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Horst Beisheim zur gw-Reverenz für Ronaldo (Vourteil ad acta/Montagsthemen)

Auszug FAS v 22.04.12 « Das ungeliebte Genie«:

Christiano Ronaldo ist einer der besten Fußballer, die es jemals gab. Und (so Arsene Wenger) ein perfekter Athlet. Dennoch hat der Star von Real Madrid so viele Schmäher wie Bewunderer……..Vielleicht liegt das Geheimnis seiner Unbeliebtheit im Zweikampf. Keiner ist schneller mit dem Ball, Forscher haben ihn mit Tempo 33, Ball am Fuß, gemessen. Dabei versteht er es, wie die italienische Fußball.Legende Sandro Mazola bewunderte, « im vollen Lauf die Schrittlänge zu variieren« – und so Gegenspieler aus dem Tritt zu bringen. …….Man kann ins Schwärmen geraten über diesen Spieler. Viele geraten lieber ins Schmähen. Weil sie ihn nicht an der Brillianz am Ball messen, sondern am Brillianten im Ohr und der Brillantine im Haar. Und weil sie diesen etwas schlichten, aber authentischen Sonnyboy von der Blumeninsel Madeira einen Geck schimpfen…..Der Fall Ronaldo zeigt, dass heute nicht nur Politiker, auch Unterhaltungskünstler wie Fußballer den verkrampften Maßstäben politischer und sozialer Korrektheit unterworfen werden. Man verlangt von denen, die herausragen, so zu tun, als wären sie einer von uns. Nichts Besonderes also. Es ist eine Haltung, die einem Ronaldo nicht gerecht wird….. .« (Horst Beisheim, Rödgen)

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