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Ohne weitere Worte (vom24. April)

»Ich habe nicht gesagt, dass ich der Beste bin. Ich kenne nur keinen Besseren.« (Jose Mourinho 2008, zitiert in der WamS)
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Messi vereint die Welt in Bewunderung, Ronaldo teilt sie. (UEFA-Magazin Champions)
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»Wir wollten nicht zeigen, wenn wir verletzt waren, jetzt fliegen sie wegen jeder Kleinigkeit hin. Einer der ehrlichsten Spieler übrigen ist Messi, der beste ist er sowieso.« (Kevin Keagan im Stern-Interview)
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Herr Löw, Sie haben in einem Interview erklärt, dass Sie einen Günter Netzer heute nicht mehr gebrauchen könnten. – Beckenbauer (lacht): »Wieso heute? Den konntest du damals schon nicht gebrauchen.« (aus einem BamS-Dreierinterview mit Franz Beckenbauer, Joachim Löw und Netzer)
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Manchmal war die Fremdenfeindlichkeit im Osten aber auch so absurd, dass Jerome darüber nicht einmal mehr wütend werden konnte. Einmal beleidigte ihn auf dem Spielfeld ein Junge wieder als Nigger, aber es war ein chinesischer Junge, der das sagte, und er sprach kaum Deutsch. Da musste sogar Jerome lachen. (aus dem Buch »Die Brüder Boateng« von Michael Horeni, Auszüge in der FAS)
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Sie waren im Judo-Kader, wollten Leistungssportler werden. – »Genau. Damals hatte ich jeden Tag Training und habe auch Tabletten bekommen. Vielleicht habe ich jetzt diese unglaubliche Oberschenkelmuskulatur, weil da was drin war? Keine Ahnung, ob ich gedopt wurde. (…) Ich war nur bis zu meinem zwölften Lebensjahr Teil dieses Sportsystems. Mein Traum war damals, für die Deutsche Demokratische Republik an den Olympischen Spielen teilzunehmen.« (der für den Deutschen Filmpreis nominierte Schauspieler Ronald Zehrfeld im SZ-Wochenende)
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Wie stark sind Sie? – »80 Kilo an der Langhantel. (…) Ich weiß, das hört sich vergleichsweise wenig an. Aber Sie dürfen nicht nur an die Profi-Gewichtheber denken. (…) 80 Kilo im Liegen auf der Langhantel, das ist schon was. Sie werden keine 30 Kilo schaffen.« (Escada-Boss Bruno Sälzer im WamS-Interview)
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»Ein Lieblingsspruch von ihm lautete: ›Wenn ich gefragt werde, ob ich im Dritten Reich verfolgt wurde, sage ich immer: Nur von Frauen.‹« (Verlegerin Inge Feltrinelli im SZ-Magazin über den jungen Axel Springer)
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»Augstein fuhr oft in großen amerikanischen Cabriolets um die Alster herum. Weil er so klein war, sah er in seinen Straßenkreuzern noch kleiner aus. Aber für ihn waren sie ein Schutz, um seine Schüchternheit zu verbergen.« (Feltrinelli über den jungen Rudolf Augstein)
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Es gibt kein langes Leben im kurzen. (FAZ-Schlagzeile zum Aus für Gottschalk in der ARD)
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»Man achtet generell immer darauf, dass das Buch Gottes aus Respekt nicht unterhalb der Gürtellinie aufbewahrt wird.« (Bekir Alboga, Islamwissenschaftler, in der FAS »über die Pflichten, die ein frisch beschenkter Koranbesitzer hat«)
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»Mich ärgert, dass es heute als normal gilt, sich die Schamhaare ausreißen zu lassen. (…) Meine erinnern mich an den jungen Michael Jackson. Es ist nett, ein Mitglied der Jackson Five in meiner Hose zu haben.« (Caitlin Moran, britische Kolumnistin, im Stern) (gw)

Baumhausbeichte - Novelle