder eine Mail schreiben, bevor ich am Ende eines Textes angekommen bin. P. S.: Eine gewisse Vorfreude, Sie bei einem Irrtum erwischt zu haben, dürfen Sie mir unterstellen.«
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Klar. Versteh ich. Und dass Irren menschlich ist, wer wüsste das besser als:  (gw)

Veröffentlicht von gw am 28. Mai 2012 .
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(Pfingst-)Montag, 28. Mai, 6.30 Uhr

Angenehm kühl am frühen Morgen. Tut auch dem Sonnenbrand gut, geholt auf  dem Main-Radweg zwischen Frankfurt und Wiesbaden. Nichts für Schnellfahrer, schmaler Weg, Betrieb wie auf der Zeil.

Mit dem aktuellen Pfingst-Material für die Ergebnisseite müsste man drei füllen, um den eigenen Anspruch auf Vollständigkeit zu erfüllen. Aber schon die eine vollgepackte und auf Layout-Verhübschung zwangsweise verzichtende Seite ist ja schon eine ästhetische Zumutung für Nichtalleswissenwoller. Für die anderen jedoch eine Unverzichtbarkeit. Oder? Hat sich der Lauf der Zeit derart grundlegend geändert, dass vollgepackte, gegliederte und geordnete Informationsvollständigkeit kein Muss mehr ist? Sollte/könnte man darauf verzichten? Wegen des Internets? Nein, das könnte der Grund nicht sein, denn wer alles, was auf dieser Seite steht, im Internet zusammensuchen müsste, hätte ein paar Stunden zu tun.

Für die eine Seite muss heute stark gesiebt werden. Kanu, Rudern, Schwimmen fallen vielleicht ganz weg. In der Leichtathletik bin ich ja noch einigermaßen fit und traue mir zu, die notwendigen  Kürzungen so hinzukriegen, dass auch LA-Freaks zufriedengestellt werden. Zum Beispiel Götzis: Natürlich die Einzelleistungen der beiden Deutschen, aber nicht die der beiden Erstplazierten, das spart drei, vier Zeilen, und deren Leistungen sind international nicht soo bedeutend, dass man sie kennen müsste. Und das, was auf der Seite fehlt und den einen oder anderen Spezialisten interessiert, kann er sich ja dann doch noch herbeiklicken, zum Beispiel direkt aus Götzis oder in der Ergebnisrubrik bei leichtathletik.de.

Pascal Behrenbruch: Vom Hessischen, der Größe und dem Talent her verblüffend einem Thorsten Dauth früherer Jahre ähnelnd. Vielleicht nicht ganz so talentiert, aber vielleicht mit etwas mehr Langzeit-Biss, siehe Training im Baltikum.

“In der Leichtathletik bin ich ja noch einigermaßen fit” . . . ist diesmal keine Selbstironie. Die ist sowieso Glücksache, jedenfalls ihre Akzeptanz. Am Samstag dachte ich, es sei vielleicht etwas zu holzhammerartig, die selbstironische Fallhöhe beim Thema “System 1″ und “System 2″ durch besonders großkotziges Auftrumpfen mit der falschen Baseball-Lösung  zu vergrößern, bevor ich mich im letzten Absatz plumpsen lasse. Es gab viele Reaktionen, die meisten hatten es richtig verstanden, nur einige wenige nicht (bislang drei). Einer ließ seiner anscheinend spontan geschriebenen Mail kurz darauf eine zweite folgen, als er den letzten Absatz gelesen hatte, ein anderer ebenfalls, aber erst, nachdem er die vorsichtig fragende  Rückmail (“Haben Sie den letzten Absatz gelesen”) erhalten hatte. Irgendwie werde ich es in die Montagsthemen einbauen, mit richtiger Fünf-Cent-Lösung. Etwas ratlos macht mich nur, dass die gewollt tumb-dumpf-arrogante Großkotzigkeit nicht sofort und von allen richtig verstanden wurde – unterschied sie sich etwa nicht von sonstiger gw-Art? Dann müsste ich mal ganz tief in mich gehen. Aber zunächst gehe ich mal ganz tief in den Ergebniswust, danach erst kommen die Montagsthemen dran, traditionell mit “Pfingsten pfing ja schon gut an”-Anfang. Bis dann.

Veröffentlicht von gw am 28. Mai 2012 .
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Samstag, 26. Mai, 14.45 Uhr

Nach einer langen Radtour durch die windige und erstaunlich hügelige Wetterau die eigene Mailbox kontrolliert und viele Baseball-Lösungen gefunden. Wirklich viele. Einige davon  habe ich in die Mailbox-Kategorie rübergehoben. Bisher hat nur ein Leser die Selbstironie missverstanden, die anderen hatten ihren Spaß daran. In den Montagsthemen will ich noch mal kurz auf die Baseball-Sache eingehen, obwohl sich über Pfingsten sicher viele andere Themen ansammeln werden. Bis dann.

Veröffentlicht von gw am 26. Mai 2012 .
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Baumhausbeichte - Novelle